Archiv der Kategorie: 2018

Eisbrecher

Ich habe heute überlegt, wie es wäre, wenn ich bei der Entstehung meines neuen Buches Ideen zu Skizzen entwickle, die ich hier veröffentliche. Ob das funktioniert? K. A. Keine Ahnung!
Der Protagonist des Romans (wird es auch ein Roman?) muss nach England fliegen, um etwas sehr wichtiges zu erledigen. Das spielt somit in der heutigen Zeit.
Mir ist noch nicht klar, von wo aus er startet. Hier, aus Deutschland?
Wie auch immer. Am Flughafen, sagen wir Heathrow, London, angekommen, hat er sich den üblichen Zoll-, Sicherheits- und Kontrolluntersuchungen zu unterziehen. Das alles kennt man ja. Mir jedoch ist wichtig, seine Gedankengänge zu offenbaren – denn er hat ein unglaubliches Geheimnis …
Dazu fiel mir eine CD von Sting ein. 1995. „Ten Summoner’s Tales“. Wir haben sie geliebt! Favoriten waren: „Fields Of Gold“ und „Heavy Cloud No Rain“.
Ich lasse mich gerne von Musik inspirieren. Ich lese kaum noch was, außer meine Kontoauszüge, was jämmerlich genug ist …
***
London rief mich. Ich landete am späten Nachmittag. Nun ist bald Abend und ich bin immer noch nicht durch alle Kontrollen. Man lässt das Militär mit automatischen Waffen patrouillieren. So vermeide ich ruckartige und hektische Bewegungen.
Mein leichtes Gepäck war schnell durchleuchtet, geöffnet und durchsucht. Der Körperscanner hat längst seinen Schrecken verloren. Ein Fragebogen und dann zur Ausweiskontrolle. Eine lange, britisch geordnete Schlange.
Sie könnten meine Fingerabdrücke nehmen. Oder mit ihren Computern überprüfen, ob ich meine Steuern zahle. Sie könnten mir die Augäpfel nehmen, zurück kommen und meine Socken stehlen, und alles sezieren. Nichts wüssten sie über mich. Nur noch drei Personen vor mir.
Alle gesammelten Daten, meine biometrische Daten oder Personalien oder mein ausgespähtes Verhalten im Alltag können die Wahrheit nicht ans Licht bringen.
Wobei es so einfach ist. Die große Liebe zwischen einem Mann und einer Frau. Die das letzte Mal zusammen die Geschichte der Menschheit verlassen haben. 1943. Und da war ich der Engländer.
„The reason for your stay?“
Ich muss Deborah finden. Und ich weiß, wo ich beginnen muss.
Ich sage: „Business.“
Abschließend prüfende Blicke.
„Welcome to London, Mr. Freund.“
Ich steige draußen in ein Taxi und lasse mich zu John Lewis fahren. Ich brauche eine Schaufel.
***

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Sonntagsbild 435

Sonnenaufgang: 8:28 Uhr
Tageszeit: Morgen
Wetter: wolkenverhangen & 2 °C
Stimmung: verschieden
Was Chrizzy die Linien auf seiner Hand verraten? Wie schwer er gearbeitet hat und wie viel Zärtlichkeit er empfing und gegeben hat…

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You’re My Best Friend

Mein Herz möchte hüpfen, springen und jubilieren und der Geist gleich hinterher. Als meine Arbeit betrachte ich die an meinem Schreibtisch. Schöpferisch und Welten schaffend. Aber, es kommt immer ein aber, der Alltag lässt mich nicht los. Hängt an mir wie fest werdender grauer Beton. Da ein Schreiben von einem Amt, dort eins von einer Behörde und die Stadtwerke wollen auch etwas von mir. Und nun ist Wochenende, da habe ich doch Freizeit? Einkaufen, Haushalt, Kochen.
Oder kann ich nicht los lassen? All den gemeinen (sprich gewöhnlichen) Schrott vergessen, hinter mir lassen. Zu leben um zu schreiben.
Pah, dies wird keine Neuauflage des Themas Schreibblockade. Gähn! Viel zu gut kenne ich mich dafür. Da ist dieses Kribbeln in allen Nervenbahnen bis zu den kleinsten Verästelungen. Da ist Strom drauf! Überall strategisch platzierten Zettel mit Stiften. Für Ideen. Bewusst oder unbewusst das Einsaugen von Informationen. Da ist der Stolz über den Einfall eines außergewöhnlichen Themas, aus dem man unbedingt etwas machen kann, machen muss!
Ein Freund rief an. Er sagte, er fühle sich wieder einsam. Ich denke darüber nach. Nein, ihn beschäftigt bestimmt nicht, wann er mit einem neuen Buch beginnen kann. Er sagte es ohne Emotion, wie eine Feststellung eben. Doch ich weiß, was das bedeutet. Einsamkeit kann zu körperlich spürbaren Schmerzen führen. Das Selbstwertgefühl komplett untergraben. Wenn du dann in irgendeine Form von Alltag hinein kommst, ist es, als hättest du einen bunten LED-Schriftzug auf der Stirn: „Ich bin hier das Arschloch, bitte behandelt mich auch so!“
Wir telefonieren gleich noch. Das wird auf Augenhöhe sein. Egal, wie tief man den anderen abholen muss, ich bin sicher, wir arbeiten uns zu neuen Höhen hinauf. Hüpfend. Springend. Jubilierend.

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Ach, bitte …

Wen es interessiert, oder wer wissen will, worum es in meinem nächsten Buch gehen … könnte, der kann, darf, möchte diesen Link anklicken:

https://www.c-aschenbrenner.de

Ich bin selbst gespannt auf das Ergebnis. Und mit solchen Hinweisen und Ankündigungen auf Homepages mache ich mir selbst Mut, es durch zu ziehen.

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Sonntagsbild 434

Tageszeit: Morgen
Sonnenaufgang: 8:33 Uhr
Sonnenuntergang: 16:38 Uhr
Wetter: niederschlagsfrei & 2 °C
Stimmung: gefasst
Chrizzy, bei dem damals die Emanzipation vom elterlichen Musikgeschmack mit diesem Album begann… Und Eure???

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Kleines Autoren-bla-bla-blub

Jüngst traf ich mich nach langer Zeit mit einem alten Autorenkollegen und Freund. Wir aßen und tranken und hatten uns tüchtig etwas zu erzählen.
Ich kam darauf, dass es jetzt in meiner Autorengruppe so viele gibt, die veröffentlichen. Allein 2017 gab es mit mir fünf Bücher und E-Books. Ich sagte grinsend, ich hätte gar nicht die Zeit, die Werke der anderen zu lesen.
Als mein Kollege hörte, wie gründlich und fruchtbar meine Bücher lektoriert werden, hat ihn das begeistert.
Die Möglichkeit, Bücher herausbringen zu können, ist immer noch ein großes Geschenk. Gegenüber dem Selfpublishing und E-Books von einem Verlag betreut zu werden, ein Glücksfall.
Es gibt in allen Bereichen der Branche gute Autorinnen und Autoren. Wenn für Krimi / Thriller Serien mit einem markanten Ermittler geschrieben werden. Oder keine Fantasy ohne Trilogie. Gedichtbände über Seele und Natur oder deren Zerstörung. Und so weiter.
Bei mir ist es die Sprache selbst, die einen hohen Stellenwert hat. Im Prinzip könnte ich eine Anleitung zum Reis kochen für Dummies abschreiben. Oder den Fahrplan der Züge vom Bahnhof Bösensell. Es sollte erkennbar sein, dass es meine Handschrift trägt, dass ich es gemacht habe.
All die Jahre in der Autorengruppe haben mich gelehrt, sich an allen Themen zu versuchen, jeden Stil zu probieren, aber mein Ding zu machen!
Außerdem ist Schreiben ja noch Arbeit! Nicht jedes Buch entsteht in zwei Monaten wie im Rausch. So gewesen bei meinem letzten, „Urbanicity“. Es ist eine große Plackerei. Die sinnvollste, die ich kenne.

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„Am Abend der Abende“

„Der Abend der Abende“ ist ein feste Redewendung, die ein Freund eingeführt hat. Sie bezeichnet den Samstagabend. Früher haben wir uns auf den Weg gemacht, um etwas zu erleben. Als 20-jährige mit einem Testosteronüberschuss unterwegs, um sich grandios zu paaren.
Heute aber sind wir alt. An einem Samstag gehen wir nicht mehr raus. So erfährt der Spruch mit dem Abend der Abende eine eher nostalgische Note. Mit einem leicht wehmütigen Unterton. Gewissheit ist, dass statt wir nun die jüngeren am Samstagabend dem Ruf des Abenteuers folgen.
Sei es drum. Ein neues Buch ist zu schreiben! Da eignet sich der Abend der Abende vortrefflich. Als ich meiner Lektorin am Telefon meine neue Idee funkensprühend darbrachte, war sie nicht abgeneigt. Seitdem kommen manchmal versteckte Nachfragen. Oder direkte: „Ich hoffe, Sie schreiben auch!“
Jah, jah. Ich habe über die Festtage die Ruhe genossen. Keiner wollte etwas von mir. Ich meine, im neuen Jahr bekam ich direkt als erstes einen Anruf von der Bank. Für einen Termin zu einem „Jahresgespräch“. Ich: „Das habe ich noch nie gebraucht!“
Ich ließ mich dann doch erweichen. Auf der Homepage war dann ein Foto der Bankerin. Gut, wenn man ein fremdes Gesicht vorher gesehen hat.
Auch, wenn ich über keine Reichtümer verfüge, kam ich zu dem Termin frisch rasiert und in sauberen Klamotten an.
Die Frau von der Bank musste gerufen werden, und dann kam sie lächelnd auf mich zu und reichte mir die Hand. Mir fiel der Schirm aus derselbigen, (den sie reflexartig für mich aufhob). Sie hatte so gar keine Ähnlichkeit mehr mit ihrem Foto, was ich diplomatisch andeutete. Ja, die Haare wären anders. Die Haare? Die Arme ist mindestens doppelt so schwer geworden …
Natürlich war das Gespräch völlig umsonst. Wir haben uns vorgestellt und sollten sagen, was wir so machen. Als sie dann merkte, dass es bei mir keinerlei Einnahmen oder Vermögen gibt, die sich für die Bank lohnen würden, fuhr ihr Interesse herunter wie die Stahlrollladen im Kassenbereich zu Feierabend. Als ich hörte, dass das Kreditinstitut keine gebührenfreien Kontomodelle mehr anbietet, machte ich dicht ebenso. Es war ja nicht so, dass einander kein Interesse entgegengebracht wurde, doch wenn sie bei einem Jahresgespräch nichts verkaufen kann, ist ihre Zeit begrenzt.
Meine auch.
Ich muss ein Buch schreiben.

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Mensch-lich

Diesen Gruß erhielt ich heute Morgen. HERZ-lichen Dank!
Es hat und es wird immer geben, MIT-menschen, die am Kummer, am Leid und am Schicksal des anderen nicht vorbei schauen. Auch, wenn man die Sorgen des anderen nicht weg zaubern kann, man fühlt mit. Man erklärt sich solidarisch.
Und genau das ist menschlich. Und genau das ist die Botschaft dieser Tage. Und genau dafür schätze und achte ich die Absenderin der E-Postkarte!
Ebenso und allen, die es annehmen wollen, ein gesundes, ein glückliches und ein menschliches 2018!

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