Fatal einseitig

Es fiel im erst nach einer guten Weile auf. Der Tag war schön, die Sonne schien, seine Laune war gut. Nachdem er im Schwimmbad ein paar Züge geschwommen, getaucht und das Sprudelbecken genutzt hatte, fühlte er sich frisch und motiviert, steckte sich eine Fluppe zwischen die Lippen und stieg aufs Rad. Den direkten Weg nach Hause wollte er nicht fahren, er ließ sich treiben. Im Kreisverkehr merkte er, dass etwas mit dem Fahrrad nicht stimmte. Er konnte damit nur noch links abbiegen …

7 Kommentare

Eingeordnet unter Bei Sem;kolon zu Hause

7 Antworten zu “Fatal einseitig

  1. Monika-Maria Ehliah

    … vielleicht auch so ein Fall von:
    *ich hole schnell noch Zigaretten …*
    auf Nimmerwiedersehen….
    Segen dir!
    M.M.

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    • Ich weiß nicht so genau, was meine Gefühle mit dem Text zu tun haben? Im Moment fallen mir einige Szenen von einem Typen ohne Namen ein. Und die sind konkret aus dem Alltag, ja, mein Alltag, aber die Situationen verwende ich literarisch für Kurzprosa, wie Blitzlichter. Diese Szene ist mir eingefallen, als ich mit meinem alten, klapprigen realen Rad aus dem realen Kreisverkehr nach rechts rausfuhr und auf dem Radweg feststellte, dass das Vorderrad leicht nach links zieht, also selbst bei idealen Bedingungen beim geradeaus fahren in die linke Richtung fahren will. Das hat man bei alten Rädern schon mal. Als ich den Text dann schrieb, überlegte ich mir, dass „er“ wohl irgendwann mal nach Hause kommt, es aber um einiges länger dauert, wenn er nur links abbiegen kann (aber immer noch geradeaus fahren kann). Es ist völlig offen, wie es nach dem Ende weitergeht und ob er sich bei dieser Entdeckung gut oder schlecht fühlt – das steht da mit keinem Wort! Ich wüßte also gerne, wenn Du fragst, ob ich mich so fühle, ob ich mich dann gut oder schlecht fühlen „muss“?

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    • Oh, ich stelle nur den Text her, wie oder als was er verstanden wird, ist frei, das schreibe ich dem Leser nicht vor. Schwierig wird es für mich nur, wenn die Literatur, das Textprodukt, mit mir gleichgesetzt wird. Ich veröffentliche keine Tagebucheintragungen sondern Literatur – das ist nun mal ein Unterschied. Wenn Du dieses kleine Werk als Metapher gesehen hast, ist es ja ok, nur ob ich etwas damit zu tun habe, ist fraglich.

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    • Habe ich Dich mit meinen „schlaumeierischen“ Antworten genervt? Täte mir leid! Verzeih!

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