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Ach, bitte …

Wen es interessiert, oder wer wissen will, worum es in meinem nächsten Buch gehen … könnte, der kann, darf, möchte diesen Link anklicken:

https://www.c-aschenbrenner.de

Ich bin selbst gespannt auf das Ergebnis. Und mit solchen Hinweisen und Ankündigungen auf Homepages mache ich mir selbst Mut, es durch zu ziehen.

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Eingeordnet unter 2018, Buch 5

„Am Abend der Abende“

„Der Abend der Abende“ ist ein feste Redewendung, die ein Freund eingeführt hat. Sie bezeichnet den Samstagabend. Früher haben wir uns auf den Weg gemacht, um etwas zu erleben. Als 20-jährige mit einem Testosteronüberschuss unterwegs, um sich grandios zu paaren.
Heute aber sind wir alt. An einem Samstag gehen wir nicht mehr raus. So erfährt der Spruch mit dem Abend der Abende eine eher nostalgische Note. Mit einem leicht wehmütigen Unterton. Gewissheit ist, dass statt wir nun die jüngeren am Samstagabend dem Ruf des Abenteuers folgen.
Sei es drum. Ein neues Buch ist zu schreiben! Da eignet sich der Abend der Abende vortrefflich. Als ich meiner Lektorin am Telefon meine neue Idee funkensprühend darbrachte, war sie nicht abgeneigt. Seitdem kommen manchmal versteckte Nachfragen. Oder direkte: „Ich hoffe, Sie schreiben auch!“
Jah, jah. Ich habe über die Festtage die Ruhe genossen. Keiner wollte etwas von mir. Ich meine, im neuen Jahr bekam ich direkt als erstes einen Anruf von der Bank. Für einen Termin zu einem „Jahresgespräch“. Ich: „Das habe ich noch nie gebraucht!“
Ich ließ mich dann doch erweichen. Auf der Homepage war dann ein Foto der Bankerin. Gut, wenn man ein fremdes Gesicht vorher gesehen hat.
Auch, wenn ich über keine Reichtümer verfüge, kam ich zu dem Termin frisch rasiert und in sauberen Klamotten an.
Die Frau von der Bank musste gerufen werden, und dann kam sie lächelnd auf mich zu und reichte mir die Hand. Mir fiel der Schirm aus derselbigen, (den sie reflexartig für mich aufhob). Sie hatte so gar keine Ähnlichkeit mehr mit ihrem Foto, was ich diplomatisch andeutete. Ja, die Haare wären anders. Die Haare? Die Arme ist mindestens doppelt so schwer geworden …
Natürlich war das Gespräch völlig umsonst. Wir haben uns vorgestellt und sollten sagen, was wir so machen. Als sie dann merkte, dass es bei mir keinerlei Einnahmen oder Vermögen gibt, die sich für die Bank lohnen würden, fuhr ihr Interesse herunter wie die Stahlrollladen im Kassenbereich zu Feierabend. Als ich hörte, dass das Kreditinstitut keine gebührenfreien Kontomodelle mehr anbietet, machte ich dicht ebenso. Es war ja nicht so, dass einander kein Interesse entgegengebracht wurde, doch wenn sie bei einem Jahresgespräch nichts verkaufen kann, ist ihre Zeit begrenzt.
Meine auch.
Ich muss ein Buch schreiben.

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