Unterschätzt

„Warum habe ich nur solche Eltern abbekommen?“, heulte er auf.

Sie. Sie verschränkte die Arme vor ihrer Brust.

„Es ist nicht wichtig wer oder was deine Eltern sind. Deine Zukunft bestimmst du.“

Er starrte sie an.

Dafür fühlte er sich zu schwach. Ohne Hilfe das eigene Schicksal schmieden. Da könnte er ja gleich vom Hochhaus springen.

Hätte, hätte, hätte …

Hätte Vater einen besseren Job. Hätte der im Leben mehr gelernt. Ach, hätte ihn Mutter nicht geheiratet …

Sie schwiegen.

In die Stille mischt sich ein Song von heute. Die Erinnerung ist blass, fast, als wäre es nicht geschehen. Er erinnert sich nicht mehr, wer sie war.

Doch es muss diese Frau gegeben haben. Sie hat Recht behalten.

©hristoph Aschenbrenner

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