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„Urbanicty“ geht in den Druck!

Da ist die Generation der Väter. Die haben in der Fabrik gearbeitet.
Wir arbeiten heute in Büros. Mit Computern.
Man lebt in Städten, in denen die Zeit fliegt.
Was bleibt, wer erinnert sich noch, wenn du den letzten Atemzug …

Christoph Aschenbrenner: Urbanicity
sonderpunkt Verlag, Greven, Reihe Sonderpunkte 67
Lektorat: Marianne Evrard
ISBN: 978-3-95407-072-5
Taschenbuch, Format A6
ca. 40 Seiten
Preis: 4,90 €

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Lesung im Watermark – Teil 2

Dass es in Sydney, Australien, einen Platz namens Watermark mit Blick auf das Meer gibt, glaube ich ja gerne. Auch, dass das eine wunderschöne Aussicht ist. Doch was hat das mit Münster zu tun?
Am Freitag, 17.03.2017, war ich mit meinen Sem;kolon-Kollegen Jürgen und Katja eingeladen, eine Lesung im Watermark am Kreativkai Münster zu geben. Dazu war noch der Singer / Songwriter „Oh Sinclair“ engagiert.
Auf der ersten Büroetage, wo übertags Schreibtische für kleine Unternehmen untervermietet werden (Coworking), gab es nun den Blick auf das gesamte Hafenbecken. Da hatte man nun nicht zu viel versprochen!
Schiffe nutzen denn Hafen nicht mehr, dafür entsteht drum herum Eventgastronomie, moderne Unternehmen und jährlich gibt es ein großes Hafenfest.
Mit unserer Lesung sollten wir eine Reihe von Kulturangeboten im Watermark starten. So gaben wir unser Bestes.

Fotos: Copyright by H. Angenent

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Zusammengefasst

Inhaltsangabe zum neuen Buch:

Ein Mann in mittleren Jahren. Single. Städter. Job im Büro.

„Würde mein Leben mehr Likes als Dislikes bekommen?“

Mitten im Alltagstrott meldet sich das Schicksal und seine Existenz steht auf dem Spiel …

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Erlebnis beim Konsumieren

Kurz was einkaufen. Ende August. Die Luft noch warm. Nach sieben. Abends noch hell, fast wolkenlos. Schnell den kurzen Weg zurückgelegt.
Im Supermarkt drei Kassen auf. Stelle mich an die mittlere hinter ein Pärchen. Sie legen Chips und Bier aufs Band. Können die vertragen. Schlanke, junge Körper, kommen gerade vom Laufen (früher hieß das Joggen). In Sportkleidung, die so exklusiv ist, dass mir die dezenten Werbeschriften auf den Stoffen nichts sagen. Sie leicht gebräunt und ihr Top lässt Sommersprossen sehen.
An der Kasse außen nun ein ebenso junger Typ, doch wohl bis jetzt noch gearbeitet, weil er das Bürohemd mit einem mir unbekannten Logo am Kragen trägt. Im Licht blitzt ein Ehering auf, als er die sportive Frau vor mir erkennt.
Sie fragt rüber: „Läuft es mit der Firma?“
Der andere: „Ja, läuft gut!“
Sie: „Ah, doch nicht kaputt gegangen?“
Er: „Nein, läuft nun wieder voll!“
„Ja, was man so auch alles von anderen hört! Ja, super. Aber Triathlon machst du nicht mehr?“
„Keine Zeit.“
Ich schaue auf die Schuhspitzen meiner alten, braunen Schuhe, die mir für so einen Kurz-Einkauf vollkommen ausreichen. Bewährt und bequem.
Ihr „ja, super“ ist eine ihrer Lieblingsredewendungen, und es ist kein Hauch einer Betonung darin.
Sie berichtet noch, dass ihre Kollegin aus der Elternzeit – ja, super – nächste Woche zurückkommt, doch nicht mehr zu ihr in ihren VIP Bereich.
Ihr Partner, der wohl ihren Geschäftsfreund nicht kennt und die ganze Zeit schweigt, bezahlt den Einkauf.
Ich bin dran. Schokolade und Tabak wechseln den Besitzer.
Vor der Tür des Supermarkts stehen die drei jetzt zusammen. So jung, dynamisch, von makelloser Höflichkeit, erfolgreich in Jobs, die ich mir noch nicht mal vorstellen kann, und ich bin froh, dass das nicht meine Welt ist.
Stellt man sich die Milchstraße nicht als Ansammlung von Milliarden Sternen in einer scheibenförmigen Anordnung mit Spiralarmen vor sondern als einen kugelförmigen Megahaufen, so sind diese Neo-Yuppies und ich am weitesten voneinander entfernt. Nicht mal ihr Studium mit ausgezeichnetem Abschluss kann so lange gedauert haben, wie die Zeit, die meine Schuhe brauchten, um zu altern … ;-)

oldshoes

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