Weihnachtsmarkt

Ich stehe an der Uni, vor dem Gebäude, in dem das Historische Seminar, das Ur- und frühgeschichtliche Institut und die Hörsäle untergebracht sind. Vor mir der Blick auf gefühlt tausend Fahrräder. Auf der anderen Seite das Landesmuseum für Kunst.

Die Sonne scheint. Hier kommen hunderte Studenten vorbei. Parken ihre Räder ein und aus. Alles in Ruhe. In Grüppchen ziehen sie zu den Lehrveranstaltungen oder in die Mensa, die im Keller ist. Friedlich.

Plötzlich ist etwas anders. Ich höre es erst, bevor ich es sehe. Ein Krakele und Gelächter schwillt an. Da sind fünf aufgetakelte Damen, die vom Weihnachtsmarkt kommen. Sie sind allesamt breit, sowohl aufgrund ihrer Körpermaße als auch vom Glühwein.

Sie machen sich lustig über die Fahrräder. Bei so vielen würde keine ihres wieder finden. Sie ziehen die Straße herunter, gehen auch mitten drauf. Schade, im Moment kommt kein Auto oder ein Bus, der sie verscheuchen würde.

So ist das. Sie kommen aus dem Umland zum Weihnachtsmarkt. Und mit Alkohol sind sie laut, lustig und mutig. Über das Jahr misten sie den Stall aus.

2 Kommentare

Eingeordnet unter 2019

2 Antworten zu “Weihnachtsmarkt

  1. Gefällt mir sehr und, da ich gerade die letzte Deine Supermarkt-Geschichten gelesen, nein goutiert habe, wäre das doch auch keine schlechte Idee: Ein Buch mit solchen Szenen wie dem Weihnachtsmarkt über Deine Stadt. Könnte sehr verkaufsfördernd sein …
    Liebe Grüße!

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