Schlagwort-Archive: moderne Lyrik

In Spalten versickert

Die eine Nacht noch
Hoffen auf Anerkennung. Bewunderung
Will weiter machen

Berührungen punktuell. Bleiben auf Distanz
Das ganze Leben fühlt sich so an

Liebst du mich?
Liebst du mich?

Niemand antwortet

Leere ist Angst

©hristoph Aschenbrenner

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Eingeordnet unter 2020, Lyrik

Der übrig blieb

Sieht, wie die Dämmerung die Sonne verschlingt
In ihm ist’s schon lange dunkel

Hat sich abgekapselt
Von Menschen enttäuscht

Lieber ein einsam Herz
Als ein ungeliebtes

Sie sind alle fort
Für sie war hier nur Station

Nahmen mit die glücklich Stunden
Und das Leben an sich

©hristoph Aschenbrenner

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Eingeordnet unter 2020, Lyrik

Wut & Scham

Sowas von auf Provokation aus

Zwischen dir und dem Glück ein Abgrund

Läufst herum, andre anzufauchen

Steckst im frisch gegossenen Teer fest

Verbreitest Giftwolke einer abgebrannten Chemiefabrik

Erreichst gar nichts

Dinge sind die sie sind

Hilft nicht, laut zu werden

Am Ende nur müde, gehst früh schlafen

Tag missraten

Zufriedenheit warm geht anders

Das weißt du

Eigentlich

©hristoph Aschenbrenner

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Eingeordnet unter 2020, Lyrik

Ohne Titel

Irgendwas ist immer.

Hohle Lust zu putzen

Vergebliches Mühen um anderer Leute Gunst

Irgendwas ist immer.

Mit Putzen von vorn beginnen

Dir selbst nicht sicher

Irgendwas ist immer.

Zehn verdammte Gründe sich zu hassen

Muss alles noch heller glänzen und

riecht nach Chemie

Irgendwas ist immer.

Es schmeckt ein wenig nach Salz

liegst du fertig und müde im Bett

©hristoph Aschenbrenner

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Eingeordnet unter 2020, Lyrik

Vollendung

Klänge.

Vereinzelt.

Laut und tief.

Angenehm.

 

Wie das Abtupfen einer Wunde.

Bei halben Bewusstsein.

Der letzte Eingriff?

Der letzte Schmerz?

 

Die wahnsinnige Hoffnung.

Der große Mut.

Für ein Leben ohne Schatten.

Intensiv und frei.

 

 

 

©hristoph Aschenbrenner

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Eingeordnet unter Bei Sem;kolon zu Hause

Sicherheit siegt

Sie war stolz
Keiner konnte ihr das Wasser reichen
Von meinem Wein trank sie
Und ihre Küsse lichterloh
schmelzen unlöschbar in mein Gedächtnis

Unsere Liebe nicht gemacht für Alltag
An geheimen Orten zu verbotenen Zeiten
Tageslichtscheu
Trauten nicht mal uns selbst
Vergänglichkeit Gewissheit

Keine Träne in ihrem Gesicht
Kein Bedauern in der Stimme
als sie mitteilte
ab jetzt sei sie verlobt – mit ihm
Sie war stolz und verblasste

©hristoph Aschenbrenner

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Eingeordnet unter 2020, Lyrik

Fortgeschmissen

Was sie von dir halten,
sagen sie dir ins Gesicht.

„Na, du Penner! Wo kommst du angeschlichen?“
„Mann, kauf dir mal anständige Klamotten!“
„Wenn ich du wär‘, würd ich mich erschießen!“
„Jetzt hau ab! Verpiss dich!“

Du hast eine Unmenge Liebe,
aber sie wollen sie nicht.

In dir all die Liebe,
doch sie sehen sie nicht.

Würdest geben Liebe,
sie brauchen sie nicht.

Hättest du nicht all diese Liebe,
du wärst wie sie.

©hristoph Aschenbrenner

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Eingeordnet unter 2020, Lyrik

Salz der Meere, Salz der Erde

Einer von Tausenden.
Einzeln in der Menge.
Keine kritische Masse.

Geschlossenes System.
Innerlich zerrissen oder zufrieden.

Leben wie alle.
In Frieden existieren.
Lieben ohne Grenzen.

Einer von Millionen.

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Eingeordnet unter 2018, Lyrik