Archiv der Kategorie: 2021

Der Gorilla

Heute flatterten eine Einladung und ein Pflichttermin ins Haus! Bei dem Termin handelt es sich um Handwerker, die mir die Heizung raus rupfen und eine neue installieren. Darauf habe ich keinen Einfluss. Das ist Sache des Vermieters. Mir passt es halt nicht in den Kram … Außerdem war ich gut zufrieden mit der alten. Es ist nur wegen der Buchhaltung. Nach 30 Jahren ist sie wohl abgeschrieben oder so etwas in der Art, und es ist finanziell angebracht, neu zu investieren. Pah!

Die Einladung war schon viel erfreulicher!

Ich hatte von einem Workshop via Videokonferenz zum Thema digitales Musik machen berichtet. Das „digi MusicLab“ bietet nun zwei Termine mit Grundlagen der Kernsoftware an. Also der „Digitalen Audio Workstation“, die man dafür braucht. Genau meine Kragenweite! Expertin diesmal ist eine Frau DJ … also ein weiblicher DJ.

Im Moment ist bei mir auf diesem Gebiet Aufbruchsstimmung!

Daher hier wieder ein kurzes Audiostück von mir – „Gorilla“:

© by Christoph Aschenbrenner ℗ 2021
Die Urheberrechte liegen bei mir, auch wenn ich keine kommerziellen Interessen verfolge.

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Das digi MusicLab

Am Wochenende war ich bei einem virtuellen Workshop. Zwei Experten der digitalen Musikszene konnten in einer offenen Sprechstunde zu allen Themen befragt werden. Ermöglicht wurde dies durch ein gefördertes Projekt der Stadtbibliothek, dem „digi MusicLab“.
In dieser Online-Konferenz waren wir insgesamt zu sieben und es herrschte eine freundliche und lockere Atmosphäre. Die Altersunterschiede waren bedeutungslos. Es war wie ein Treffen mit der Autorengruppe. Nur ohne Literatur.
Interessant für mich war, dass die Experten wie gegensätzliche Pole waren. Der eine als hektischer Kontrollfreak, der jeden seiner Songs wie am Reißbrett plant und ausführt, und der andere, absolut gechillt, dem es eher egal war, ob all die Ideen, die er je hatte, zu einem verwertbaren Produkt gelangten. Letzter war auch der Einzige, der über meine Witze schmunzeln konnte …

Ich habe eine neue Hörprobe für Euch! Ich denke mal, in einem Jahr oder so werde ich darüber lachen oder weinen, mich jedenfalls furchtbar schämen, dass es so stümperhaft klingt – aber Spaß hat’s mir gemacht! Ich nenne es „Rubber Dub“:

Meine Ambitionen sind künstlerischer, nicht kommerzieller Natur.

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Digital Audio Workstation

In meinem Musikhaus habe ich mir lizensierte Software gekauft. Es handelt sich im Prinzip um ein Audio-Aufnahmestudio auf dem Computer.
Es ist eine Einarbeitungs- und Lernzeit erforderlich. Dann wäre ich in der Lage, Musik zu produzieren, die keine Urheberrechte anderer verletzt.

Hier ein erstes eigenes Beispiel als Gag:

Ich verfolge ausschließlich künstlerische Interessen, keine kommerzielle Zwecke.

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Abgedriftet

Wieviel Gewalt hält man als Kind aus?
Wie viele Schläge und Tritte?
Bosheit. Unrecht. Angst?
Die Antwort ist: gar nicht!
Es wird einen prägen.

Traurig.
Es ist traurig, allein zu sein.
Von allen Menschen, dir mir begegnet sind,
würde mir nur meine Familie fehlen.

Die anderen waren nicht echt,
bloß Schablonen.

Schlammschlachtkämpfer
im flüssigen Teer.

Leere Planspiele.
Einstürzende Enttäuschungen.

Und brennende Zündschnur,
bevor man wusste,
da gab es Dynamit.

Ich muss mich entscheiden.

Löse ich mich von unverschuldeter
Vergangenheit.
Oder bleibe ich Opfer für alle Zeit.

©hristoph Aschenbrenner

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1932 – 2021

In jeder Fuge der Steinplatten.
In allen Mauerritzen bist du.

Die Vögel singen dein Lied.
Einziger Heilige der Arbeiterklasse.

Bis zur Rente unser aller Leben in einer schovel Balance.
Bei jeder Wirtschaftskrise mit um deinen Job gebangt.

Wie viele Wünsche zerschellten an deiner Lohngruppe.
Immer sonntags der Tag des Herrn.

Nach Monaten daheim.
Geruch von alten Leuten und Essen.
Alte Leute Essen.
Rieche es nicht mehr.

Esse mit.
Dein Rasierzeug im Bad.
Im Schuppen das Rad.
Dein Werkzeug.

Trage deine Uhr.
Geht höllisch genau.

Wenn ich mich von Mutter verabschiede,
um den fünfzehn zweiundvierzig Zug zu kriegen,
ist sie allein.
Witwe.

©hristoph Aschenbrenner

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Ade

Als Schriftsteller habe ich alles erreicht, was man sich nur wünschen kann. Buchveröffentlichungen. Rauschende Lesungen. Den eigenen, unverwechselbaren Schreibstil entwickelt. Einige Auszeichnungen und Preise. Presse. Radio. TV. Und über fast 30 Jahre Top-Mitglied einer Autorengruppe. Nur den Roman habe ich nicht geschrieben.
Aber.
All das bin ich leid. Es bedeutet mir nichts mehr. Ich leide sogar an der Berufskrankheit, dass ich kein Buch eines Anderen mehr lesen kann, ohne den wachsamen Literaturkritiker in mir.
Ich habe einen Freund, der festgestellt hat, dass sich sein Leben alle zehn Jahre ändert. Es fing an mit 10 Jahren Sport. Laufen und Leichtathletik. Dann kam eine Dekade Studium und Promotion. Danach Autor. Jetzt ist er verheiratet …
Ändert sich mein Leben auch in zeitlichen Zyklen? Ich weiß nur eins. Meine kreativen Ideen gehen mir nie aus. Schreibe ich nicht, setze ich meine Energie in Musik um. Alles, was ich dazu brauche, ist mein Laptop.
Seit langer Zeit, und dieses Jahr äußerst intensiv, komponiere ich meine KlangCollagen. So nenne ich meine KlangKunst. Äußerst verrücktes Zeug.
In der hiesigen Zeitung stand dazu mal ein langer Artikel. Unter dem Titel „Christoph Aschenbrenner und die Malerei mit Tönen“ las man:

rockWas täten die Leute ohne Aufnahmen, ohne Mitschnitte, Tonträger? wurde John Cage gefragt. „Dann hätten sie Musik. Jetzt haben sie Aufnahmen und glauben dann, Musik, sei etwas wie Aufnahmen …“ Der erste klassische Pianist, der diesen Unterschied erkannte und dies konsequent in seiner Arbeit umsetzte, war Glenn Gould. Im von etlichen Kulturkritikern als „U-Musik“ diffamiertem Bereich sind die Grenzen fließender. Und die Avantgarde kennt sie nicht? Christoph Aschenbrenner, Student der Publizistik, kümmert die Diskussion um Theorien wenig: Er nimmt Klänge, Musik, Geräusch und fügt sie neu. Die von ihm auf Kassetten gezogenen Klangcollagen nennt er „Malerei mit Tönen“.

(aus Westfälische Nachrichten, 11.04.1992, von Nils Plath)

Ja, lange her! Inzwischen wurde aus dem analogem das digitale Zeitalter. Und meine KlangKunst blieb aus urheberrechtlichen Gründen im Underground. Ich arbeite daran, dies zu ändern.
Ich knüpfe nun die ersten zarten Kontakte zur elektronischen Musikszene vor Ort. Ideal wäre für mich eine Gruppe von Soundtüftlern, die sich ihre Werke vorstellen, Lob, Kritik und Verbesserungsvorschläge anbringen. Das wäre wie bei der Autorengruppe Semikolon – nur ohne Literatur.

Hier ein Beispiel:
KlangCollage mit dem Titel „Mini“ (0:38 min)

Die E-Gitarre spiele ich selbst. Ich betone ausdrücklich, dass ich als Künstler diese KlangCollage produziert habe und keine kommerziellen Interessen verfolge.

Hört Euch das wilde Ding bitte an. Schreibt dazu Kommentare. Und dem Schreiben an sich werde ich auch weiter treu sein!

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Von C. A. zur KC

AugustLook

Mein August Style!

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Dann waren noch

Weiße Segel
Regenwolken türmten
Nahmen Farben
Hinter Sonnenbrille
Jemand fragte nach Feuer
Klavier klagend Gitarre
Elektrisch verstärkt
Es ist Zeit für Neues

©hristoph Aschenbrenner | revidierte Fassung

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