Archiv der Kategorie: Liebster Award

Ein Drabble

100 Wörter exakt und folgende Wörter müssen vorkommen: Zwetschgenkern, Messingsägespäne und Hostie. So wurde es mir von simonsegur aufgetragen. Hier ist das Ergebnis.
Man kann auch ein Event daraus machen! Indem ich das Konzept meiner real existierenden Autorengruppe Sem;kolon vorstellte und wir es alle nun bis zum nächsten Mal als Hausaufgabe zu lösen haben. ;-)
Vielleicht meine heimliche Rache dafür, dass sie mir verboten haben, einen meiner Texte auf Lesungen zu verwenden. Der, indem ein Autor sein Publikum arg verachtet … :-)

Im Oberland ist heuer der Herbst mild. Der Bub pflückt heimlich im Garten. In der Werkstatt noch Licht. Da kommt der Onkel hinaus und ruft ihn. Sein Onkel ist Metallbauer. „Hier, halt das!“ Der Alte hat ein großes Rohr in den Schraubstock gespannt und fängt an zu sägen. Der Junge hält eine Dose darunter, um die Messingsägespäne aufzufangen. Zwar kein Gold, aber man kann es einschmelzen und wieder verwenden. Vielleicht macht der Onkel aus dem Rohrstück einen Kelch oder eine Schale für die Hostie in der Kirche. „Geh! Gute Nacht!“ Der Junge antwortet nicht. Draußen spuckt er den Zwetschgenkern aus.

Foto: R. Plöger

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Eingeordnet unter 2017, Bei Sem;kolon zu Hause, Liebster Award

Versatile: Der 7-Fakten-Award

versatile-blogger-award

Ich bedanke mich bei simonsegur für diesen Award. Er schreibt, dass in unserer „postfaktischen Zeit“ nach Fakten zu fragen mutig sei …!

Neue 7 Kandidaten sollen nominiert werden. Ich füge sie am Ende ein.

7 Fakten über mich, die ich mir selbst ausgesucht habe:

1.) Mein Geschlecht ist männlich, und meine sexuelle Orientierung? Ich mag Frauen.

2.) Ich habe keine Familie gegründet und keine Kinder, weil mich schon früh dagegen entschieden habe.

3.) Das wichtigste, das ich gelernt habe, war Lesen und Schreiben. Meine Großeltern konnten es nicht.

4.) Ich bin immer ein riesengroßer Fan der Beatles gewesen. Doch sie haben sich 1970 getrennt und 1980 wurde John Lennon ermordet, es werden immer nur die alten Lieder bleiben.

5.) Die Tätigkeit, die mich ausfüllt, ist Autor, Schriftsteller, zu sein. Mein neues Buch „Urbanicity“ erscheint bald. Die nächste Lesung ist am 17. März 2017. Zum Austausch über selbstgeschriebene Texte treffe ich mich monatlich mit einer Autorengruppe. Im Dezember 2016 las ich im Radio eins meiner Stücke vor.

6.) Ich habe keine politische Gesinnung. Wenn ich auch an Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden glaube, weiß ich, dass sich Menschen wieder und wieder verführen lassen.

7.) Das liebste, womit ich Butterbrote belege, ist Rauchfleisch. Das ist feinstes, makelloses Rindfleisch. (Ich kann es mir nicht oft leisten.) Und somit ist klar, dass ich kein Vegetarier oder Veganer bin.

Ich nominiere:

andreamaluga

Monika-Maria Gedanken-Reich

Karo-Tina Aldente

Arne

ichbinsg

Madame Hava

lesend

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Eingeordnet unter Buch 4, Liebster Award

Liebster Award

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Mit Begeisterung nehme ich die Nominierung zum Liebster-Award von orangeblau entgegen, bedanke mich herzlich und starte mit seinen elf Fragen durch:

1) War das Leben ohne Blog schöner?
Gute Frage. Aber zunächst, wie kann das Leben schöner oder schlechter gewesen sein, als man das Bloggen noch nicht kannte? Das kann man ja nur in der Rückschau bewerten. Ich befinde mich im dritten oder vierten Blog. Alle die anderen wurden von den Anbietern geschlossen. Bei WordPress ist die Zahl der Interaktionen übersichtlich. Meinen Drang zur Selbstdarstellung kann ich ausleben. Im normalen Alltag wäre es schwieriger, für meine Themen, meine Neigungen und meinem künstlerischen Ausdruck Feedback zu bekommen. Daher wäre ein Leben ohne Blog nicht schöner.

2) Wie reagierst du auf unangenehme Kritik?
Solche Kritik ist kleinkariert und dumm. Da werde ich unangenehm und unfair. Begründete negative Kritik kann ich annehmen. Kritik heißt für mich übrigens auch Lob. Das ist positive Kritik. Damit kann ich auch umgehen.

3) Hast du hier ein bestimmtes Ziel?
Mein viertes Buch zu promoten.

4) Hast du von dir hier einen Lieblingseintrag?
Zurzeit: Kassandra

5) Wo schreibst du deine Einträge?
Immer zu Hause an meinem wunderbar großen Schreibtisch ins Netbook. Meist mit einer Tasse Tee dabei.

6) Wo würdest du am liebsten leben?
Ich lebe schon dort, wo ich es mir ausgesucht habe. Münster. Der beste Beweis dafür, dass es mir hier gefällt ist, dass ich hier nicht wegziehe.

7) Liebst du oder hasst du die Fußball-EM?
Weder noch. Es lässt mich kalt. Nachvollziehen kann ich jedoch die Begeisterung von Millionen Menschen, die im günstigen Fall im Freudentaumel beim Sieg ihrer Mannschaft zu Brüdern und Schwestern werden.

8) Mit welchem Politiker würdest du gerne einmal essen gehen und warum?
Mit Frau Malu Dreyer, neue und alte Ministerpräsidentin von Rheinland Pfalz. Ich habe sie nicht ein einziges Mal sprechen gehört. Ich weiß aus dem Internet, dass sie zur SPD gehört. Ich finde ihre Frisur pfiffig, ihr Lächeln haut mich aus den Schuhen und ich hoffe sehr, dass sie zum Essen auch in diesem leuchtend roten Oberteil kommt … Vielleicht erfahre ich dann, was der Vorname bedeutet?

9) Könntest du gut ohne Fernseher leben?
Ja. Das Fernsehprogramm schaue ich so gut wie nie. Ich brauche aber den Bildschirm für meine DVDs …

10) Welches Buch hast du nicht zu Ende gelesen ohne es zu bereuen?
Das war „Schlafes Bruder“ von Robert Schneider. Ekelhaft! Das Buch war ein Geschenk, weil man meinte, ein Autor lese doch Bücher. Und weil es damals in den Bestseller-Listen stand, bekam ich es. Schwerer Fehler!

11) Wer ist für dich ein Vorbild?
Mein Vater und meine Mutter.

Es sind nun weitere Blogger zu nominieren, dazu habe ich ausgewählt:

Monika-Maria Ehliah (ja, noch einmal ;-) )
ohneeinander
luiseshorty
theresalink
Madame Filigran
andreamaluga

(Sie werden noch von mir einzeln benachrichtigt.)

Sie sollten dann diese Fragen beantworten:

1. Stell Dir vor, Du lebtest in den 60er Jahren, wärest Du Fan der Beatles oder Fan der Rolling Stones?

2. Bist Du ein Frühaufsteher oder Langschläfer?

3. War Mathematik in der Schule ein leichtes Fach für Dich?

4. Bist Du eher der Typ, der gut mit sich allein zurechtkommt oder eher der, der immer jemanden um sich braucht?

5. Warst Du einmal unglücklich verliebt?

6. Oft heißt es, das Buch sei besser als der Film. Erinnerst Du Dich an einen Film, der besser als die Buchvorlage war?

7. Wie viele verschiedene Länder hast Du bisher bereist?

8. Wenn Du ein Buch veröffentlicht hättest, würdest Du viele Exemplare davon verschenken, damit es unter die Leute kommt, oder im Gegenteil darauf beharren, dass möglichst viele davon gekauft werden?

9. Glaubst Du, Blogs werden überbewertet, oder sind sie eher wichtiger Bestandteil moderner Kommunikation? Oder noch etwas ganz anderes?

10. Auch von mir die Frage zur Fußball EM zurzeit: toll oder gar nicht toll?

11. Kannst Du noch Freude und Begeisterung für den „Liebster Award“ aufbringen oder ist er Dir schon lästig geworden?

Viel Spaß wünscht

autorchristoph

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Eingeordnet unter Liebster Award

Liebster-Award

Liebster_Award_Logo

Von der fabelhaften ohneeinander bzw. Fabulierlust wurde ich zum LIEBSTER-AWARD nominiert. Herzlichen Dank!

Ihre Fragen:

1. Wem wärst du lieber nie begegnet?

Meiner ersten großen Liebe. Das war nix. Auch bei der zweiten tat’s ganz schön weh. (Während ich parallel dazu Mädchen No 3 nicht von der Bettkannte gestoßen habe.) Ab da ging’s.

2. Hättest du lieber einer anderen Nation angehört und welcher?

Nö! Ein Amerikaner ist stolz auf sein Land. Ein Brite und Franzose auch. Als Deutscher ist man im Zwiespalt. Auf der einen Seite plagt das schlechte Gewissen wegen der braunen Vergangenheit und auf der anderen Seite hat unser Land Goethe, Schiller und Heine hervorgebracht – ich liebe Schizophrenie!

3. Überzeugt dich deine Selbstkritik?

Selbstkritik heißt doch Kritik an mir von mir selbst? Klar, das überzeugt mich am meisten, das Geschwätz der anderen interessiert mich sowieso nicht.

4. Was fehlt dir zum Glück?

Das ist eine ungeheure Fangfrage, finde ich! Es setzt voraus, dass man mit dem hier und jetzt unzufrieden ist – uns zwar permanent. Materiell gesehen mag es an diesem und jenem vielleicht noch fehlen, aber das ist bestimmt nicht gemeint. Wenn man eine innere Ruhe erreicht hat, nach Jahren der Suche und des Sehnens, kann einem zum Glück nichts fehlen. Es lässt sich vielleicht durch das Bestehen zwischenmenschlicher Beziehungen steigern, ich wage aber zu behaupten, mir fehlt nichts.

5. Welcher Beitrag von dir gefällt dir am besten? Bitte verlinken!

Ich muss auf zwei hinweisen. Einer allein funktioniert nicht. Denn der eine zeigt meine sarkastische Seite, der andere meine zarte. „Laubpuster!“ und „Simply Red, selbst gebrannt“ .

6. Was wünschst du dir?

Eine CD mit dem Titel „Carnival of Light” – dem letzten unveröffentlichten Song der Beatles, der tief in den Tresoren der Plattenfirma versteckt wird. Er soll schrecklich sein. Aber egal! ;-)

7. Wofür lohnt es sich zu leben?

Komisch, in Gedanken habe ich die Frage umformuliert: „Wofür lohnt es sich zu sterben?“ Klingt das nicht viel dramatischer? Nach vergangenen Zeiten, wo es noch Helden gab? Nach Freiheit, Abenteuer, Gefahr und Karl May! Hier bei uns scheint es nichts mehr zu geben, womit man jemanden mit seinem Sterben beeindrucken könnte. Also leben. Bestimmt nicht, um hart in einem Abhängigkeitsverhältnis zu arbeiten, damit bei mir zu Hause eine Senseo-Kaffeemaschine, ein Hometrainer und ein 55 Zoll Fernseher rumsteht. Es sind die Augenblicke, die kommen und gehen, unerwartet und ungeplant. Also nicht beim Pizza-Lieferservice bestellt. Und absolut unbezahlbar. Der Blick auf Stühle und Tische eines Biergartens bevor sie für den Winter eingelagert werden, wenn das Laub der Bäume darüber trotz Herbstgrau sonnengelb leuchtet. Das Winken der Mutter, die am Haus steht, während du die Straße Richtung Haltestelle gehst und zurück winkst. Im Sommer bei einem Spaziergang vorbei an einem Kornfeld das Reifen des Weizens als Knistern und Knacken zu hören. Jeden Sonnenaufgang und jeden Sonnenuntergang, weil sie jeden Tag anders sind. Dafür lohnt es sich zu leben.

8. Warum liest du Weblogs?

Weblogs sind viel interessanter als Zeitungen, Radio und Fernsehen zusammen. Sie zeigen die Meinung von unten. Sie zeigen die Themen von dir und dir und dem. Vielleicht folge ich auch nur den richtigen Leuten? In die Blogs kann man alles schreiben. Wenn man will. Natürlich verfolgt man die Beiträge des einen intensiver und vernachlässigt mit der Zeit vielleicht andere. Das ist eben Leben. Und weil das Internet m. E. zum Leben gehört, sind private Blogs unverzichtbar.

9. Spielst du ein Musikinstrument, welches?

Gitarre. Konzert-, Western-, 12-saitige-, Semiakustische-E- und Solidbody-E-Gitarren. Wirklich virtuos bin ich aber in der Rolle des Losers. Da beherrsche ich alle Register.

Ich nominiere zum LIEBSTER-AWARD:

Monika-Maria Ehliah .
Das Smamap , der ist schon lange dran! ;-).
arnedehn , dem so vieles bei mir gefällt, und ich ihn auf dieses Weise vielleicht besser kennenlerne.
Autorin Bettina Schott , die vielleicht Starthilfe gebrauchen kann.
bellarc1 , damit sie hier mal in die Gänge kommt ;-).

Bitte beantwortet folgende Fragen, nominiert fünf bis sieben neue Blogger für den LIEBSTER-AWARD, benachrichtigt sie und denkt Euch elf neue Fragen aus.

1.: Es ist 20 Uhr. Schaust Du die Tagesschau und gehst Du auch in der Zeit nicht ans Telefon?

2.: Du wohnst in einem Haus mit vielen Mietparteien. Nicht alle Nachbarn kennst du. Du wartest auf ein Paket. Der Paketbote klingelt bei Dir. Er hat aber nur ein Paket für einen Nachbarn, den Du nicht kennst. Nimmst Du es stellvertretend an?

3.: Gibt es ein Kindheitserlebnis, das Dich geprägt hat?

4.: Gibt es Geräusche, die Du absolut nicht leiden magst?

5.: Deine Lieblingsmusik, Lieblingsfarbe und Lieblingstier?

6.: Egal, ob Du Lotto spielst oder nicht, was würdest Du mit einem Lottogewinn von mehreren Millionen Euro machen?

7.: Was ist für Dich schlimmer? Langeweile oder zu wenig Zeit zu haben sprich Zeitnot? (Wann hattest Du das letzte Mal überhaupt Langeweile?)

8.: Wenn Du Dich selbst einschätzen sollst, bist Du eher der praktische, anpackende Mensch oder eher nachdenklich und empfindsam?

9.: Welches Kapitel Deines Lebens würdest Du am Liebsten ersatzlos streichen?

10.: Die längste partnerschaftliche Beziehung dauerte bei Dir wie lange?

11.: Gibt es eine Sportart, die Du intensiv und regelmäßig betreibst oder betrieben hast?

Viel Spaß!
Euer
autorchristoph

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Liebster Award – Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.

liebsteraward

Ich betrachte es als Ehre und bedanke mich bei Luise für den Liebster Award! „Den tollen Autor Christoph“ hat sie mich genannt … :-)

Ich habe mich gerne auf ihre Fragen eingelassen! Dass ich dabei ans Plaudern gekommen bin, liegt in meiner Natur … ;-)

Am Ende nominiere ich weitere Blogger und deshalb für alle erst Mal die Regeln:

1. Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog in deinem Artikel.
2. Beantworte die 11 Fragen, die dir der Blogger, der dich nominiert hat, stellt.
3. Nominiere 5 bis 11 weitere Blogger für den Liebster Award.
4. Stelle eine neue Liste mit 11 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
6. Schreibe diese Regeln in deinen Liebster Award Blog-Artikel.
7. Informiere deine nominierten Blogger über den Blog-Artikel.

Und nun zu den Fragen von Luise:

1. Kannst Du Dich an eine Situation in Deiner Kindheit erinnern, die Du einfach nur DOOF gefunden hast? Welche?

Da fallen mir viele ein … In der Grundschule habe ich z. B. mal einen schmerzhaften Fehler gemacht. Die Gesamtsituation als Schüler Mitte der 70er war für mich „einfach nur DOOF“! Überall gab es – so würde man es heute sagen – gewaltbereite Jugendliche, die Schwächere schlugen und traten. Besonders nach den Wochenenden, wenn (bei nur drei Fernsehkanälen zur Auswahl) Filme mit entsprechenden Gewaltszenen gezeigt wurden. Bei denen, die sich nicht wehren konnten, wurden dann die neuen „Tricks“ ausprobiert. Und so wurde ich oft das Opfer älterer und stärkerer Jungs (und manchmal auch Mädchen!)
Einmal auf dem Pausenhof jedoch stand ich mit den Jungs meiner Klasse zusammen. Ich weiß nicht mehr warum, aber einer trat mit ausgestrecktem Bein nach mir. In einer Reflexbewegung ließ ich mich nach unten fallen – und sein Fuß traf voll mein Kinn! Ich hatte schnell reagiert, leider nur in die falsche Richtung. Vermutlich hätte mich der andere gar nicht mal berührt, wenn ich einfach nur stehen geblieben wäre. Ich war einfach nicht geschaffen für diesen permanenten Krieg der Kinder.

2. Wenn Du für einen Tag mit einem Menschen tauschen könntest, wer wäre es und warum?

Eigentlich möchte ich mit keinem Menschen einen Tag tauschen! Was sollte jemand haben oder sein, das ich vermissen könnte? Mir fällt nur ein, dass ich wohl gerne mal mit dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank oder der Bundeskanzlerin einen Tag tauschen würde. Beide haben so viel Macht und so viel Verantwortung, und man bringt ihnen entweder hohen Respekt entgegen oder hasst sie aus verschiedenen Gründen, aber im Grunde weiß ich nicht, wie sie in ihren Positionen den Tag verbringen. Wann stehen sie morgens auf? Haben sie noch so etwas wie ein Privatleben? Gibt es so etwas wie einen „Feierabend“? Oder da noch eine Unterschrift für ein Milliarden-Deal und dort eine für einen Gesetzesentwurf und gleich ab in die Heia? Und „tauschen“ heißt ja, die Kanzlerin oder der Chef der Deutschen Bank müssten hier bei mir für einen Tag zurechtkommen: ohne Auto, selbst einkaufen gehen und kochen und spülen etc. etc. ;-)

3. Was machst Du am liebsten, wenn Du alleine bist?

Außer bei meinem Job bin ich eigentlich immer alleine! Um nicht ein alter, verschrobener Mann zu werden, habe ich sowohl einige positive Gewohnheiten als auch einige „Projekte“, die mir die Zeit nicht zu lang werden lassen. Ich telefoniere gerne! Sowohl Familie als auch gut Freunde leben leider so weit weg, dass man in der Freizeit nicht mal eben auf einen Kaffee vorbeikommen kann. Trotzdem pflege ich die Kontakte. Dazu nutze ich auch das Internet. Eine meine Schwestern z. B. lebt jetzt in Süddeutschland. Ich war noch nicht da, und sie hat immer furchtbar viel zu tun, nicht mal am Wochenende bekomme ich sie ans Telefon. Aber sie liest gerne, schrieb sie mir, meine „Tagebuch-Mails“ an sie. Sie braucht auch nicht zu antworten.
Ich habe natürlich volle Freiheit für alle literarischen Projekte, die mir einfallen. Eng damit hängt zusammen ein exzessives Musikhören. Ohne Musik kann ich nicht schreiben. Weshalb ich immer auf der Suche nach guten CDs bin. Ich habe deshalb eine so große Auswahl an Musik, weil ich für jeden Text im Kopf den passenden Soundtrack brauche, um ihn aufzuschreiben …
Und dann vergeht die Zeit allein auch damit, dass ich Filme schaue. Ins Kino gehe ich nicht mehr. Im Dunkeln mit fremden Menschen zu sitzen, wurde mir ein Greul. Und wenn man bedenkt, dass eine DVD genau so viel kostet wie ein Kinobesuch mit guten Plätzen und Popcorn und allem Zip und Zapp … ;-)

4. Welche Art von Menschen magst du nicht?

Dumme Menschen. Dumme Menschen sind auch in einer erschreckenden Weise sehr faul. Das Denken kann man schulen. Leider gibt es viel mehr Menschen, die ihren Körper trainieren als ihr Denken. Ich sage nichts gegen Sport. Nur wer beim Denken zu bequem ist und das anderen überlässt, nicht reflektiert, was er nachplappert, der achtet auch keine Menschenrechte und applaudiert, wenn eine Flüchtlingsunterkunft in Flammen steht!!!
Differenziertes Denken kann man nicht bei Amazon bestellen, aber vielleicht hilft schon der Wechsel der Tageszeitung!

5. Was stört Dich an Dir am meisten?

Eine gewisse Schlampigkeit in manchen Dingen. Aber ich bin auch froh, kein Perfektionist zu sein. Klar, die Pfunde zu viel am „Äquator“. Zumindest kommen sie nicht vom Bier (ich trinke keins)! Manchmal kann ich mich in etwas verrennen, was ziemlich aussichtlos ist. Am Ende tut es mir Leid und ich möchte mich dann reuevoll entschuldigen. Ich habe erlebt, dass Nachtragend zu sein, sehr verbreitet ist, man es einem verweigert, Dinge wieder gut zu machen. Das ist für mich etwas Neues.
Meine wechselnden Stimmungen belasten mich und meine Umwelt. An einem einzigen Tag kann ich die ganze Achterbahn von „Himmel hoch jauchzend und zu Tode betrübt“ durchlaufen. Mehrfach. Dabei ergeben sich Widersprüche in Aussagen und Handlungen mit Folgen. Das ist einfach nicht einfach. Aber alles andere wäre langweilig …

6. Einmal komplett durchdrehen – so gaaanz verrückt. Was würdest du tun?

Ich bin wirklich verrückt genug! Was noch verrückter sein soll, als eine Location zu buchen und einen Abend lang verrückte Sachen auf einer Lesung vorzutragen und dafür Applaus zu bekommen, kann ich mir nicht vorstellen. Alles andere wäre stümperhaft und endet für ein paar Wochen in der Psychiatrie. Geschlossene Station. ;-)

7. Welchen Star würdest Du gerne mal treffen?

Ich hätte gerne John Lennon getroffen! Ohne Yoko Ono … Von Paul McCartney würde ich nicht mal ein Autogramm wollen … Und Miles Davis! Mit einer Strichliste, wie oft er „Motherfucker“ gesagt hätte … ;-) Tja, Prince lebt noch. Den würde ich deshalb gerne mal treffen, um zu schauen, ob er in echt auch so klein ist, wie man sagt. Nicht so weit müsste ich gehen, wenn ich Andy Y von den „Fantastischen Vier“ treffen wollte. Warum es ihm nichts ausmacht, immer nur im Schatten der drei anderen zu stehen, und wie sie diesen ultrageilen Basssound auf „4:99“ hinbekommen haben??!! Doris Day würde ich lieber anrufen als treffen, die Frau ist ja schon über 90. Ich würde die Schauspielerin nach intimen Details ihrer Karriere fragen, denn in fast all ihren Filmen war sie schön, humorvoll und so prüde! Ich hätte mich sicher sehr gut mit Heinrich Böll verstanden. Ich hätte ihm gesagt, dass ich seine „Marie“ in „Ansichten eines Clowns“ gut gekannt hätte. Mit Kishon hätte ich zusammen eine Satire geschrieben. ;-)

8. Über was würdest du gerne ein Buch schreiben?

Sorry, die falsche Frage! Oder auch nicht. Ich habe ja schon drei Bücher in einem Verlag veröffentlicht … Aber klar, ein viertes Buchprojekt wäre nicht schlecht. Es gibt auch schon ein Manuskript. Aber darüber kann ich aus rechtlichen Gründen noch nichts sagen … ;-)

9. Wie viele beste Freunde hast du?

Zwei. Und es sind Frauen. Männer taugen als beste Freunde überhaupt nicht! Am Ende gönnen sie einem den Erfolg nicht. Traurige Sache. Frauen sind viel unkomplizierter. Die zwei, an die ich denke, unterstützen mich in allen Bereichen. Sie hören zu. Sie sind fähig, mich aufzubauen. Sie lachen über meine lausigen Witze. Sie würden mir ohne mit ihren schönen Wimpern zu zucken eine große Summe für ein Hirngespinst leihen, dass ich unbedingt haben muss. Aber am meisten zählt, dass sie mich nie aufgegeben haben. Das kann ich von mir selbst nicht behaupten.

10. Was liebst Du an dir so richtig?

Die Frage ist nicht so einfach, wie sie scheint. Ich mag an mir, dass mir die Ideen nicht ausgehen. Das ist für einen Autor existentiell. Aber da bin ich so wie eine Tankstelle mit einer Ölquelle im Hinterhof. Nur, dass ich dafür nichts kann. Es ist ein Geschenk. Ich liebe es auch, irgendwo durch die Tür zu kommen und im Handumdrehen Zentrum zu sein! Ich hätte oben bei Frage 5, „Was stört Dich an Dir am meisten?“, mein gesundes Ego angeben können, doch ohne das wäre ich nicht 30 Jahre am Schreiben geblieben, hätte ich nicht 22 Jahre eine Autorengruppe am Leben erhalten, keine drei Bücher veröffentlicht und so viele Lesungen veranstaltet, dass ich sie nicht mehr zählen kann …!

11. Welcher ist Dein Lieblingsblog? (Gerne mit Verlinkung.)

Ich mag unheimlich den Blog von Josephine Sonnenschein! Ihre Kurzgeschichten, Gedichte und Bilder üben eine große Faszination auf mich aus. Als Mann der Worte ist es manchmal wohltuend, einfach nur in ein farbenfrohes Bild zu tauchen!

Noch nicht beim Lesen eingeschlafen? ;-) Dann kann ich ja nominieren!

Ich nominiere für den „Liebster Award“ (auch, wenn sie möglicherweise damit schon bedacht waren):

# Sylvia Kling – eine Autorin mit eigener Sprache, leider gibt es davon viel zu wenige!

# liveofdevotion68 – um es kurz zu machen, eine Person, die man schätzen muss!

# Josephine Sonnenschein – der ich für ihr künstlerisches Schaffen noch weiter reiche Inspiration wünsche!

Bisou – sie ist noch ganz neu hier und kann vielleicht Eure Aufmerksamkeit gebrauchen!

# Manfred Voita  – ein sehr schreibfreudiger Autor!

Meine Fragen an Euch sind:

1. Könntest Du in den DeLorean aus den „Zurück in die Zukunft“-Filmen steigen und den „Fluxkompensator“ für eine Zeitreise programmieren, welches Jahr oder welche Epoche würdest Du besuchen?

2. Wenn Du an Deine Eltern denkst, wie fällt Deine Bilanz aus?

3. Wo und was bist Du in 10 Jahren?

4. Wenn Du in den Medien arbeiten könntest, wo würde es Dir am Meisten gefallen: Zeitung, Radio, Fernsehen oder Online? Warum? (Kombinationen sind möglich.)

5. Was war Dein Berufswunsch als Kind?

6. Bist Du zufrieden?

7. Nenne fünf Dinge, die man im Leben unbedingt mal ausprobiert haben muss!

8. Lieblingsspeise(n) und Lieblingsgetränk(e)?

9. Rauchst Du?

10. Wenn Du die Wahl hättest, was wäre Dir lieber: Mietwohnung, Eigentumswohnung oder eigenes Haus mit Garten? Möglich wäre auch ohne festen Wohnsitz, Wohnwagen oder in Hotelzimmern z. B.?

11. Wie bist Du zu WordPress gekommen?

Allen einen wunderbaren Tag! :-)

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