Liebster Award – Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

liebsteraward

Ich betrachte es als Ehre und bedanke mich bei Luise für den Liebster Award! „Den tollen Autor Christoph“ hat sie mich genannt … :-)

Ich habe mich gerne auf ihre Fragen eingelassen! Dass ich dabei ans Plaudern gekommen bin, liegt in meiner Natur … ;-)

Am Ende nominiere ich weitere Blogger und deshalb für alle erst Mal die Regeln:

1. Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog in deinem Artikel.
2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
3. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
6. Schreibe diese Regeln in deinen Liebster Award Blog-Artikel.
7. Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.

Und nun zu den Fragen von Luise:

1. Kannst Du Dich an eine Situation in Deiner Kindheit erinnern, die Du einfach nur DOOF gefunden hast? Welche?

Da fallen mir viele ein … In der Grundschule habe ich z. B. mal einen schmerzhaften Fehler gemacht. Die Gesamtsituation als Schüler Mitte der 70er war für mich „einfach nur DOOF“! Überall gab es – so würde man es heute sagen – gewaltbereite Jugendliche, die Schwächere schlugen und traten. Besonders nach den Wochenenden, wenn (bei nur drei Fernsehkanälen zur Auswahl) Filme mit entsprechenden Gewaltszenen gezeigt wurden. Bei denen, die sich nicht wehren konnten, wurden dann die neuen „Tricks“ ausprobiert. Und so wurde ich oft das Opfer älterer und stärkerer Jungs (und manchmal auch Mädchen!)
Einmal auf dem Pausenhof jedoch stand ich mit den Jungs meiner Klasse zusammen. Ich weiß nicht mehr warum, aber einer trat mit ausgestrecktem Bein nach mir. In einer Reflexbewegung ließ ich mich nach unten fallen – und sein Fuß traf voll mein Kinn! Ich hatte schnell reagiert, leider nur in die falsche Richtung. Vermutlich hätte mich der andere gar nicht mal berührt, wenn ich einfach nur stehen geblieben wäre. Ich war einfach nicht geschaffen für diesen permanenten Krieg der Kinder.

2. Wenn Du für einen Tag mit einem Menschen tauschen könntest, wer wäre es und warum?

Eigentlich möchte ich mit keinem Menschen einen Tag tauschen! Was sollte jemand haben oder sein, das ich vermissen könnte? Mir fällt nur ein, dass ich wohl gerne mal mit dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank oder der Bundeskanzlerin einen Tag tauschen würde. Beide haben so viel Macht und so viel Verantwortung, und man bringt ihnen entweder hohen Respekt entgegen oder hasst sie aus verschiedenen Gründen, aber im Grunde weiß ich nicht, wie sie in ihren Positionen den Tag verbringen. Wann stehen sie morgens auf? Haben sie noch so etwas wie ein Privatleben? Gibt es so etwas wie einen „Feierabend“? Oder da noch eine Unterschrift für ein Milliarden-Deal und dort eine für einen Gesetzesentwurf und gleich ab in die Heia? Und „tauschen“ heißt ja, die Kanzlerin oder der Chef der Deutschen Bank müssten hier bei mir für einen Tag zurechtkommen: ohne Auto, selbst einkaufen gehen und kochen und spülen etc. etc. ;-)

3. Was machst Du am liebsten, wenn Du alleine bist?

Außer bei meinem Job bin ich eigentlich immer alleine! Um nicht ein alter, verschrobener Mann zu werden, habe ich sowohl einige positive Gewohnheiten als auch einige „Projekte“, die mir die Zeit nicht zu lang werden lassen. Ich telefoniere gerne! Sowohl Familie als auch gut Freunde leben leider so weit weg, dass man in der Freizeit nicht mal eben auf einen Kaffee vorbeikommen kann. Trotzdem pflege ich die Kontakte. Dazu nutze ich auch das Internet. Eine meine Schwestern z. B. lebt jetzt in Süddeutschland. Ich war noch nicht da, und sie hat immer furchtbar viel zu tun, nicht mal am Wochenende bekomme ich sie ans Telefon. Aber sie liest gerne, schrieb sie mir, meine „Tagebuch-Mails“ an sie. Sie braucht auch nicht zu antworten.
Ich habe natürlich volle Freiheit für alle literarischen Projekte, die mir einfallen. Eng damit hängt zusammen ein exzessives Musikhören. Ohne Musik kann ich nicht schreiben. Weshalb ich immer auf der Suche nach guten CDs bin. Ich habe deshalb eine so große Auswahl an Musik, weil ich für jeden Text im Kopf den passenden Soundtrack brauche, um ihn aufzuschreiben …
Und dann vergeht die Zeit allein auch damit, dass ich Filme schaue. Ins Kino gehe ich nicht mehr. Im Dunkeln mit fremden Menschen zu sitzen, wurde mir ein Greul. Und wenn man bedenkt, dass eine DVD genau so viel kostet wie ein Kinobesuch mit guten Plätzen und Popcorn und allem Zip und Zapp … ;-)

4. Welche Art von Menschen magst du nicht?

Dumme Menschen. Dumme Menschen sind auch in einer erschreckenden Weise sehr faul. Das Denken kann man schulen. Leider gibt es viel mehr Menschen, die ihren Körper trainieren als ihr Denken. Ich sage nichts gegen Sport. Nur wer beim Denken zu bequem ist und das anderen überlässt, nicht reflektiert, was er nachplappert, der achtet auch keine Menschenrechte und applaudiert, wenn eine Flüchtlingsunterkunft in Flammen steht!!!
Differenziertes Denken kann man nicht bei Amazon bestellen, aber vielleicht hilft schon der Wechsel der Tageszeitung!

5. Was stört Dich an Dir am meisten?

Eine gewisse Schlampigkeit in manchen Dingen. Aber ich bin auch froh, kein Perfektionist zu sein. Klar, die Pfunde zu viel am „Äquator“. Zumindest kommen sie nicht vom Bier (ich trinke keins)! Manchmal kann ich mich in etwas verrennen, was ziemlich aussichtlos ist. Am Ende tut es mir Leid und ich möchte mich dann reuevoll entschuldigen. Ich habe erlebt, dass Nachtragend zu sein, sehr verbreitet ist, man es einem verweigert, Dinge wieder gut zu machen. Das ist für mich etwas Neues.
Meine wechselnden Stimmungen belasten mich und meine Umwelt. An einem einzigen Tag kann ich die ganze Achterbahn von „Himmel hoch jauchzend und zu Tode betrübt“ durchlaufen. Mehrfach. Dabei ergeben sich Widersprüche in Aussagen und Handlungen mit Folgen. Das ist einfach nicht einfach. Aber alles andere wäre langweilig …

6. Einmal komplett durchdrehen – so gaaanz verrückt. Was würdest du tun?

Ich bin wirklich verrückt genug! Was noch verrückter sein soll, als eine Location zu buchen und einen Abend lang verrückte Sachen auf einer Lesung vorzutragen und dafür Applaus zu bekommen, kann ich mir nicht vorstellen. Alles andere wäre stümperhaft und endet für ein paar Wochen in der Psychiatrie. Geschlossene Station. ;-)

7. Welchen Star würdest Du gerne mal treffen?

Ich hätte gerne John Lennon getroffen! Ohne Yoko Ono … Von Paul McCartney würde ich nicht mal ein Autogramm wollen … Und Miles Davis! Mit einer Strichliste, wie oft er „Motherfucker“ gesagt hätte … ;-) Tja, Prince lebt noch. Den würde ich deshalb gerne mal treffen, um zu schauen, ob er in echt auch so klein ist, wie man sagt. Nicht so weit müsste ich gehen, wenn ich Andy Y von den „Fantastischen Vier“ treffen wollte. Warum es ihm nichts ausmacht, immer nur im Schatten der drei anderen zu stehen, und wie sie diesen ultrageilen Basssound auf „4:99“ hinbekommen haben??!! Doris Day würde ich lieber anrufen als treffen, die Frau ist ja schon über 90. Ich würde die Schauspielerin nach intimen Details ihrer Karriere fragen, denn in fast all ihren Filmen war sie schön, humorvoll und so prüde! Ich hätte mich sicher sehr gut mit Heinrich Böll verstanden. Ich hätte ihm gesagt, dass ich seine „Marie“ in „Ansichten eines Clowns“ gut gekannt hätte. Mit Kishon hätte ich zusammen eine Satire geschrieben. ;-)

8. Über was würdest du gerne ein Buch schreiben?

Sorry, die falsche Frage! Oder auch nicht. Ich habe ja schon drei Bücher in einem Verlag veröffentlicht … Aber klar, ein viertes Buchprojekt wäre nicht schlecht. Es gibt auch schon ein Manuskript. Aber darüber kann ich aus rechtlichen Gründen noch nichts sagen … ;-)

9. Wie viele beste Freunde hast du?

Zwei. Und es sind Frauen. Männer taugen als beste Freunde überhaupt nicht! Am Ende gönnen sie einem den Erfolg nicht. Traurige Sache. Frauen sind viel unkomplizierter. Die zwei, an die ich denke, unterstützen mich in allen Bereichen. Sie hören zu. Sie sind fähig, mich aufzubauen. Sie lachen über meine lausigen Witze. Sie würden mir ohne mit ihren schönen Wimpern zu zucken eine große Summe für ein Hirngespinst leihen, dass ich unbedingt haben muss. Aber am meisten zählt, dass sie mich nie aufgegeben haben. Das kann ich von mir selbst nicht behaupten.

10. Was liebst Du an dir so richtig?

Die Frage ist nicht so einfach, wie sie scheint. Ich mag an mir, dass mir die Ideen nicht ausgehen. Das ist für einen Autor existentiell. Aber da bin ich so wie eine Tankstelle mit einer Ölquelle im Hinterhof. Nur, dass ich dafür nichts kann. Es ist ein Geschenk. Ich liebe es auch, irgendwo durch die Tür zu kommen und im Handumdrehen Zentrum zu sein! Ich hätte oben bei Frage 5, „Was stört Dich an Dir am meisten?“, mein gesundes Ego angeben können, doch ohne das wäre ich nicht 30 Jahre am Schreiben geblieben, hätte ich nicht 22 Jahre eine Autorengruppe am Leben erhalten, keine drei Bücher veröffentlicht und so viele Lesungen veranstaltet, dass ich sie nicht mehr zählen kann …!

11. Welcher ist Dein Lieblingsblog? (Gerne mit Verlinkung.)

Ich mag unheimlich den Blog von Josephine Sonnenschein! Ihre Kurzgeschichten, Gedichte und Bilder üben eine große Faszination auf mich aus. Als Mann der Worte ist es manchmal wohltuend, einfach nur in ein farbenfrohes Bild zu tauchen!

Noch nicht beim Lesen eingeschlafen? ;-) Dann kann ich ja nominieren!

Ich nominiere für den „Liebster Award“ (auch, wenn sie möglicherweise damit schon bedacht waren):

# Sylvia Kling – eine Autorin mit eigener Sprache, leider gibt es davon viel zu wenige!

# liveofdevotion68 – um es kurz zu machen, eine Person, die man schätzen muss!

# Josephine Sonnenschein – der ich für ihr künstlerisches Schaffen noch weiter reiche Inspiration wünsche!

Bisou – sie ist noch ganz neu hier und kann vielleicht Eure Aufmerksamkeit gebrauchen!

# Manfred Voita  – ein sehr schreibfreudiger Autor!

Meine Fragen an Euch sind:

1. Könntest Du in den DeLorean aus den „Zurück in die Zukunft“-Filmen steigen und den „Fluxkompensator“ für eine Zeitreise programmieren, welches Jahr oder welche Epoche würdest Du besuchen?

2. Wenn Du an Deine Eltern denkst, wie fällt Deine Bilanz aus?

3. Wo und was bist Du in 10 Jahren?

4. Wenn Du in den Medien arbeiten könntest, wo würde es Dir am Meisten gefallen: Zeitung, Radio, Fernsehen oder Online? Warum? (Kombinationen sind möglich.)

5. Was war Dein Berufswunsch als Kind?

6. Bist Du zufrieden?

7. Nenne fünf Dinge, die man im Leben unbedingt mal ausprobiert haben muss!

8. Lieblingsspeise(n) und Lieblingsgetränk(e)?

9. Rauchst Du?

10. Wenn Du die Wahl hättest, was wäre Dir lieber: Mietwohnung, Eigentumswohnung oder eigenes Haus mit Garten? Möglich wäre auch ohne festen Wohnsitz, Wohnwagen oder in Hotelzimmern z. B.?

11. Wie bist Du zu WordPress gekommen?

Allen einen wunderbaren Tag! :-)

Ein Kommentar

Eingeordnet unter Bei Sem;kolon zu Hause, Liebster Award

Eine Antwort zu “Liebster Award – Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

  1. Sylvia Kling

    Vielen lieben Dank – auch für die Einschätzung zu mir (eine solche habe ich noch nie gehört :-) ).
    Deine Antworten sind sehr individuell und erreichen mich.

    Herzliche Grüße
    Sylvia

    Gefällt 1 Person

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