Abgedriftet

Wieviel Gewalt hält man als Kind aus?
Wie viele Schläge und Tritte?
Bosheit. Unrecht. Angst?
Die Antwort ist: gar nicht!
Es wird einen prägen.

Traurig.
Es ist traurig, allein zu sein.
Von allen Menschen, dir mir begegnet sind,
würde mir nur meine Familie fehlen.

Die anderen waren nicht echt,
bloß Schablonen.

Schlammschlachtkämpfer
im flüssigen Teer.

Leere Planspiele.
Einstürzende Enttäuschungen.

Und brennende Zündschnur,
bevor man wusste,
da gab es Dynamit.

Ich muss mich entscheiden.

Löse ich mich von unverschuldeter
Vergangenheit.
Oder bleibe ich Opfer für alle Zeit.

©hristoph Aschenbrenner

7 Kommentare

Eingeordnet unter 2021

7 Antworten zu “Abgedriftet

  1. Lieber Christoph,
    du wirst vielleicht denken, das ist leicht dahingeschrieben.
    Doch bitte lse dich aus dieser Vergangenheit.
    Steigt stolz heraus. feue dich an dem was du dabei erkannt, gelernt hat. An dem, dass es dich stark gemacht hat. Jetzt steige heraus aus der Opfersituation die dir andere aufgedrückt haben.
    Jedes deiner Worte kenne ich, fühle ich, habe ich selbst erlebt.
    Doch ich bin nicht Opfer in meinem Leben, sondern Schöpfer meines Lebens.
    Christoph du bist stark – steh auf.
    Jesus sagt: “
    „Thalita kum! Kind steh auf, du bist nicht tot, du schläfst nur!“
    Herzensgrüße M.M.

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    • Liebe Maria, ich schreibe sogenannte „Hochliteratur“, keine Bewältigungs-, Therapie- oder Ratgeberschreiberei. Es ist schwer, sich nicht vorstellen zu können, dass auch wenn ich die Ich-Form benutze, ich nicht unbedingt von mir schreibe. Das weiß ich. Es geht um Gesellschaft und gesellschaftliche Missstände in Form persönlicher, nachvollziehbarer Sprache, um den Leser zu erreichen, mitfühlen zu lassen und Position beziehen zu können. Ansonsten könnte ich auch ja auch irgendeine Statistik zitieren. Sollte ich eine traumatisierte Kindheit gehabt haben, dann wäre ich heute nicht mehr in der Opferrolle, wenn es Dich beruhigt. Der wichtige Punkt in diesem Stück liegt ja eben darin, hinzuweisen, dass man eine Entscheidung treffen KANN. Und dessen sind sich nicht alle bewusst, denen solches widerfahren ist. Das war der Beitrag, den ich leisten wollte. Ich brauche – also der Autor – kein Zuspruch oder Mitleid, viele andere schon.

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    • Liebe Maria, oh nein, ich entschuldige mich, ich wollte niemanden belehren oder tadeln! Du bist die Leserin! Du hast doch Mitgefühl gezeigt, konntest dich hineinversetzen in die Situation – und hast mit Worten reagiert. Das ist sehr schön von Dir gewesen. Dafür bedanke ich mich herzlich! Das Thema ist ernst und mit vielen Emotionen befrachtet. Es ist wirklich Nebensache, ob Hochliteratur, Tief- oder Nebenliteratur. Am Ende zählt nur ob etwas „übergesprungen“ ist. Und das erlaube ich mir nicht zu kritisieren. Sei nicht streng zu dir selbst!

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    • Liebste Maria-Ehliah, das hört sich resigniert an. Wir tauschen doch nur Meinungen aus – ich beanspruche nicht, zu wissen, was die absolute Wahrheit ist. Ich wünsche Dir einen golden Tag mit viel, viel Freude! Und Segen! Hab es gut!

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