Archiv der Kategorie: 2021

Number # 1

Nebenwirkungen? Keine.

Ein Kommentar

Donnerstag 17. Juni 2021 · 06:47

Verloren gegangen

Ich hab mich heute vergessen. Wo ich mich abgelegt habe, habe ich mich nicht wiedergefunden. Gesucht. Nichts.
Nun bin ich weg. Wer weiß wo!
Mit mir und mir, das konnte ja auf Dauer nichts werden. Dennoch. Plötzlich. Und ohne jede Spur.
Überleg doch! Was würde ich tun?
Am besten nehm ich die Autoschlüssel, fahr los, klapper die Locations ab, wo ich gerne bin.
Shopping Mall. Naturkundemuseum. Strip Bar.
Find keine Schlüssel. Blick vor die Tür – ich Arsch hab meinen Wagen genommen …

©hristoph Aschenbrenner

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Botschaft vom alten Herrn

Musik aber gibt mir Flügel
Der Geist weit
Gleich wo und wie ich bin
In Lichtgeschwindigkeit
Raste ich einst
Jede Sekunde nun
dauert so lang ich mag
Lebensfeuer
Andrer Seelen
Stimmen froh
Und man fühlt nicht allein
Könnten sie alle
So sein

©hristoph Aschenbrenner

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Hyperactive

Ende des Tages
Ende der Kraft
So viel zu tun
So viele Ideen
Keine Helfer
Nur ich
Ende des Tages
Von Arbeit müd
Wirkt nicht mehr
Ablenkung
Rattert los
Gedankenkarussell

©hristoph Aschenbrenner

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Am Klienten vorbei geholfen

In den letzten Monaten hat es immer wieder Kontroversen gegeben. Zwischen der Hilfe, die zu mir nach Hause kam und mir.
Es passte einfach nicht in ihr Weltbild, dass ich nicht gerne draußen bin. Dass ich Sonnenstunden nicht draußen nutzte. So, als ob man etwas verpassen würde. Sogar eine Agoraphobie wollte sie mir andichten.
Gerade beginnt der Sommer. Meine Freunde, die Mauersegler sind wieder da. Und der Himmel zeigt sein schönstes Blau.
Sie wird sicher jede Minute draußen genießen. Ich funktioniere ab 22 Grad nicht mehr. Zunächst mal finde ich die Farbe des Himmels auch schön. Aber der zeigt sich wirklich noch öfter. Und dann finde ich es als Intellektueller nicht zweckmäßig, mir die Sonnenstrahlung auf den Scheitel prallen zu lassen und mutterseelenallein herum zu irren, wo ich hier jeden Stein und jeden Quadratzentimeter Asphalt schon kenne. Das sollte dann mein täglicher Spaziergang sein, war ihre Empfehlung.
Ich kann mehr tun. Zu Hause mehr bewirken. In Ruhe denken. In Ruhe ruhen.
Unsere Welten waren unvereinbar. Sie ist eben ein Sommertyp. Warm, wärmer, Spanien.
Pah! Mich überzeugt man nicht so leicht. Ich mache, was ich mache, bewusst und mit Vorsatz. Christoph findet es schöner, in der Stube zu hocken, Kontakte, mit denen er zusammen draußen Zeit verbringen könnte, hat er nicht.
Es verärgerte mich, dies zu rechtfertigen. Nicht einmal. Immer wieder. Entweder hatte diese Frau ein Gedächtnis wie ein Sieb, oder war so naiv, dass sie meinte, ich gäbe nach.
Was ich an Hilfe brauche, habe ich klar formuliert. Und ist nicht zu unterschätzen. Die stete gemeinsame Reflexion über Gedanken, Gefühle und tägliche Ereignisse. Nur so bleibt mein Oberstübchen sauber und ich handlungsfähig.
All das ist aber passé. Sie wurde von meinem Fall abgezogen.
Eine oder ein anderer kann übernehmen. Hoffentlich nicht wieder ein Sonnenanbeter … Wenn man jemanden helfen will, dann sollte man schauen, was der Hilfesuchende braucht. Nicht, das tun, was alle tun – nur an sich selbst denken.

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Planet der Schmerzen

Der Vater. Gestorben.
Das Finanzamt. Will die Mutter ausrauben.
Keine Hilfe. Allein gelassen.
Trauer und Wut.
Und überall Schlampigkeit. Massenamnäsie. Allem läuft man hinterher. Arbeitet 24 Stunden jeden Tag, weil man sich auf niemanden verlassen kann.
Wenn noch ein Funke Leben. Wehrst du dich.
Mir nützt kein Griff zur Flasche.
Kein Ritzen.
Alles zu viel. Es reicht!
Ich schreie Leute an!
Mein Blut hat den Siedepunkt erreicht, die Suppe wird ausgeteilt mit eherner Kelle. Ein vertrautes Spiel, kannte man schon im Paläolithikum. Wer hat angefangen, wer hört als Erster auf mit dem Gezänk?
Niemand da, wenn’s weh tut.
Immer zu trocken der Mund.
Und alle taub. Empfiehlt man ihnen:
„Verpisst euch!“

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Hören 2.0 – Regularien

Wenn ein Hörgerät einen Hörverlust korrigiert, dann erfüllt es doch seine Aufgabe, oder? Ich habe aber hier schon von dem Musikprogramm berichtet, welches mir in die Mini-Computer hinter die Ohren übertragen wurde, damit ich meine Musik unverzerrt hören kann. Die digitalen Hörgeräte von heute können also mehr, als nur den Schall verstärken.
Wenn auch digital geregelt, bleiben Grundfunktionen, mit denen man sich als Hörbehinderter auseinander setzen muss.
Optional hätte ich eine komplette Stummschaltung der Geräte haben können. Ich habe nur keinen Grund dafür gesehen und darauf verzichtet. Denn ich habe ja noch so viel Hörvermögen, dass ich mich orientieren kann. Da ist es besser, ich setze die Hörhilfen ab und schalte sie aus. Weil nämlich beim Stummschalten die Batterien weiter verbraucht würden. Mein „Jedi“-Meister war ganz auf meiner Linie.
Nützlicher sind da schon die Möglichkeiten des leiser und lauter Stellens der Verstärkerleistung. Noch habe ich für das leiser Stellen keine Anwendung gefunden. Dazu gleich etwas.
Wenn ich nachts noch Musik höre oder den Fernseher laufen habe, kann ich die Hörgeräte aufdrehen und somit die Musikanlage oder das TV deutlich leiser stellen. Das spart. Vor allem Stress mit den Nachbarn.
Das kann ein gesundes Gehör nicht! Dass eine Behinderung am Ende einen Vorteil bringt, hätte ich nicht gedacht.
Bei der Verminderung der Hörleistung durch die Technik könnte ich mir vorstellen irgendwo zu sein, wo es viele Nebengeräusche gibt, ein Bahnhof oder etwas in der Art, und man bräuchte sich nur auf die Anzeigetafel der Züge konzentrieren. Doch solche Situationen kamen noch nicht vor.
Mir ist aber etwas anderes aufgefallen.
Donnerstags. Bei uns fahren hier donnerstags die Kehrmaschinen hin und her. Also nicht nur eine sondern drei. Warum drei? K. A. Keine Ahnung. Die habe ich als extrem störend empfunden, als ich noch keine Hörgeräte hatte. Das war ein furchtbar brummend summendes Geräusch, welches dreifach im Schneckentempo an meinen Fenstern vorbei kroch. Kaum auszuhalten!
Nun? Nun blende ich sie aus. Das „Ausblenden“ ist eine Leistung des Gehirns. Es funktioniert unbewusst. Durch das Tragen von Hörgeräten, welches wieder das ganze Spektrum akustischer Sinneswahrnehmungen ans Gehirn weiter gibt, lernt es auch wieder, solche Leistungen zu erbringen. Ich brauche also nichts leiser stellen. Vielleicht kann man sagen, die Hörregion des Gehirns arbeitet jetzt normaler. Faszinierend!
Bitte, tragt Eure Hörgeräte! Ihr tut Euch etwas Gutes an!
Die ersten Schritte erfordern Mut. Dann ist Durchhaltevermögen gefragt bei der Gewöhnung. Und den „Jedi“-Meister seines Vertrauens muss man auch finden. (Ich könnte ihn notfalls mitten in der Nacht aus dem Bett klingeln, wenn ein Mikroschlauch angerissen wäre …)
Niemand ist dumm, weil er eine Hörbehinderung hat! Aber es wäre unklug, es nicht mit der heutigen digitalen, fortgeschrittenen Technik zu verbessern zu versuchen.

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Ob ich nochmal aufstehe

Allein. Mit mir
Schmerz
Brauch keine Fragen
Keine Antworten
Niemandes Gesicht
Nicht tausend Kompromisse
Räume. Abgedunkelt
Mir Negation genug
Kreischende Leere
Vergessen ist Verbrechen

©hristoph Aschenbrenner

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