Anders leben, anders sterben

Ich weiß nicht, wie Gutmenschen leben, aber ich war schon mindestens neunmal tot und jedes Mal tat danach Leben mehr weh.

Ich starb …

… auf der Kinderintensiv.
… weil ich nicht schnell genug vor den anderen Jungen aus Schule davon laufen konnte.
… als Oma starb.

… da die Freundin sagte: „Wir können ja noch Freunde bleiben.“
… als ich aus der Klinik kam.
… in den Terminen beim Arbeitsamt.

… in der Zeit, in der Sem;kolon fast abgewickelt worden wäre.
… immer, wenn das Publikum an den falschen Stellen lachte.
… an dem Schock, als die Eltern zu Greisen wurden.

Und in jeder Stunde, in der ich unfreiwillig allein war …

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Eingeordnet unter 2020, Lyrik

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