Archiv der Kategorie: Lyrik

Anker & Fels

Nimm mich in die Arme.
Möchte nicht erfrier’n.
Nur ein Stück Hoffnung.
Ich bitte dich darum.
Was du in mir siehst,
werde ich sein.

Treibende Gefährten.
Dem Tosen entgegen.
In den Gezeiten der Sterne
bleiben wir beide
als menschlich zurück.

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Eingeordnet unter 2017, Lyrik

Auf der Kippe

Zu einer bestimmten Zeit
an einem besonderen Ort
treffen wir aufeinander
und wissen, wir lieben uns

Die Tage, die Nächte
und die Monate
reihen sich aneinander
voll Wärme und Nähe

Und dann, so
plötzlich, wird
keine Liebe er-
widert

Grausam, nicht
mehr lieben zu
dürfen, doch

die einzige Möglichkeit
zu überleben …

… wenn man leben will.

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Eingeordnet unter 2017, Lyrik

Herzzeit

Tanzen unter fallenden Blättern,
fetzen über das Laub.
Du und ich spüren den Wind,
ein Rausch.
Kuss! Kuss! Kuss!
Im Bistro heiße Getränke
zu glänzenden Blicken.
Geben aus das letzte Geld.
Wächst schon wieder nach.
Draußen dunkelt der Regen die
Welt, aus deren Takt wir kommen.

Ich bring dich, wohin du willst.

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Eingeordnet unter 2017, Lyrik

Brenne für mich

Mein Sex ist wie Lava,
sie kommt über dich!
Diese Hitze überstehst du nicht,
es hilft keine Feuerwehr!

Denkst du, meiner Liebe
könntest du widersteh’n,
machst du cool auf Eiswürfel?
Babe, du schmilzt, schmilzt!

Babe, hast in Flammen gestanden
für ein kurzes Glück und
dir die Finger verbrannt. Denn
ich muss immer Feuer legen. Woanders.

Asche aufs Haupt.

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Eingeordnet unter 2017, Lyrik

Lebensquell

Wenn du meinst, du kannst nicht mehr.
Wenn du glaubst, man hat dich allein gelassen
mit all dem Unsinn, den du sowieso nie wolltest.

Wenn du die Orientierung verloren hast.
Nicht mehr weißt, woher und wohin.
Und der rechte Weg eh nie deiner war.

Wenn die Zeit rast, und du
Millionen Dinge nicht gleichzeitig machen
kannst. Dafür auch jede Kraft fehlt.

Denk an dein fühlend‘ Herz!
Dein schlagend‘ Herz!

Lass es nicht traurig sein!
Denn wenigstens hast du die
starke Lebensuhr, die in dir tickt.

Dein klopfend‘ Herz dir Leben schenkt.

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Eingeordnet unter 2017, Gesundheit, Lyrik

In Farbe

Hatten Sex im Ehebett unterm Bild vom Auerhahn. Die eheliche Pflicht vollzogen, wusch sie sich im Bad. Und putzte dann gleich das Becken.
Dem Gatten sie zum Frühstück kochte zwei Eier weich. Der Liebestaumel zur Hochzeit, wusste sie, ein Produkt von Hormonen. Ein Kind wollte er nicht. Das hätten sie sich nicht leisten können.
Samstag. Er brachte Akten mit vom Büro. Sie staubwedelte den Eichenschrank, die Reliefs und die Kraniche.
Der Pudel musste Gassi. Sie verließ das Haus. Angebunden fand man das Tier, von ihr nach vielen Jahren keine Spur. Der Mann nahm sich eine neue Frau.
Die freundliche blonde Fremde warf einen Schlüssel in die Guanabara-Bucht. Der passte hier nicht mehr.

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Eingeordnet unter 2017, Lyrik

Kein Prinz

Früh aus dem Paradies vertrieben.
Das stumm weinende Kind.
Armut und Schläge.
Lange her, nie vergessen.
Zum Wolf geworden.
Einsam, gefährlich.
Kein Märchen wird wahr.
Kein Apfel golden.
Dornröschen schläft noch.
Zwischen Wahrheit und Weisheit,
zwischen Hier und dem Horizont
liegt ein neues Paradies,
welches jeden einrechnet.

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Eingeordnet unter 2017, Lyrik

Musiker

Spielte den ganzen Tag Rhythm ’n‘ Blues.
Brachte Saiten in Schwingung.
Ab und an Akkorde in Moll.
Nie kam Stimmung direkter.
Schickte Klangkörper auf Reisen.
Reckte den Hals, um nichts zu verpassen.

Stille nun.
Wind hat sich gelegt.
Die Nacht wird kühl.
Hoffe, Schlaf legt sich auch auf meine Finger.

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Eingeordnet unter 2017, Lyrik, Musik