Warum ich bin, was ich bin

(Karnevalsbeitrag)

Warum ich Autor geworden bin? Autor? Viel Arbeit und bringt nichts ein.
Man ist einsam. Die vielen Stunden allein zu Hause, weil ich mich sonst nicht konzentrieren kann. Ist dann ein Buch raus, liest es keiner oder es wird gelesen, wird es dann nicht verstanden.
Jeder weiß es besser! Jeder, der vier Jahre Grundschule besucht hat, auch ohne ein Schulabschlusszeugnis, weiß es besser!
Ein „du schreibst wie X Y“ ist eine Beleidigung! Oder: „Schreib doch mal was über …“ Ha! Ich brauche keine Themenvorschläge, ich brauche eine begabte Muse. Und zwar mit einer nymphomanisch geprägten Begabung.
Mich im Verlag hoch zu schlafen hat nicht geklappt. Ich sehe nicht aus wie Adonis, (wer immer dieser Typ auch ist).
Lesungen? Oh Graus! Das Publikum weiß nicht, wann es lachen oder applaudieren soll. Rede ich Schwizerdütsch?
Und da ist immer eine Pfeife, die dir dann an den Sohlen klebt. Fragt und fragt und dann verkündet, er schreibe auch an einem Buch und errötet. A Fan is born. So einer ist immer dabei.
Also, warum ich Autor geworden bin? Ich mache es nicht für Geld, Sex und Ruhm – Freiheit. Für die Freiheit. Als Autor brauche ich mich nicht verbiegen. Es geht nicht um eine Botschaft, es geht nicht darum, was die Leser wollen, es geht um ein ganzes Universum. Steig ins Raumschiff. Flieg mit. Oder lass es.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter 2019

Eine Antwort zu “Warum ich bin, was ich bin

  1. „Flieg mit. Oder lass es.“ – Genau so!

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