Archiv der Kategorie: Lesung

Jubiläumslesung

Wir. Wir Autorinnen und Autoren der Autorengruppe Sem;kolon. Wir feierten das 25-jährige Bestehen einer freien Gruppe, die noch nie von öffentlichen Geldern abhängig war, die nie einen Leiter brauchte, die sich trifft, um sich gegenseitig zu helfen bei ausschließlich selbstgeschriebener Literatur. Ich habe den Abend als sehr harmonisch innerhalb der Gruppe erlebt. Das Publikum war sehr aufmerksam, ich konnte es in meinen Parts nicht sehen wegen der Scheinwerfer. Doch wenn man auf der Bühne nichts hört, als nur den Applaus am Ende, dann glaube ich,  es hat gefallen.

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Sonntagsbild 377

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Sonnenaufgang: 7:45 Uhr
Tageszeit: Morgen
Wetter: bewölkt mit freundlichen Abschnitten & 1 °C
Stimmung: stolz
Chrizzy, der sich auf die Sem;kolon-Lesung nächsten Freitag vorbereitet…

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Sonntagsbild 373

sonntagsbild-373

Sonnenaufgang: 7:55 Uhr
Tageszeit: Morgen
Wetter: klar & 5 °C
Stimmung: zwischen Lethargie und Aufbruch
Chrizzy, der auf der Jubiläumslesung zum 25-jährigen Bestehen der Autorengruppe Sem;kolon am 18.11.2016 wieder Begrüßungsworte ans Publikum richten wird…

Foto: H. Angenent

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Ruhelos

Einer meiner Freunde prägte mal den Spruch: „Melancholie ist die einzige Art zu sein.“
Ein ziemlich poetisch formuliertes Statement für einen meist prosaischen Autor und Physiker. Aber was heißt das?
Ist es ein Gefühl, das dich befällt, wenn du alles gemacht hast, was du tun konntest, aber es ist doch nicht genug?
Wenn du alles erreicht hast, was du erreichen konntest, dich aber leer fühlst?
Dein ganzer enormer Zorn nicht reicht, um es auch wirklich allen zu zeigen, zu beweisen, vom Gegenteil zu überzeugen, was immer es auch sei?
Unfähig, so tief zu stapeln, um eine Sendung bei RTL II auch nur bis zur nächsten Werbeunterbrechung zu verfolgen.
Und Schokolade mit Verachtung auf sich selbst verdrücken, den Aschenbecher absichtlich nicht leeren, zufällig vergessen, sich zu rasieren.
Ist Melancholie denen vorbehalten, die als die Macher gelten? Die plötzlich starr werden und die Sinnfragen stellen: Warum? Wofür? Und vor allem für wen?
Abends nach einer Lesung. Ich kann nicht schlafen. Adrenalin peitscht in den Venen. Eben noch im Licht der Scheinwerfer. Dem Publikum etwas für sein Eintrittsgeld, für seine Aufmerksamkeit geboten. Applaus, Trubel, Bücher signieren. Ich war Zentrum für zwei Stunden. Doch war ich bei mir?
Und nun Dunkelheit. Niemand bei mir, um es zu feiern. Oder aufzuarbeiten, wie es heißt. Schon an den nächsten Termin denkend, bevor dieser schon verdaut. Die Verzweiflung nach dem Hochgefühl. Eigentlich bin ich mir bloß peinlich. Was treibt mich an, dort oben zu stehen und mein Zeug vorzutragen?
Und so horche ich in mich, denn rufen kann ich nicht mehr. Gnädig ist, wenn die Müdigkeit siegt. Sich der Schlaf ausbreitet bis ins äußerste Glied. Sonst muss ich dem bis 24 Uhr geöffneten Supermarkt gegenüber danken für seine sortierte Schokoladenabteilung …

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Kleine „Karriere“ bei Sem;kolon

Ich habe dies nun schon oft beobachtet, doch auch nach zwei  Jahrzehnten ist es immer noch einfach nur schön!

Jemand sucht Anschluss an eine Autorengruppe. Findet unsere Website. Traut sich zu einem Treffen.

Wenn es gefällt, kommt man wieder. Man macht mit.

Und dann flattert ein Termin für eine Lesung ins Haus. Die oder der Neue hat so etwas noch nie gemacht.

Ich? Mein Geschreibsel? Vor fremden Leuten? Oben auf der Bühne? Niemals! Aber reizen würde es mich schon. Nur, um es auszuprobieren. Aber nur dieses eine Mal!

Der Auftritt kommt. Und an dem Abend hat das Sem;kolon-Mitglied mit dem Lese-Debüt die klarste Stimme, die beste Ausstrahlung und gleich Fans gewonnen.

Darauf erhält Sem;kolon eine Einladung zum Mitmachen in einer Anthologie. Natürlich mit einem Abgabetermin. Wen muss man mit Engelszungen darauf hinweisen, dass auch sein Beitrag eine gute Chance hat? Richtig, das jüngste Mitglied der Autorengruppe.

Text erscheint dann auch in einem gedruckten Buch mit ISBN und allem, was dazu gehört.

Und heute? Stellt man die Frage „Würdest du wieder bei einer Lesung mitmachen?“, ist die Antwort: „Ja, klar!“

So sieht es bei uns aus. Aus Neulingen werden nette kleine „Rampensäue“! :-)

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Nachlese

Die Lesung BOOKJOCKEY PARTY war auf ganzer Linie ein Erfolg. Nicht nur das Publikum hatte seinen Spaß, Autor und DJ hatten auch großes Vergnügen an dieser Veranstaltung.

Wir beide haben eine große Publikumserfahrung, doch dass auf der Bühne die Chemie so gut stimmte, hatten wir uns nicht ausgemalt. Und ob das Konzept der Lesung aufgeht, wussten wir auch nicht.

Jedes persönlich abgegebene positive Feedback des Publikums endete mit dem Satz: „Das müsst ihr noch mal machen!“ Die Planungen dafür laufen schon an …

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BOOKJOCKEY PARTY in Münster

Lesungen gehören zum Literaturbetrieb wie Räder an ein Auto.
Folgende Veranstaltung verdient die Ankündigung.

BOOKJOCKEY PARTY
Lesung mit Musik + Party

Wo: Alexianer „Waschküche“ (Bistro & Event), Bahnhofstraße 6, Münster / Westf.
Wann: 20. März 2015
Beginn: 19 Uhr
Eintritt: frei!

An diesem Abend lese ich aus meinen Büchern „Ultraviolett“ und „Live! Poet auf der Bühne“ kurze Geschichten, während DJ Mr. Fantasy den Soundtrack dazwischen von Pop bis Rock liefert. Wir generieren eine Wechselwirkung zwischen zeitgenössischer Literatur und populärer Musik.
Anschließend Party mit Musik querbeet.

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Weihnachtsfeiern und Vorträge – oder: Alle Jahre wieder

Es ist eine schöne Sitte, wenn die Kapitalisten wenigstens ein einziges Mal im Jahr dem Produktionsfaktor Arbeit, sprich uns, so etwas wie eine Anerkennung geben. Doch meist geht auch das nach hinten los.
In Zeiten gestrichenen 13. Monatsgehalts, Weihnachtsgeld etc. kann man froh sein, wenn die alljährliche Weihnachtsfeier noch während der Arbeitszeit stattfindet. Ich denke, vielen geht es so, dass dieser Akt von german gemuetlichkeit eine Farce ist, die nur mit hohem Konsum der Bowle und anderer Alkoholika zu bewältigen ist. Was das Ganze nun mit dem Christenfest an sich zu tun hat, ist eine Frage, die man besser gar nicht stellt.
Aber jetzt mal vom Allgemeinem zu mir. Ich bekam unverhofft eine freundliche Einladung eines ehemaligen Arbeitgebers dieses Jahr doch wieder an der betrieblichen Weihnachtsfeier teil zu nehmen. Und das war nicht irgendeine Wald- und Wiesenstelle, es handelte sich um das Institut für Internet-, Telekommunikation- und Medienrecht an der Universität hier. Fünf Jahre habe ich ihnen zuerst die Bibliothek aufgebaut und dann verwaltet. Auf solchen Feiern habe ich immer etwas Selbstverfasstes vorgetragen. Wir schieden dann als Freunde. Ich denke mal, der Professor dort ist mein Fan geblieben. In der Einladung hieß es, ob ich denn nicht etwas aus meinen Veröffentlichungen vortragen möchte? Ja, möchte ich! Und für einen Abend wieder etwas eintauchen in eine etwas exklusive Welt von Juristen, die selbst die besten Anwaltswitze kennen.
Der zweite Vortrag ist zugleich ein coming out. Bei meiner jetzigen Arbeitsstelle trage ich zur Weihnachtsfeier ebenfalls etwas annähernd Weihnachtliches und Selbstverfasstes vor. Zum ersten Mal. Und so bekommen die Kollegen mit, dass ich Autor bin. Praktischerweise steht der Text im Buch „Live! Poet auf der Bühne“, so dass es dann an meiner Professionalität keinen Zweifel geben wird.
Warum all das? Weil ich überzeugt davon bin, dass meine Geschichten in einen solchen Rahmen passen. Und weil ich kapitalistisch denke. Vielleicht werden meine Bücher dadurch gekauft.

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