Please, make my day

Es gibt nichts schöneres, als einen sonnigen Tag mit einer Tasse schwarzen Tees zu beginnen und zu überlegen, wem man heute die Laune versauen darf.
Die Laune derer, die sagten: „Das schaffst du nicht!“
Denen, die sagten: „Das wird kein gutes Ende nehmen.“
Denen, die sagten: „Überlege es dir lieber noch mal.“
Denen, die sagten: „Gehe besser auf Nummer sicher.“
Denen, die sagten: „Das sind doch alles nur Hirngespinste!“
Denen, die sagten: „Und wo ist jetzt der Witz bei der Sache?“
Denen, die sagten: „Es wäre besser gewesen, du wärst nie weg gegangen.“
Denen, die sagten: „Ach, so etwas gibt es auch?“
Denen, die sagten: „Ganz toll, was du alles machst! Kann man davon leben?“
Denen, die sagten: „Ich bin dagegen. Aber mach doch, was du willst!“
Denen, die sagten: „Normal ist was anderes.“
Denen, die sagten: „Das wirft keinen Gewinn ab, damit bezahlst du keine Miete.“
Denen, die sagten: „Du solltest dir einen Job suchen, und wie wir alle Steuern zahlen!“
Und am liebsten versaue ich die Laune derer, die sagten: „Damit kommst du nicht durch! Niemals, nie!“

4 Kommentare

Eingeordnet unter 2019

4 Antworten zu “Please, make my day

  1. Black Hawk

    Es ist Sünde, jemanden zu etwas zu ermutigen, wozu er offensichtlich keinerlei Talent hat: Es raubt ihm heute Zeit und bringt ihm morgen ein böses Erwachen.

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  2. Es gibt nichts Schöneres, als in seinen Talenten und Fähigkeiten bestärkt zu werden… 🙂

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    • Es gibt Zeitgenossen, die stören sich schon am Wort „Talent“. Viel zu elitär. Heute kann man alles lernen! Man besucht Kurse, kopiert Vorbilder und am Ende kommt schon irgendetwas raus. Vor allen Dingen eine dicke Geldbörse für den Kursleiter …
      Als ich zur Schule ging, wurden wir nach „Neigung“ gefördert. Wir wurden unterstützt, uns bei völlig „nutzlosen“ Dingen zu entfalten. Malen, Aufsätze schreiben, Spiele draußen.
      Ich glaube, heute hat man vielleicht für die Kinder schon von Beginn an Prioritäten. „Du musst Mathe können, sonst kannst du nicht bei der Bank arbeiten!“ Auch das Studieren ist kein Lebensabschnitt mehr, nur schnell durch, um den Job zu finden, der reich macht, möglichst als junger Mensch. Von einer altmodischen Berufung kann nicht mehr die Rede sein.

      Gefällt 2 Personen

      • Eine traurige Entwicklung, die man aber nicht mitzumachen braucht. Ich finde es schön, Menschen zu bestärken in ihren Fähigkeiten und ihren Bemühungen. Ein Lob kann da schon sehr förderlich sein, anstatt etwas zu zerreden oder zu zerfetzen. 🙂

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