Lied für einen Einzelnen

Ich hab es eben im Supermarkt kaum ertragen. Zu einer Zeit, wo so viele Kunden so viel einkaufen. Wo man der mageren Alten die Sucht ansieht, als sie Weinflaschen aufs Band legt. Und der Studentin ihre vegane Lebensweise. Dass die Frau mit dem großen Autoschlüssel auch für ihre Kids einkauft. Die Kassiererin mit ihren dünnen roten Locken direkt von dort aufstehen und auf ein Mittelalterfest gehen könnte. So viele Leben, so viel Geld und ich pass‘ nirgendwo hin.
Steh da außen vor. Und auch gern. Manchmal überfällt mich halt eine Tiefe. Könnt ich sie doch überfliegen auf den Schwingen eines Songs. So lang, bis es nicht mehr …
Möcht‘ nicht reden, möcht‘ niemanden seh’n, schau nur dem Fernsehprogramm zu.
Schreib mir ein Lied! Ein Lied für mich.
Darüber, diese verdammte Stadt zu verlassen. Mächtig und reich zu werden und davon, zurück zu kommen und diese Stadt zu kaufen und sie in die Schuhe zu stecken.
Ein paar Strophen, ein Refrain und eine Melodie. Nichts für die Ewigkeit oder die Charts. Einfach nur, um wieder in die Spur zu kommen. Mach die Rhythmusmaschine an und wir kochen im Beat!

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Eingeordnet unter 2017, Bei Sem;kolon zu Hause

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