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Mein Album des Jahres 2015

Prince – Hit n Run Phase One

Dass ich die Musik von Prince mag, habe ich nie verschwiegen. Dass er auch ein paar scheiß Alben raus gebracht hat, auch nicht.

2014 kehrte der verlorene Sohn zurück an den Busen von Mutter Warner Bros. Records, die ihn nährte und groß zog. Die Plattenfirma überließ ihm vor Freude die Rechte an seinen Songs von ’78 bis ’96, die er wohl nie hatte einklagen können. Im Gegenzug veröffentlichte Prince zwei neue Alben, eins mit der Band 3rdEyeGirl. Das Material darauf ist dürftig und überzeugte mich nicht. Und dann gab es noch das Märchen, das Purple Rain Album würde als remasterte Luxusausgabe wiederveröffentlicht – nie hat Prince je etwas neu digitalisiert.

2015 nun ein neues Album. Hit n Run oder „HITnRUN“. Knackig, frisch, originell, unverwechselbar His Royal Badness! (adäquat eingedeutscht: das kleine Arschloch ;-)) Der 57-jährige steht mit beiden Beinen in unserer Zeit und zeigt, dass die Gleichung Prince und R & B immer noch aufgeht. Brüllende Bässe auf den Punkt (dieses Bass Solo im zweiten Song!), Lyrics mit Funky Attitude wie „We came to shut this down“ und James Brown Gekreisch. Zwei Titel sind Remixe aus seinem Album im Vorjahr, jedoch eindeutig die besseren Versionen. Die CD ist mit knapp 38 Minuten Dauer zu kurz. Gleich zu Beginn aber Klangzitate früherer Aufnahmen, denen man quasi anhört, dass sie von den Original-Analog-Tapes stammen. Ha! Und die hat er ja im Jahr zuvor bei Warner abgestaubt! Hit n Run Phase One ist nämlich wieder unter seinem eigenem Label NPG Records erschienen …

Wenn’s nicht so furchtbar egozentrisch wär‘, könnte man das bewundern. Ok, ein wenig tue ich es doch!

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