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Vom Frauen hassen

Ich stehe etwas unter Zeitdruck. Ich möchte diesen Beitrag fertig schreiben, bevor meine Zigaretten ausgehen. Sie rauchen nicht am Rechner, nicht in der Wohnung, überhaupt nicht? Sind Sie eine Frau?
Männer tun das, also ich tue es.
Ich mag Frauen, so ist es nicht. Ich liebe sie. Am liebsten in meinem Bett. Ja, Beziehungen hatte ich auch. Letztendlich sind sie alle an einer Sache gescheitert. Ein Lehrer hat das früher mal treffend formuliert: „Frauen suchen den Vater ihrer Kinder.“ Es spielt keine Rolle, ob ich mich nicht fortpflanzen will oder kann, absolut jede, die ich traf, wollte meine Gene, und verweigerte ich sie, war ich nicht mehr begehrens- und liebenswert.
Hatte ich meine Natur also im Griff, schrie ihre Gebärmutter nach Arbeit. Im Grunde ein Urinstinkt, der sich Studentinnen, Vegetarierinnen und Töchter wohlhabender Häuser ebenso wenig entziehen konnten, wie unsere Eltern, denen wir unsere Existenz verdanken.
Man kann sich diesen latenten Konflikt sicher gut vorstellen. Wer ist gerne allein? Wer wird gerne alleine alt? Aber du bekommst partnerschaftliche Gemeinschaft und Sex nicht ohne windelscheißende Kinder. Gut, meine Meinung, muss keiner mit mir teilen. Womit ich wieder beim allein sein bin …
Ich treffe jeden Tag Frauen. Die meisten haben ihren männlichen Genpool schon lange im Schlepptau. Es ist schwer, das Selbstwertgefühl aufrecht zu halten. Nicht zu verbittern. Nicht zu hassen. Objektiv gesehen kann ja das weibliche Geschlecht und speziell diese und jene da nichts an meiner Einsamkeit. Im Grunde ist es ja die Einstellung, die etwas blockiert.
Allerdings kann ich auch nicht den Papa vorheucheln und fuck to go betreiben. Ist es nicht erschreckend, wie viele alleinerziehende Mütter es gibt?
Die Bilanz meines bisherigen Lebens – das erschreckend lang war – ist, dass die Vaterrolle nie meine gewesen ist. Trotzdem! Ich habe es satt, dass gefühlt 99 % der Frauen, die ich kenne, bereits vergeben sind und der Rest Kinder will.

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Rummikub

Der Typ da reißt Blätter vom Baum ab. Ich muss sagen, ich weiß nicht, was es für ein Baum ist, aber nicht nur die Blätter sind schön. Zwei Bäume dieser Art säumen den Eingang. Sie breiten ihr Blätterwerk wie Regenschirme aus, und genau so kann man sie nutzen, wenn man bei einem kurzen Sommerregen eine draußen rauchen muß.
Nachdem er ordentlich Blätter gerupft hat, kommt er zu mir rüber auf die gegenüber liegende Seite und wirft seine Beute ins Gras. Erläuternd meint er: „Jetzt kann man endlich wieder darunter her gehen.“ Ok, bei seiner Größe kann das ein Störfaktor sein. Gewesen sein.
Der Höhepunkt des Tages erwartet uns um 15 Uhr. Die Backgruppe soll einen guten Kuchen hinbekommen haben. Ansonsten Langeweile.
Ich habe mein chauvinistisches Gen wiederentdeckt, wenn wir uns darauf einigen können, dass der Begriff bedeutet, das Männergeschlecht als einzig akzeptables zu bewerten. Vielleicht auch ein Produkt latenter Langeweile.
Das Männer-Frauen-Verhältnis ist hier etwas zu Gunsten der Frauen. Das führt dazu, dass mir oft das Wort „Weiber“ entfährt.
Dieses eine Wort kann einen ganzen Kommentar beinhalten, je nachdem, wie man es betont. Und an welcher Stelle man es einsetzt. Eine der schönsten Reaktionen einer Frau war, dass sie gegen die Reemanzipation (des Mannes!) sei. Huch, von so etwas wusste ich noch nichts.
Aber auch das Chauvie-Spiel wird schnell langweilig. Noch anderthalb Stunden bis zum Kuchen. Zwei packen Rummikub aus, laden mich ein, mitzuspielen. Ich mache mit, auch wenn ich bisher noch kein Mal gewonnen habe …

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