Verwechslungsgefahr

Wie lautete der letzte Satz meines letzten Beitrags?
„Ich bin halt zu viel allein …“
In welchem Zusammenhang das auch immer steht, es bedeutet doch, dass ich Geselligkeit, Gemeinschaft und menschliche Nähe suche.
Und wenn ich mit mehr als nur meiner Seele konfrontiert bin, sprich, mich in einer Form von Kommunikation mit anderen persönlich, fernmündlich, schriftlich oder über eine schusselige App befinde, dann sollte doch die Sehnsucht nach nicht mehr allein sein und der Hunger nach Teilhabe und Mitteilung gestillt werden.
Leider ist dem nicht so, leider ist es manchmal auch ganz anders und völlig kompliziert.
Ich weiß. Ich weiß ich kann. Ich kann in jeder Gesprächssituation die Rolle des Alphaleittiers mit dem silbergrauen Rückenfell übernehmen. Es ist wohl eine Gabe.
Nahezu jeder lässt dies auch mit sich machen. Wie schön ist es auch, Ton und Themen vorgesagt zu bekommen, und auch noch von jemanden, der dabei emphatisch ist und zuhören kann.
Aber wenn ich das mal nicht möchte? Wenn ich es gerade nicht drauf hab? Wenn ich mich verletzlich, schwach und wund fühle?
Reden wir mal von einer leichten, kurzen Krise.
Ich fühle mich von allen und jeden auf die Füße getreten. Ich weiß nicht warum, aber mir kommt es vor, als würde ich bedrängt und jeder, wirklich jeder, lässt es an gesunder Distanz fehlen.
Ich wünsche mich dann nicht in dieser Welt.
Ich möchte taub sein gegenüber den Geräuschen der Straße. Ich möchte kein anderes Licht sehen, als das, was ich in meiner Wohnung habe. Ich möchte kein fremdes Wort hören, nur das aus der Fernseherkonserve. Ab und zu. Ich möchte endlich Stille um mich. Und. In. Mir.
Einatmen. Ausatmen.
Manchmal habe ich mich verloren. Ich bin schneller gewesen, als Christoph mitkommen konnte. Ich sollte mich hinsetzen und Rast machen, damit mein bester Freund & Weggefährte wieder aufschließen kann.
Denn nur mit ihm, der eine gewisse Erfahrung und Reife hat und immerzu die Fähigkeit der Reflexion, fühle ich mich sicher. Und stark genug.

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Eingeordnet unter 2022

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