Schlagwort-Archive: Literatur

My Mind’s Eye

Es gibt gute Neuigkeiten: Das Manuskript meines nächsten Buches ist im Lektorat.

Unter dem Arbeitstitel „SUPERMARKT-Geschichten“ versuche ich als Durchschnittskunde im täglichen Wahnsinn zwischen Kassen und Käufern, Bioprodukten und Bananen (aus der Obstabteilung) und Musikberieselung und Marmorkuchen zu überleben. Und zu entkommen.
Ich schone nichts und niemanden! Autor und Aussage sind eins – da werden sich Kritiker wie Fans einig sein.
Mein Blick auf die Dinge mit meinem Schreibstil, so hoffe ich, werden Euch Spaß machen. Wie mir auch.

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Eingeordnet unter 2019, Buch 5, Das neue Buch

Niemals fertig

Arbeit, Arbeit, nichts als Arbeit.
Der Druck. Der Druck. Druck!

Ich kann es mir nicht mehr vorstellen,
an einem Sommertag
mit einem Freund
zu trinken und lachen.

Ich seh im Spiegel,
wie mein Haar grau wird.

Ich weiß nicht, wie mein Vater
so alt werden konnte.
In meinem Leben war
ich schon zwölf Mal tot.

Ich glaube noch an das Glück.
An das quietschend bunte Glück.
Für das Leben. Leichtigkeit. Liebe.
Ewig währt am längsten.

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Eingeordnet unter 2019, Lyrik

Für wen

Ich schreibe hier nicht für die Oberflächlichen.
Nicht für die, für die es außen immer funkeln muss.
Ich berichte von eigenen Gedanken / Gefühlen, die authentisch sind.
Ich kenne sie am besten, ich hinterfrage sie.
Ich schreibe nicht für die, die jedes falsch gesetzte Komma stört.
Nicht für die, die ihre Kleinheit auf andere projizieren.
Auch Grammatik ist entwicklungsfähig.
Ich schreibe nicht für Plätzchenbäcker, Kochmamsells und Tierbesitzer,
nicht für Strickende, Kuchen- und Tortenfotografierer.
All das ist schön, bloß nicht mein Thema.
Ich schreibe nicht für die Anonymen.
Nicht für die, die sich vor dem Impressum drücken.
Die kein wahrer Name, kein Foto verrät.
Ich stehe zu meinem Wort.
Ich schreibe nicht für die, die ihr Buch schreiben.
Nicht für die, die ihr Projekt klammheimlich nicht zu Ende kriegen.
Wenn ich ein Buch schreibe, steht es dann im Buchladen.
Ich hole tief Luft.
Manche werden Künstler nie verstehen.
Die Zwiespältigkeit zwischen Einsamkeit suchen und Aufmerksamkeit brauchen.
Spannung lässt das Licht leuchten.
In Glühbirnen wie in Geisteswerken.

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Eingeordnet unter 2018

Joker

Hätte. Hätte ich noch ein Telefonbuch. Also Buch. Mit Seiten. Und Einträgen en masse. Kleingedruckt. Aber. Diese Wälzer. Kommen mir nicht mehr. Ins Haus! Hätte ich noch ein Telefon. Buch. Ich würde mich. Und meine Nummer. Noch finden. Es ist. Viele Jahre her. Jemand. Rief mich an. Es. Ging um. Eine Frau. Da wollte ich. Seine. Seine Telefonnummer. Doch. Er sagte. Er hätte nur. Ein. Handy. Eine. Mittlere Sensation. Damals! Ich. Habe kein. Telefonbuch. Mehr. Ich brauche. Diese Schwarten. Nicht. Vielleicht. Vielleicht. Ein Beitrag zur. Umwelt. Ich kann. Im. Internet. Telefonnummern. Finden. Auch. Meinen. Eintrag. Alles. Richtig. Als ich. Den. Anschluss bekam. Die. Einzige. Unverwechselbare. Zahlenkombination. Heute. Heute. Ist mir immer noch. Jedes Festnetzgespräch lieber. Als Handy. &. Co. Händie. Und. Ko.


Dieser Text ist fragmentarisch. Er bricht Lesegewohnheiten auf. Bis in kleinste Satzteile stellt er Grammatik infrage. In einem Interview wurde ich gefragt: „Warum stehst Du so auf dieses Fragmentarische?“ Weil unsere Welt so ungeheuer rasant geworden ist und unsere Aufmerksamkeit überproportional von zu vielen Dingen gleichzeitig beansprucht wird. Eine Geschichte mit Anfang, Mittelteil und Schluss käme kaum noch durch den Beschuss von Informationen hindurch.

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Eingeordnet unter 2018

Mein Interview

Im Onlinemagazin „Alles Münster“, hier der Direktlink.

Ich kenne die Reporterin Katja schon einige Jahre, sie ist bei unserer Autorengruppe Sem;kolon. Sie arbeitet in einer PR-Agentur, mag Steampunk-Treffen und Mittelaltermärkte. Und sie fragte mich unlängst nach einem Interview über mein neues Buch URBANICITY für ein Onlinemagazin, welches ich nicht mal kannte.
Es ist gut geworden, finde ich. Am Ende kann man das Buch gewinnen!
Dass es mein allererstes Literateninterview war, habe ich ihr noch nicht gesagt …

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Eingeordnet unter 2017, Bei Sem;kolon zu Hause, Buch 4, Das neue Buch

Ich vibriere!

Ständig bin ich in Bewegung. Stecke mir ein Kippe zwischen die Lippen. Das Feuerzeug in der Hand. Doch weil ich so viel tun möchte, hier und dort etwas erledige, kann eine halbe Stunde vergehen, bis ich die Zigarette anzünde.
„Christoph Aschenbrenner hat seine Fans!“ schrieb Frau Evrard von meinem Verlag. Falls es sie wirklich gibt, die Fans, warten sie seit gut anderthalb Jahren auf ein neues Buch von mir. Das Rad neu erfinden hat etwas Zeit gekostet. In der Literatur bedeutet das eben sich neu definieren.
Was meine Unruhe verursacht, ist, dass es bald soweit ist! „Urbanicity“ geht demnächst in den Druck!
Ich als Mr. Short Story himself habe mich inhaltlich und am Stück über einen ganzen Band ausgebreitet. Nebenbei, ich schlug „Kurzroman“ als Untertitel vor. Bei 40 Seiten im Reclam Heft Format fand es der sonderpunkt Verlag nicht so ganz überzeugend. Also gar nicht.
Ich warte nun auf die Imprimaturen. Schnalze mit der Zunge. Frage mich, wie mein Werk draußen angenommen wird?
Ich könnte schnelle Reaktionen durch das Posten von Ausschnitten bekommen. Finde aber, man sollte alles kennen. Wie bei einer Kurzgeschichte. Eine lange, tief gehende und dennoch stringent erzählte und von allem überflüssigen glatt gebügelte Kurzgeschichte.
Der Pott ist am Kochen und es wird heiß! Verdammt, wo ist mein Feuerzeug …?

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Eingeordnet unter 2017, Buch 4, Das neue Buch

Sonntagsbild 378

sonntagsbild-378

Sonnenaufgang: 7:57 Uhr
Tageszeit: Morgen
Wetter: regnerisch & 8 °C
Stimmung: etwas entschleunigt
Chrizzy inmitten seines Autorenzirkels…

Foto: H. Angenent

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Eingeordnet unter Lesung, Sonntag, Sonntagsbild

Jubiläumslesung

Wir. Wir Autorinnen und Autoren der Autorengruppe Sem;kolon. Wir feierten das 25-jährige Bestehen einer freien Gruppe, die noch nie von öffentlichen Geldern abhängig war, die nie einen Leiter brauchte, die sich trifft, um sich gegenseitig zu helfen bei ausschließlich selbstgeschriebener Literatur. Ich habe den Abend als sehr harmonisch innerhalb der Gruppe erlebt. Das Publikum war sehr aufmerksam, ich konnte es in meinen Parts nicht sehen wegen der Scheinwerfer. Doch wenn man auf der Bühne nichts hört, als nur den Applaus am Ende, dann glaube ich,  es hat gefallen.

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Eingeordnet unter Bei Sem;kolon zu Hause, Lesung