Schlagwort-Archive: Lyrik

Feuer mit Feuer

Weder ein Hier noch Dort

Inmitten des Taumelns und Strauchelns

Berührungsfrei und stumm

Stimme ich die sechs Saiten

Spiele in Moll

Aber mein bis Anschlag

Verzerrter Verstärker

Wie eine Kreissäge

Wird Ohren zerfetzen

Bis ich Leben finde

Außerhalb meiner selbst

©hristoph Aschenbrenner

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Signale

Sender funken
Mitten ins Leben
Digital

Signale in den Weltraum
Lichtgeschwindigkeit
Ohne Antwort

Empfange Störungen
Egoistische Verwöhnte
Überdrussgesellschaft

Abgeschaltet
Möchte die Wahl
Nicht sein wie sie

©hristoph Aschenbrenner

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Liebe in Zeiten von Corona

Ich hab dich nie
lachen gesehen
Ist das der Ernst der Lage?
Lachst du doch, lachst du über mich?

Ich hab dich nie
schreien gehört
Deine Tränen ausgetrocknet?
Ich bin laut. Klage das Unrecht der Welt

Ich hab die dich nie
nach deinen Eltern gefragt
Sind sie hoch gebildet? Kühl wie du?
Oder wie meine? Schon tot?

Ich schlafe nie,
wenn du bei mir liegst
Hättest du den Mut, mich zu lieben?
Solange die Menschheit besteht?

©hristoph Aschenbrenner

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In Spalten versickert

Die eine Nacht noch
Hoffen auf Anerkennung. Bewunderung
Will weiter machen

Berührungen punktuell. Bleiben auf Distanz
Das ganze Leben fühlt sich so an

Liebst du mich?
Liebst du mich?

Niemand antwortet

Leere ist Angst

©hristoph Aschenbrenner

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Wut & Scham

Sowas von auf Provokation aus

Zwischen dir und dem Glück ein Abgrund

Läufst herum, andre anzufauchen

Steckst im frisch gegossenen Teer fest

Verbreitest Giftwolke einer abgebrannten Chemiefabrik

Erreichst gar nichts

Dinge sind die sie sind

Hilft nicht, laut zu werden

Am Ende nur müde, gehst früh schlafen

Tag missraten

Zufriedenheit warm geht anders

Das weißt du

Eigentlich

©hristoph Aschenbrenner

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Ohne Titel

Irgendwas ist immer.

Hohle Lust zu putzen

Vergebliches Mühen um anderer Leute Gunst

Irgendwas ist immer.

Mit Putzen von vorn beginnen

Dir selbst nicht sicher

Irgendwas ist immer.

Zehn verdammte Gründe sich zu hassen

Muss alles noch heller glänzen und

riecht nach Chemie

Irgendwas ist immer.

Es schmeckt ein wenig nach Salz

liegst du fertig und müde im Bett

©hristoph Aschenbrenner

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Sicherheit siegt

Sie war stolz
Keiner konnte ihr das Wasser reichen
Von meinem Wein trank sie
Und ihre Küsse lichterloh
schmelzen unlöschbar in mein Gedächtnis

Unsere Liebe nicht gemacht für Alltag
An geheimen Orten zu verbotenen Zeiten
Tageslichtscheu
Trauten nicht mal uns selbst
Vergänglichkeit Gewissheit

Keine Träne in ihrem Gesicht
Kein Bedauern in der Stimme
als sie mitteilte
ab jetzt sei sie verlobt – mit ihm
Sie war stolz und verblasste

©hristoph Aschenbrenner

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Fortgeschmissen

Was sie von dir halten,
sagen sie dir ins Gesicht.

„Na, du Penner! Wo kommst du angeschlichen?“
„Mann, kauf dir mal anständige Klamotten!“
„Wenn ich du wär‘, würd ich mich erschießen!“
„Jetzt hau ab! Verpiss dich!“

Du hast eine Unmenge Liebe,
aber sie wollen sie nicht.

In dir all die Liebe,
doch sie sehen sie nicht.

Würdest geben Liebe,
sie brauchen sie nicht.

Hättest du nicht all diese Liebe,
du wärst wie sie.

©hristoph Aschenbrenner

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