Planet der Schmerzen

Der Vater. Gestorben.
Das Finanzamt. Will die Mutter ausrauben.
Keine Hilfe. Allein gelassen.
Trauer und Wut.
Und überall Schlampigkeit. Massenamnäsie. Allem läuft man hinterher. Arbeitet 24 Stunden jeden Tag, weil man sich auf niemanden verlassen kann.
Wenn noch ein Funke Leben. Wehrst du dich.
Mir nützt kein Griff zur Flasche.
Kein Ritzen.
Alles zu viel. Es reicht!
Ich schreie Leute an!
Mein Blut hat den Siedepunkt erreicht, die Suppe wird ausgeteilt mit eherner Kelle. Ein vertrautes Spiel, kannte man schon im Paläolithikum. Wer hat angefangen, wer hört als Erster auf mit dem Gezänk?
Niemand da, wenn’s weh tut.
Immer zu trocken der Mund.
Und alle taub. Empfiehlt man ihnen:
„Verpisst euch!“

9 Kommentare

Eingeordnet unter 2021, Bei Sem;kolon zu Hause

9 Antworten zu “Planet der Schmerzen

  1. auto(r)christophbiographisch? ;) das tut mir sehr leid. einen lieben gruß zu dir!

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    • Was biografisch ist oder nicht, mögen kommende Generationen von Literaturwissenschaftler heraus finden. Für mich ist Literatur und Leben eins. Ich lebe in der Literatur und sie lebt durch mich. Hilfreich für mich ist, eine (künstliche) Distanz beim Schreiben aufzubauen, um Kunst zu schreiben und keine Betroffenheitslyrik. Auf jeden Fall lieben Dank für Deine Worte, versspielerin!

      Gefällt 2 Personen

  2. Lieber Christoph, ich kann hier nicht „gefällt mir“ klicken, weil mir solche Gefühle nicht fremd sind und ich weiß, dass sie nie und nimmer gefallen können. Ich hoffe, du kommst bald wieder halbwegs in deine MItte. Es dauert…..ziemlich lange sogar. Denke heute noch sehr oft an meinen Vater, den ich schmerzlich vermisse. Die Dankbarkeit überwiegt mittlerweile, für all die schönen Stunden mit ihm.

    Gefällt 1 Person

  3. Lieber Christoph,
    das tut mir sehr leid. Ich umarme dich und teile deinen Schmerz.
    Ich verstehe dich so gut. Mein inniges Mitgefühl! Auch deiner Familie.
    Segen dir und deinen Lieben.
    Dein Vater darf im Lichtschloß Gottes auferstehen!
    Herzenswarme, mitfühlende Grüße! M.M.
    ***
    Erneuerung
    Auf den Flügeln der Zeit,
    wird alles getragen – durch die Ewigkeit.
    kein Seelchen geht je verloren,
    wird in Gottes Lichte – neu geboren.
    Im Lichtschloss Gottes auferstehen,
    einst werdet ihr euch wiedersehen.
    ****

    Gefällt 1 Person

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