Archiv der Kategorie: Lyrik

Dieses Mal vielleicht

Warum du gegangen bist, weiß ich nicht.
Ob da noch mehr Leben auf mich wartet,
kann ich nicht sagen.
War Liebe eine reife, wilde Frucht,
suche ich in der Asche,
mache meine Hände schwarz.
Ich komme nicht hoch,
schlafe zu wenig oder zu viel.
Wann sprach ich offen mit einem Freund?
Ich bin nicht da,
wenn ich durch die Straßen gehe,
wenn ich arbeite. Neun bis fünf.
Da küsst mich ein Lächeln!
Karussell im Bauch und
Hände zittern.

Advertisements

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2018, Lyrik

Wind schreit

Gespenster, Gespenster kommen in der Nacht.
Draußen kalt und der Orkan brüllt dich an.
Ich fand mich bei einer Frau.
Ein Künstler zeigte ihr Bilder.
Und ich brabbelte vor mich hin.
In der nächsten Nacht
saß ich mit Jugendlichen bei einem Video.
„Paris, Texas“, feixte ich und man warf mich raus.
In der folgenden Nacht
war ich bei den Pfadfindern.
Alles klar, genug Bier war da.
Und keine Fragen. Mitgefühl.
Gespenster ziehen Nacht für Nacht
um die Häuser.
Kalt und laut
der Orkan.
Öffne
niemanden
die Tür!

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2018, Lyrik

Ende August

Letzte Motorräder knattern im Ohr.
Schwalben haben sich davon gemacht.
Morgens mit Jacke.
Regen kommt.
Normal wird es lange nicht.
Der Friedhof wurde erweitert.
Für vergessene Träume.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2018, Lyrik

Rocker

Ich mach den Stecker rein und dreh‘ alle Knöpfe auf zehn.
Ich habe mich schon viel zu lang versteckt.
Vielleicht merkt jemand, wie sehr ich um Hilfe schrei‘?
Spür‘ den Bass unter meiner Bauchdecke.

Analog? Digital? Egal.
Es muss meine Musik sein.
Die von früher, als ich rechts ran fahren musste,
weil ich vor Tränen nichts mehr sah.

All die schlaflosen Nächte unter Kopfhörern.
All die Bestellungen. Kaufsucht?
Wie die Dinge liegen, wird nichts einfacher mehr.
Vater, Mutter, warum habt ihr mich nicht gewarnt?

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2018, Lyrik, Musik

Mascara

Ich hab mir den Kopf
nach dir verdreht.
Zu spät …

Nahmst mein Herz,
das zuckend Fleisch
kalt gegrillt.

Grell gelacht.
Grell geschminkt.
Darunter die Schlange.

Ich muss den Atem
anhalten …
Liebe schmeckt anders.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter 2018, Lyrik

Meine Aufmerksamkeit

Zu den Klängen
Meiner Favoriten
Spiele ich die Tastatur
Und es entsteht
Poesie
Denke ich an Dich.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2018, Lyrik

Lesen Sie selbst

Januar schreibt mein Buch.
Februar kommen Erinnerungen in den Cognac.
März zeuge ich ein Kind.
April suche ich die Tür zum Austieg aus dieser Welt.
Mai hat Vater Geburtstag, wird von Jahr zu Jahr weniger.
Juni bis Juli bin ich dort, wo ich nicht sein will.
August sah mal deutlich besser aus.
September serviert Quark mit Früchten.
Oktober kann ich fliegen.
November campe ich an Klagemauern.
Dezember bringt mein Baby.

Ein Kommentar

Eingeordnet unter 2018, Buch 5, Das neue Buch, Lyrik

Anker & Fels

Nimm mich in die Arme.
Möchte nicht erfrier’n.
Nur ein Stück Hoffnung.
Ich bitte dich darum.
Was du in mir siehst,
werde ich sein.

Treibende Gefährten.
Dem Tosen entgegen.
In den Gezeiten der Sterne
bleiben wir beide
als menschlich zurück.

Hinterlasse einen Kommentar

Eingeordnet unter 2017, Lyrik