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Wie man eine Bombe scharf macht – Mein 4. Buch

Sie kam. Die Mail von meiner Lektorin. Die Frau von meinem Verlag, die als erste fachkundige Leserin, als erster Leser überhaupt, mein neues Manuskript zu beurteilen hatte. Sie fasste ihr Urteil in der Betreffzeile mit einem Wort zusammen: „Gelungen“
Ausführlicher in der Mail stand noch: „[…] Wobei ich den Kreislauf, den Sie in Ihrem Buch zeichnen, als überzeugend und konsequent empfinde.“ Es ist von „viel Reflexion“ die Rede, und sie erklärte, was „kunstvoll“ sei.
„Dieses Buch scheint mir Ihr persönlichstes zu sein“, hob sie noch hervor.
Wenn mich jemand nach dem Inhalt des neuen Buches fragt, tendiere ich dazu, darauf hinzuweisen, dass es sich nicht um eine Sammlung von Kurzgeschichten handelt. Somit weiche ich der Frage aus. Nun, vielleicht fällt mir noch eine knappe Inhaltsangabe ein. Wie bei einem Krimi muss man die Frage, wer der Täter ist, auslassen – doch ein Krimi ist es nicht!
Jetzt fängt die eigentliche Arbeit an. Durch germanistische Akribie und künstlerische Sprachkreativität wird eine explosive Mischung entstehen, die im Kopf des Lesers zünden soll.

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Wunschkonzert: ein Wort, bitte

Nachdem ich hier schon seit gestern um meinen Schreibtisch schleiche wie der Kater um die Beute, frage ich einfach mal Euch! Ich würde gerne über etwas schreiben, weiß nur nicht was.
In unserer Autorengruppe gibt es deswegen den Brauch, uns bis zum nächsten Mal einen Text zu einem Stichwort zu überlegen. Es gab schon die abenteuerlichsten Methoden, an so ein Stichwort zu kommen. ;-)
Für den Monat März lautet das Stichwort „Hund“. Wir haben dafür die neue Kellnerin in unserem Stammlokal befragt. Sie sollte das erste Wort nennen, welches ihr in den Sinn kam.
Und nun seid Ihr dran! Schreibt mir zu diesem Beitrag im Kommentar ein Wort, eine Vorgabe oder meinetwegen auch eine Frage, aus denen ich dann als Autor etwas machen kann! Was bleibt dann meine Sache, und wie auch. :-)

Sonntagsbild nix

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Um den Tisch

Ich erinnere mich an unseren ersten Tisch. Aus schweren, harten Holz gezimmert. Die Oberfläche bestand aus drei nicht lackierten Brettern, auf denen die Maserung und ab und zu ein Astloch zu sehen war. Die Tischplatte war stets blank und sauber gescheuert. Sonn- und Feiertags kam eine Tischdecke darüber. An diesem Tisch wurde ich als Baby gefüttert und später lernte ich den Umgang mit Besteck. Messer, Gabel, Löffel.
Irgendwann kauften meine Eltern einen anderen Tisch. Mit Metallbeinen und zum Ausziehen. Laminiertes Pressholz.
Als ich noch ein Junge war, habe ich mal meiner Mutter eine Frage gestellt. Es ging darum, was wird, wenn wir Kinder alt sein werden. Mutters Antwort habe ich bis heute behalten: „Wir sitzen am Tisch und erzählen uns, was wir erlebt haben.“
Das klang einfach. Beruhigend. Und irgendwie auch sehr schön. Familie bedeutet Zusammenhalt. Interesse und Respekt gegenseitig.
Heute ist es so weit. Wir sind alle in dem Alter, von dem meine Mutter ausging, der Tisch in ihrer Küche wäre Treffpunkt und Gelegenheit zum Austausch für die ganze Familie. Sie hatte eine Einladung ausgesprochen, die 40 Jahre überlebt hat.
Die Zeit jedoch ist hektisch, laut und schnell geworden. Es scheint, als sei es oft unmöglich, diese Einladung anzunehmen.
Aber zur Hölle, wofür leben wir, wenn wir nicht bei den Menschen sein können, in deren Herzen wir wohnen?

. . .

Ich werde ein Zugticket buchen.

I’m gonna leave this town. Gonna leave this dirty town.
Going back where the grass is green and the sun’s shining bright.
Father’s waiting at the station. Mother is kissing her son.
We’re sitting round the table and our lifes become as one.

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