Wieder allein

4 Uhr morgens. Leise gehst du im Treppenhaus die Stufen hinab. Wie eine Diebin. Ich warte an der halb offenen Wohnungstür bis die Haustür ins Schloss fällt.
Vom Balkon aus sehe ich dich dann auf dem Parkplatz ins Auto einsteigen. Motor starten, Licht, Gurt anlegen, Gang rein. Du fährst los, einmal sehe ich noch die Bremslichter an der Hauptstraße, dann bist du verschwunden.
Ich fühle mich warm, befriedigt, bis ins Mark verliebt. Ich blicke hinauf.
„So viele Sterne!“
Ich kann dich an mir riechen. Ich gehe rein, lass die Balkontür auf. Ich ziehe mir noch nichts an. Werfe mich ins Bett. Überall du. In den Kissen, in den Laken, im Federbett. Trinke deinen Drink aus, den du nach zwei Schluck stehen gelassen hast.
Ich scheine zu vibrieren. Jede meiner Körperzellen verlangt nach deiner Nähe.
Dieses merkwürdige Gefühl zwischen wohliger Müdigkeit und der Ausdauer, die Nacht aufrecht zu erhalten.

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Eingeordnet unter 2019

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