Es war einmal vor langer Zeit in einer weit, weit entfernten Autorenwelt …

Episode xyz …

Mit viel Arbeit war eine Lesung unserer Gruppe vorbereitet worden. Die Besitzerin der Location sagte aber kurzfristig ab. Es fand sich auf die schnelle was Neues, aber die Werbung war längst raus …
Einige Zuhörer hätte es schon gegeben, doch wir beschlossen, es komplett abzublasen. Es waren mehr Autorinnen und Autoren anwesend als Publikum.
Das passiert. Jeder war auf seine Weise enttäuscht oder wütend, oder einfach nur erleichtert, weil die Anspannung vorbei war.
Wir hatten Zeit und wollten uns noch bei einem Bier zusammen setzen. Diejenigen, die anfingen sich zu beschweren, waren die Frauen. Und es blieb bei weiten nicht bei der geplatzten Lesung. Es steigerte sich zu hysterischen Ausbrüchen darüber, was für sie in unserer Gruppe alles schief lief und unerträglich war.
Hm … Es musste erst ein gewisser Stress kommen, damit diejenigen, die sonst immer nur vor sich hin lächelten, anfingen, über Grundsätzliches zu kommunizieren.
Ich erinnere mich nicht, dass wir eine Lösung gefunden hätten. Eher, dass ich überlegte, bei uns eine Art Bewerbungsverfahren einzuführen. Das geschah aber nie.
Unser Gründungsmitglied musste los. Alle anderen Herren verabschiedeten sich auch, gaben einander den Bruderkuss.
Draußen war noch Tag.

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Eingeordnet unter 2018, Bei Sem;kolon zu Hause, Lesung

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