Nur auf dem Sprung

Ich hatte mich nicht gewehrt. Wie ich bei einem Freund hinein geschneit bin, bin ich in den Krankenwagen gestiegen, den er gerufen hat.
Ich habe dem Arzt erzählt, was er wissen wollte. Alles normal. Alles normal.
Das Mittagessen schmeckt pappig. Den Pudding verschenke ich an den Typ nebenan. Wie der sich freut!
„Weswegen bist du hier?“ fragt er.
„Wegen nix!“
„Oh, nix dauert hier länger. Achte immer auf drei Dinge: die drei Mahlzeiten, das Kaffee trinken und die Medikamentenausgabe. Die nächste ist in einer halben Stunde. Merk dir das!“
Medikamente? Her damit! Sowieso nur Placebos …
Fueeer Plascheboos hauen ti abba reein! Musch mit dem Azzt rääädän … hat wasch niet värschtanden … i ben neecht krank! Müdä. Müdä. Ausruhhn, einä Weilä nu-hur.
Für die Abendmedikation werde ich noch einmal geweckt und gefragt, wo mein Pyjama sei. Ich antworte nicht.
Die Nacht habe ich in meinen Straßensachen verbracht. Der Jeans. Dem schwarzen Rollkragenpullover. Und dem leichten, roten Jackett.

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Eingeordnet unter 2019

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