Gehen wie die Ägypterinnen

Bisher dachte ich, Gizeh sei eine Stadt am Nil, berühmt für ihre nahen altägyptischen Bauwerke. Pyramiden, Tempel, Sphinx.
Oder dass Gizeh eine Marke von Zigarettenblättchen für Selbstdreher ist.
Aber nun haben wir diesen heißen, heißen Sommer und vielen sind die Socken geplatzt. Deswegen gehen sie barfuß in Sandalen.
Und ich stelle fest, dass ein bestimmtes Sandalenmodell bei Frauen sehr beliebt ist. Extrem beliebt.
Auf einer flachen Sohle befindet sich zwischen großer Zeh und dem nächsten ein Zehentrenner. Der schließt oben ab mit einer Art Knopf. Mit einem Knopfloch steckt darin eine tropfenförmige Lasche, die nach oben verjüngt fast zum Schienbeinansatz geht. Von ihr gehen wiederum zwei Lederriemen ab, die rechts und links an der Ferse an der Sandalensohle befestigt sind.
„Gizeh“ heißt das Modell und macht manche Trägerin schon irgendwie ägyptisch. Birkenstock soll es 1983 eingeführt haben. Ans Licht sind sie mir jedoch erst diesen Sommer gekommen. Von Naturleder bis spacig silbern.
Die Mutter aller Ökotreter verlangt mindestens 60 € pro Paar. Viele waren deshalb dankbar, dass es ähnliche Sandalen auch bei Aldi gab.
Eine junge Frau, die ich sah – ob jetzt mit dem Original oder den Nachgemachten – hatte eine pfiffige Idee. Mit dem Nagellack für ihre Fußnägel hat sie auch den Knopf des Zehentrenners lackiert. So hatte sie für ihre Bemalung immer die passenden Schuhe an!

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Eingeordnet unter 2018

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