Eisbrecher

Ich habe heute überlegt, wie es wäre, wenn ich bei der Entstehung meines neuen Buches Ideen zu Skizzen entwickle, die ich hier veröffentliche. Ob das funktioniert? K. A. Keine Ahnung!
Der Protagonist des Romans (wird es auch ein Roman?) muss nach England fliegen, um etwas sehr wichtiges zu erledigen. Das spielt somit in der heutigen Zeit.
Mir ist noch nicht klar, von wo aus er startet. Hier, aus Deutschland?
Wie auch immer. Am Flughafen, sagen wir Heathrow, London, angekommen, hat er sich den üblichen Zoll-, Sicherheits- und Kontrolluntersuchungen zu unterziehen. Das alles kennt man ja. Mir jedoch ist wichtig, seine Gedankengänge zu offenbaren – denn er hat ein unglaubliches Geheimnis …
Dazu fiel mir eine CD von Sting ein. 1995. „Ten Summoner’s Tales“. Wir haben sie geliebt! Favoriten waren: „Fields Of Gold“ und „Heavy Cloud No Rain“.
Ich lasse mich gerne von Musik inspirieren. Ich lese kaum noch was, außer meine Kontoauszüge, was jämmerlich genug ist …
***
London rief mich. Ich landete am späten Nachmittag. Nun ist bald Abend und ich bin immer noch nicht durch alle Kontrollen. Man lässt das Militär mit automatischen Waffen patrouillieren. So vermeide ich ruckartige und hektische Bewegungen.
Mein leichtes Gepäck war schnell durchleuchtet, geöffnet und durchsucht. Der Körperscanner hat längst seinen Schrecken verloren. Ein Fragebogen und dann zur Ausweiskontrolle. Eine lange, britisch geordnete Schlange.
Sie könnten meine Fingerabdrücke nehmen. Oder mit ihren Computern überprüfen, ob ich meine Steuern zahle. Sie könnten mir die Augäpfel nehmen, zurück kommen und meine Socken stehlen, und alles sezieren. Nichts wüssten sie über mich. Nur noch drei Personen vor mir.
Alle gesammelten Daten, meine biometrische Daten oder Personalien oder mein ausgespähtes Verhalten im Alltag können die Wahrheit nicht ans Licht bringen.
Wobei es so einfach ist. Die große Liebe zwischen einem Mann und einer Frau. Die das letzte Mal zusammen die Geschichte der Menschheit verlassen haben. 1943. Und da war ich der Engländer.
„The reason for your stay?“
Ich muss Deborah finden. Und ich weiß, wo ich beginnen muss.
Ich sage: „Business.“
Abschließend prüfende Blicke.
„Welcome to London, Mr. Freund.“
Ich steige draußen in ein Taxi und lasse mich zu John Lewis fahren. Ich brauche eine Schaufel.
***

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7 Kommentare

Eingeordnet unter 2018, Buch 5, Das neue Buch

7 Antworten zu “Eisbrecher

  1. Gut, dass die Mutter nicht in London lebt… ;)

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  2. Ah, wie schön: Ein „richtiger“ Roman! Bravo, bravissimo!

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  3. Ich möchte nun mehr wissen! Klingt spannend …
    Schönen Sonntag und liebe Grüße
    Regina

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  4. Monika-Maria Ehliah

    Alles Gute… alles was du brauchst und
    S E G E N !!!
    M.M.

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