Schlagwort-Archive: Fragen

Im Keller

Licht. Spind Nr. 11. Stuhl. Tisch. Auf dem Estrich eine Pfütze.
Etwas ist undicht. Das sei normal nach all dem Regen, heißt es.
Licht. Spind 11. Stuhl. Tisch. Millionen Fragen.
„Welche Medikamente nehmen Sie jetzt?“
„Wie oft stellen Sie den Wechsel Ihrer Stimmung fest?“
„Wie schnell erfolgt das?“
„Wie schlafen Sie?“
Licht. Nr. 11. Stuhl. Tisch. Die Anderen.
„Hier kannste dir Kaffee nehmen bist der Arzt kommt.“
„Ich habe Depressionen, nur Depressionen.“
Licht. Spind 11. Stuhl. Tisch. Anruf nach Hause mit dem Handy.
„Heute gab es zum Mittag Hähnchengeschnetzeltes in Rahmsoße und dazu Gemüsereis. Lecker! Keine Sorge, ich verhungere hier nicht.“
Licht. 11. Stuhl. Tisch. Untersuchungen.
Puls. Blutdruck. Blut- und Urinproben. EKG.
Licht. Spind 11. Stuhl. Tisch. Therapien.
„Hier liegen einige Fotos mit geometrischen Formen.“
„Sie können malen oder zeichnen.“
„Nehmen Sie Farben, die Ihnen gerade zusagen.“
Licht. Spind. Stuhl. Tisch. Die Chance.
„Sie sind hier richtig und rechtzeitig zu uns gekommen.“
„Wie gut, dass Sie sich Hilfe geholt haben.“
Licht. Spind Nr. 11. Stuhl. Tisch. Hoffnung.
Alles wird wieder gut. Es kann nicht schlimmer werden.
Licht. Spind. Stuhl. Tisch. Tränen

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Eingeordnet unter Gesundheit

Liebster-Award

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Von der fabelhaften ohneeinander bzw. Fabulierlust wurde ich zum LIEBSTER-AWARD nominiert. Herzlichen Dank!

Ihre Fragen:

1. Wem wärst du lieber nie begegnet?

Meiner ersten großen Liebe. Das war nix. Auch bei der zweiten tat’s ganz schön weh. (Während ich parallel dazu Mädchen No 3 nicht von der Bettkannte gestoßen habe.) Ab da ging’s.

2. Hättest du lieber einer anderen Nation angehört und welcher?

Nö! Ein Amerikaner ist stolz auf sein Land. Ein Brite und Franzose auch. Als Deutscher ist man im Zwiespalt. Auf der einen Seite plagt das schlechte Gewissen wegen der braunen Vergangenheit und auf der anderen Seite hat unser Land Goethe, Schiller und Heine hervorgebracht – ich liebe Schizophrenie!

3. Überzeugt dich deine Selbstkritik?

Selbstkritik heißt doch Kritik an mir von mir selbst? Klar, das überzeugt mich am meisten, das Geschwätz der anderen interessiert mich sowieso nicht.

4. Was fehlt dir zum Glück?

Das ist eine ungeheure Fangfrage, finde ich! Es setzt voraus, dass man mit dem hier und jetzt unzufrieden ist – uns zwar permanent. Materiell gesehen mag es an diesem und jenem vielleicht noch fehlen, aber das ist bestimmt nicht gemeint. Wenn man eine innere Ruhe erreicht hat, nach Jahren der Suche und des Sehnens, kann einem zum Glück nichts fehlen. Es lässt sich vielleicht durch das Bestehen zwischenmenschlicher Beziehungen steigern, ich wage aber zu behaupten, mir fehlt nichts.

5. Welcher Beitrag von dir gefällt dir am besten? Bitte verlinken!

Ich muss auf zwei hinweisen. Einer allein funktioniert nicht. Denn der eine zeigt meine sarkastische Seite, der andere meine zarte. „Laubpuster!“ und „Simply Red, selbst gebrannt“ .

6. Was wünschst du dir?

Eine CD mit dem Titel „Carnival of Light” – dem letzten unveröffentlichten Song der Beatles, der tief in den Tresoren der Plattenfirma versteckt wird. Er soll schrecklich sein. Aber egal! ;-)

7. Wofür lohnt es sich zu leben?

Komisch, in Gedanken habe ich die Frage umformuliert: „Wofür lohnt es sich zu sterben?“ Klingt das nicht viel dramatischer? Nach vergangenen Zeiten, wo es noch Helden gab? Nach Freiheit, Abenteuer, Gefahr und Karl May! Hier bei uns scheint es nichts mehr zu geben, womit man jemanden mit seinem Sterben beeindrucken könnte. Also leben. Bestimmt nicht, um hart in einem Abhängigkeitsverhältnis zu arbeiten, damit bei mir zu Hause eine Senseo-Kaffeemaschine, ein Hometrainer und ein 55 Zoll Fernseher rumsteht. Es sind die Augenblicke, die kommen und gehen, unerwartet und ungeplant. Also nicht beim Pizza-Lieferservice bestellt. Und absolut unbezahlbar. Der Blick auf Stühle und Tische eines Biergartens bevor sie für den Winter eingelagert werden, wenn das Laub der Bäume darüber trotz Herbstgrau sonnengelb leuchtet. Das Winken der Mutter, die am Haus steht, während du die Straße Richtung Haltestelle gehst und zurück winkst. Im Sommer bei einem Spaziergang vorbei an einem Kornfeld das Reifen des Weizens als Knistern und Knacken zu hören. Jeden Sonnenaufgang und jeden Sonnenuntergang, weil sie jeden Tag anders sind. Dafür lohnt es sich zu leben.

8. Warum liest du Weblogs?

Weblogs sind viel interessanter als Zeitungen, Radio und Fernsehen zusammen. Sie zeigen die Meinung von unten. Sie zeigen die Themen von dir und dir und dem. Vielleicht folge ich auch nur den richtigen Leuten? In die Blogs kann man alles schreiben. Wenn man will. Natürlich verfolgt man die Beiträge des einen intensiver und vernachlässigt mit der Zeit vielleicht andere. Das ist eben Leben. Und weil das Internet m. E. zum Leben gehört, sind private Blogs unverzichtbar.

9. Spielst du ein Musikinstrument, welches?

Gitarre. Konzert-, Western-, 12-saitige-, Semiakustische-E- und Solidbody-E-Gitarren. Wirklich virtuos bin ich aber in der Rolle des Losers. Da beherrsche ich alle Register.

Ich nominiere zum LIEBSTER-AWARD:

Monika-Maria Ehliah .
Das Smamap , der ist schon lange dran! ;-).
arnedehn , dem so vieles bei mir gefällt, und ich ihn auf dieses Weise vielleicht besser kennenlerne.
Autorin Bettina Schott , die vielleicht Starthilfe gebrauchen kann.
bellarc1 , damit sie hier mal in die Gänge kommt ;-).

Bitte beantwortet folgende Fragen, nominiert fünf bis sieben neue Blogger für den LIEBSTER-AWARD, benachrichtigt sie und denkt Euch elf neue Fragen aus.

1.: Es ist 20 Uhr. Schaust Du die Tagesschau und gehst Du auch in der Zeit nicht ans Telefon?

2.: Du wohnst in einem Haus mit vielen Mietparteien. Nicht alle Nachbarn kennst du. Du wartest auf ein Paket. Der Paketbote klingelt bei Dir. Er hat aber nur ein Paket für einen Nachbarn, den Du nicht kennst. Nimmst Du es stellvertretend an?

3.: Gibt es ein Kindheitserlebnis, das Dich geprägt hat?

4.: Gibt es Geräusche, die Du absolut nicht leiden magst?

5.: Deine Lieblingsmusik, Lieblingsfarbe und Lieblingstier?

6.: Egal, ob Du Lotto spielst oder nicht, was würdest Du mit einem Lottogewinn von mehreren Millionen Euro machen?

7.: Was ist für Dich schlimmer? Langeweile oder zu wenig Zeit zu haben sprich Zeitnot? (Wann hattest Du das letzte Mal überhaupt Langeweile?)

8.: Wenn Du Dich selbst einschätzen sollst, bist Du eher der praktische, anpackende Mensch oder eher nachdenklich und empfindsam?

9.: Welches Kapitel Deines Lebens würdest Du am Liebsten ersatzlos streichen?

10.: Die längste partnerschaftliche Beziehung dauerte bei Dir wie lange?

11.: Gibt es eine Sportart, die Du intensiv und regelmäßig betreibst oder betrieben hast?

Viel Spaß!
Euer
autorchristoph

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