Schlagwort-Archive: Gedicht

Sicherheit siegt

Sie war stolz
Keiner konnte ihr das Wasser reichen
Von meinem Wein trank sie
Und ihre Küsse lichterloh
schmelzen unlöschbar in mein Gedächtnis

Unsere Liebe nicht gemacht für Alltag
An geheimen Orten zu verbotenen Zeiten
Tageslichtscheu
Trauten nicht mal uns selbst
Vergänglichkeit Gewissheit

Keine Träne in ihrem Gesicht
Kein Bedauern in der Stimme
als sie mitteilte
ab jetzt sei sie verlobt – mit ihm
Sie war stolz und verblasste

©hristoph Aschenbrenner

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Depression, Nr. 142

Einsamkeit
verschlingt das Hirn
bohrt sich in dein Herz

Leer leer leer
Leblos und traurig
War es jemals anders?

Zweifel blenden
deinen Blick
stören die Gefühle
das Wissen ist weg

Wertlos und schuldig
Nie warst du genug

Menschlich
werden wir bleiben
zerbrechlich und hilflos
fliegende Träume und großer Fleiß

Niemand kann verbergen
die Rufe nach Trost

©hristoph Aschenbrenner

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Fortgeschmissen

Was sie von dir halten,
sagen sie dir ins Gesicht.

„Na, du Penner! Wo kommst du angeschlichen?“
„Mann, kauf dir mal anständige Klamotten!“
„Wenn ich du wär‘, würd ich mich erschießen!“
„Jetzt hau ab! Verpiss dich!“

Du hast eine Unmenge Liebe,
aber sie wollen sie nicht.

In dir all die Liebe,
doch sie sehen sie nicht.

Würdest geben Liebe,
sie brauchen sie nicht.

Hättest du nicht all diese Liebe,
du wärst wie sie.

©hristoph Aschenbrenner

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Covid-19

Wind scharfkantig

Frühlingssonne

stichelt dein Gesicht

Du bist bereits die tickende Bombe

weißt es nur noch nicht

Das Fieber wird steigen und

sie tun nur ihre Pflicht

Positiv

Mit Husten und Furcht

zum finalen Atemzug

 

 

©hristoph Aschenbrenner

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Methode

Ich bin Täter am Schreibtisch
Auf Krawall aus
Stelle infrage

Mein Wort hat Gewicht
Doch ihr spürt schon
Versöhnung

Liegt in der Luft
Was wir gemein
Ist Suche nach Licht

©hristoph Aschenbrenner

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Dem Fall entgegen

Im Zwielicht unerkannt
Unruhe
Umtriebig meide ich mich
Unruhe
Wahrheit? Will ich nicht wissen
Unruhe
Vergessen breitet sich aus
Unruhe
Immer mehr

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Alles, was bleibt

Wenn ich. Wenn ich überlege,
wie es war, als es war.

In der Luft Musik, Parfüm und Benzin.
Ich wollte fort, wusste nicht, wohin.

K. A. wie es war ohne Schmerz.
K. A. wie es ohne Wut war.
K. A. wie Verzeihen ging.
K. A. wozu Leidenschaft zu gebrauchen war.
K. A. warum ich anders bin.
K. A. was Freiheit ist.
K. A.
Keine Ahnung.

Nun, in der kurzen Zeitspanne,
die mein langes Leben ist,
hat es nichts weiter gegeben,
als Schulzeugnisse, Hilfeschreie und Liebesentzug.

©hristoph Aschenbrenner

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Was ich möchte

Du kennst alles von mir
Fast alles

Ich geb nichts auf das, was andere sagen
Du ebenfalls

Ich spiele kein Spiel mit dir
Du lächelst

Ich habe keine Angst
Vertraust du mir?

Ich möchte dir etwas zeigen
Wenn du es dir zeigen lässt

Ich mach nichts
Was du nicht magst

Du bist schön, ich verliebt
Lass uns ins Bett geh’n

©hristoph Aschenbrenner

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