Archiv der Kategorie: 2020

Écriture automatique 2.2

Fenster. Ungeputzt.
Winterkälte.
Straßenlicht.

Ohne Schlaf.
Fette Musik.
Aus jeder Ecke.

Erinnerungen.
Neu verzerrt.
Machen Angst.

Nie Soldat.
Nicht verteidigt.
Vater- und Mutterland.

Stabil.
Alle anderen:
Leckt mich!

Im Dunkel.
Musik in jeder Ecke.
Elektrobeats.

©hristoph Aschenbrenner

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Écriture automatique 2.1

Fenster. Ungeputzt.
Winterkälte.
Straßenlicht.

Ohne Schlaf.
Fette Musik.
Aus jeder Ecke.

Erinnerungen.
Neu verzerrt.
Machen Angst.

Stabil.
Alle anderen:
Leckt mich!

Im Dunkel.
Musik in jeder Ecke.
Elektrobeats.

©hristoph Aschenbrenner

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Gezeiten leben

Liege zerflossen dar

Mein Wille geschieht nicht immer

Nicht unendlich

Fröhlichkeit und Kraft

Das Wehe säubert

Stellt Uhren auf Anfang

©hristoph Aschenbrenner

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E-Mail an eine Freundin

Liebe B.!

Alles in Ordnung bei Dir? Der Schuldienst muss Dich ja jetzt vor großen Herausforderungen stellen.
Wenn ich pessimistisch denken würde, würde ich sagen – ein Impfstoff hin oder her – das Ende dieser Pandemie werde ich nicht mehr erleben …!
Zur Zeit plagt mich noch etwas anderes. Die missglückten Kommunikationsversuche bei meinem Geschlecht.
Frauen sind empathisch. Sie können sich in ihr Gegenüber hinein versetzen und verstehen. So wie Du wie automatisch in meiner letzten Mail Hilferufe gelesen hast und etliche Lösungen vorgeschlagen und angeboten hast.
Immer schon habe ich viel, schnell und laut geredet. Wenn ich in Stress bin, kann sich das noch exponentiell steigern.
Männern ist das suspekt. Vielleicht kennen sie Hysterie nur von ihren Frauen her. Sie haben keinen Rat für Probleme. Sie verstehen das Problem nicht mal! Ich habe das Gefühl, bei meinem Redeschwall sagen Männer lieber nichts als etwas Falsches.
Männer, die ich kenne, sind die Partner oder der gesetzlich angetraute Gatte meiner Freundinnen. Man bekommt sie zwar zum Reden, wenn man ihnen eine Bierflasche in die Hand drückt, doch teilt man ihr Interessengebiet nicht, möchte ich mich ganz fix besaufen …
Männer leben in Konkurrenz. Wichtig ist ihr Garten, ein Fußballverein oder die Werkstatt im Keller. Davon verstehen sie etwas. Und sie prahlen mit ihren Leistungen, um andere zu übertrumpfen. Schwänze messen.
Welche Eigenleistung allerdings in der Bundesliga zu finden ist, weiß ich nicht so genau.
„Ich habe aus einem großen Block Messing an meiner Drehbank zu Hause eine Blumenvase für die Frau gemacht!“
Welch eine Materialverschwendung. Aber immer mit einem Ausrufezeichen.
Ihr Frauen sucht Euch aber auch stets diese Kerle für eine Beziehung aus. Die Frauenversteher, im besten positiven Sinne gemeint, sind Euch so harmlos und ungefährlich wie Schwule. Nach einigen Jahren endet Euer Mr. Right im Hobbykeller beim Zusammenschweißen neuer Gartenmöbel aus rostfreiem Stahl.
Es ist ungewöhnlich, aber folgerichtig, dass alle tiefen, am längsten andauernden und hilfreichsten Freundschaften, die ich habe – die zu Frauen sind.
Gesprächigkeit, Redseligkeit, Beredsamkeit, Vielsagend, das Reden versuchen, dem normalerweise schneller denkenden Gehirn anzupassen – alles Attribute, die auf Frauen und auf mich zutreffen.
Dazu sinnige Pausen. Überflüssiges unausgesprochen. Wie ein gutes Gitarrensolo im Rock oder Blues. Oder die Trompete von Miles Davis.
Warum das gerade jetzt für mich ein Thema ist? Als Single spürte ich die Einsamkeit des Lockdowns nahezu als körperlicher Schmerz. Du und viele andere in Paarbeziehung oder Familie hattet einander. Ich hoffe, Ihr wusstest es zu schätzen!
Manchmal fühle ich mich zurück gelassen wie ein Kaffeesatz. Taugt nicht mal dazu, daraus zu lesen.

Wünsche Dir alles Gute und verbleibe mit vielen netten Grüßen
C.

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Bach, Mozart, Beethoven & Co.

Ich höre gerade gerne klassische Musik im Radio.
Warum?
Weil es sich gut anhört und – weil ich absolut keine Ahnung von Interpretationen schon hunderte Jahre verstorbenen Komponisten haben. Null. Zero! Und mir auf diesem Gebiet auch keine Kenntnisse aneignen möchte.
Dort, wo ich musikalisch zu Hause bin, bei der gottlosen Rockmusik, dem elektrisch verstärkten Gitarrensound, kenne ich mich bestens aus. Ich kann’s bewerten, weil ich weiß, wo vorne und hinten bei einer Gitarre ist.
Mein Fachwissen beeinflusst mein Urteil.
Bei der Klassik weiß ich z. B. nicht, wie man die Geige stimmt, sie hält oder ein Crescendo spielt. Oder wie der Dirigent all die Musiker mit ihren vielen unterschiedlichen Instrumenten zusammen auf den Punkt bringt.
Ich denke mir: „Wow!“
Als Autor verhält es sich beim Lesen von Büchern anderer anders : Aufgrund meiner in vielen Jahren erworbenen Kompetenz bin ich nicht mehr unschuldig, kann nicht in die Welten anderer Schreiber eintauchen, ohne kritische Fragen zu stellen.
Liegt hier ein vernünftiger Einstieg vor?
Warum sind mir Figuren furchtbar unsympathisch und lieblos gezeichnet?
Hätte ich das mit den Rückblenden und der Handlung auch so montiert?
Und … und … und …
Die meisten Bücher lege ich schnell ärgerlich wieder beiseite.
Als Schriftsteller erwarte ich von mir Höchstleistungen – von anderen auch!
Aber ein Klavierkonzert kann ich im Radio hören.
Wenn es ums fiedeln geht, ums Tuten und Blasen und in die Tasten hau’n, bin ich ein glücklicher Dummy.

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Écriture automatique

Komische Vögel
Schräge Typen
Bunte Hunde

Freaks
Helden
Einzelgänger

Workaholics
Penner
Todgeweihte

Männlich
Zart
Hart

Götter
Titanen
Giganten

Dichter
Gequält
Quäler

©hristoph Aschenbrenner

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Feuer mit Feuer

Weder ein Hier noch Dort

Inmitten des Taumelns und Strauchelns

Berührungsfrei und stumm

Stimme ich die sechs Saiten

Spiele in Moll

Aber mein bis Anschlag

Verzerrter Verstärker

Wie eine Kreissäge

Wird Ohren zerfetzen

Bis ich Leben finde

Außerhalb meiner selbst

©hristoph Aschenbrenner

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Signale

Sender funken
Mitten ins Leben
Digital

Signale in den Weltraum
Lichtgeschwindigkeit
Ohne Antwort

Empfange Störungen
Egoistische Verwöhnte
Überdrussgesellschaft

Abgeschaltet
Möchte die Wahl
Nicht sein wie sie

©hristoph Aschenbrenner

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