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Ach, bitte …

Wen es interessiert, oder wer wissen will, worum es in meinem nächsten Buch gehen … könnte, der kann, darf, möchte diesen Link anklicken:

https://www.c-aschenbrenner.de

Ich bin selbst gespannt auf das Ergebnis. Und mit solchen Hinweisen und Ankündigungen auf Homepages mache ich mir selbst Mut, es durch zu ziehen.

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Eingeordnet unter 2018, Buch 5

Versatile: Der 7-Fakten-Award

versatile-blogger-award

Ich bedanke mich bei simonsegur für diesen Award. Er schreibt, dass in unserer „postfaktischen Zeit“ nach Fakten zu fragen mutig sei …!

Neue 7 Kandidaten sollen nominiert werden. Ich füge sie am Ende ein.

7 Fakten über mich, die ich mir selbst ausgesucht habe:

1.) Mein Geschlecht ist männlich, und meine sexuelle Orientierung? Ich mag Frauen.

2.) Ich habe keine Familie gegründet und keine Kinder, weil mich schon früh dagegen entschieden habe.

3.) Das wichtigste, das ich gelernt habe, war Lesen und Schreiben. Meine Großeltern konnten es nicht.

4.) Ich bin immer ein riesengroßer Fan der Beatles gewesen. Doch sie haben sich 1970 getrennt und 1980 wurde John Lennon ermordet, es werden immer nur die alten Lieder bleiben.

5.) Die Tätigkeit, die mich ausfüllt, ist Autor, Schriftsteller, zu sein. Mein neues Buch „Urbanicity“ erscheint bald. Die nächste Lesung ist am 17. März 2017. Zum Austausch über selbstgeschriebene Texte treffe ich mich monatlich mit einer Autorengruppe. Im Dezember 2016 las ich im Radio eins meiner Stücke vor.

6.) Ich habe keine politische Gesinnung. Wenn ich auch an Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden glaube, weiß ich, dass sich Menschen wieder und wieder verführen lassen.

7.) Das liebste, womit ich Butterbrote belege, ist Rauchfleisch. Das ist feinstes, makelloses Rindfleisch. (Ich kann es mir nicht oft leisten.) Und somit ist klar, dass ich kein Vegetarier oder Veganer bin.

Ich nominiere:

andreamaluga

Monika-Maria Gedanken-Reich

Karo-Tina Aldente

Arne

ichbinsg

Madame Hava

lesend

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Eingeordnet unter Buch 4, Liebster Award

Sonntagsbild 389

sonntagsbild-389

Sonnenaufgang: 7:46 Uhr
Tageszeit: Morgen
Wetter: trocken & 0 °C
Stimmung: hoffend
Chrizzy, der meint, ein Jodel-Diplom ist erheblich billiger…

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Zwischen Wurstbrot und Pudding

Ich muss unbedingt etwas bissiges schreiben. So wie den ganzen Nachmittag Torte probiert haben, aber zum Abendessen Schmacht auf ein Wurstbrot haben. Etwas wahres, ursprüngliches.
Ich ertrage ja auch nicht den ganzen Tag klassische Musik. Also angezogen. Wirklich mag ich Brahms Symphonie Nr. 1 in c-moll. Doch dann ziehe ich wieder Rock, Funk und Pop vor.
Verdammt viele unserer Heros sind gefallen. Warum hat noch keiner eine Verschwörungstheorie aufgestellt? Ist sehr einfach. Donald Trump brauchte keine Wahlgeschenke, er brauchte Wähler. So fand ein geheimes Treffen mit den höchsten Moralisten Amerikas statt. Dann schickte Trump seine privat finanzierten Söldner los. Eine Spezialeinheit, die alles wie einen plötzlichen, doch natürlichen Tod aussehen ließ. Oder einfach eine Überdosis. Lemmy, Bowie, Prince („Schwuler Bastard!“), Cohen … Und an Silvester stirbt Paul McCartney („Dem hilft kein Yesterday!“).
Ich meine, wenn Trump die ganze Welt außer die USA als Feind sieht, dann dürfen wir ihn doch als Welt im Umkehrschluss …
Jetzt bin ich schon bei der Politik. Davon verstehe ich nicht viel. Ich kämpfe noch mit einem Zuviel an Erinnerungen, die ich über Weihnachten abbekam. Aber man kann keinen Besuch bei der Familie machen, ohne einen freien Fall in frühere Jahre. Und speziell bei außerfamiliären Erfahrungen möchte man sofort die Reißleine ziehen.
Nun, ich ging trotzdem meinen alten Schulweg. Ich sah sofort, wo etwas abgerissen war und wo etwas neu hingebaut wurde. Doch das Schulgebäude war wie eh und je. In der Dämmerung kam ich an und zündete eine Zigarette bevor die Straßenlaternen schienen. Ich ging um die Ecke weiter, wo ich meinen damaligen Kindergarten vermutete. Ich verstand den Grundriss nicht mehr. Wie konnte ich mich vier Jahre nur darin zurechtfinden? … Weil ich in der Klasse auf meinem Arsch saß und lernte.
Und 35 Jahre später interessiert sich ein Verlag für meine „Aufsätze“ …
Wer hätte das gedacht? Ich! Was immer ich auch werden wollte, was immer ich aus mir machen wollte, wie immer ich mich auch entwickeln wollte – ich hätte es zu Hause nicht geschafft. Ich werde meine Eltern nicht verurteilen oder meine Geschwister. Aus irgendeinem Grund bin ich so gestrickt, wie ich bin, und ich wäre dort eingegangen. Etwas besonderes bin hier auch nicht, aber wie sich Glück statt Verzweiflung anfühlt, habe ich erfahren. Einige Male.
Mist. Doch kein Wurstbrot-Text. Eher Pudding.

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Abschied von 2016

Permanent lebe ich einen Kompromiss. Beruflichen Tätigkeiten nachgehen und drum herum Autor sein. Das Talent des Schreibens ist erheblich ausgeprägter als die Motivation fremdbestimmte Arbeit zu leisten.
So auch in 2016. Aufgrund einer chronischen Erkrankung ist meine tägliche Arbeitszeit schon lange reduziert. Und ich hatte dieses Jahr einen Ausfall von vier Monaten. Manche Menschen sind davon überzeugt, dass mein Talent durch meine Krankheit bedingt ist. Meine Lektorin zum Beispiel.
Was ich dieses Jahr nicht wollte, war mein runder Geburtstag. Ich verstehe selbst nicht so ganz wieso.
Tja, und so sammelt man am Ende des Jahres alle Für und Wider ein, bilanziert und stellt fest, dass es sowieso unvermeidlich ist, zu 2017 zu wechseln, in die Hände zu spucken und sich selbst nicht zu verlieren. Und eben das wünsche ich Euch auch!

Ich in 2016

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Foto: C. H.

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An und für sich

Ich stehe noch unter Schock! Mein Hausarzt hatte heute eine üble Nachricht für mich. Jetzt ist es raus. Ich werde es überleben. So schlimm ist es auch nicht. Schlimmer ist, nicht zu wissen, wem man davon erzählen soll oder kann. Ich muss damit fertig werden, doch im Gespräch mit Vertrauten wird die Angelegenheit auch schon mal eine Nummer kleiner gemacht. Doch wer hört zu und wer darf das überhaupt? Muss ich nicht auch im Interesse von anderen geschwächten oder schwächeren Menschen die Klappe halten? Rücksicht nehmen?
Und deshalb bin ich in diesem Zusammenhang wieder auf das Thema Blog, Blogger und Bloggen gekommen. Für wen schreibe ich und wer liest mich?
Ich kann nicht behaupten, ich schreibe bloß für mich selbst. So wie Tagebuch. Das wäre ja sinnlos, denn nichts ist geheim, alle könnten es lesen. Sicher, es gibt den Aspekt des Festhaltens bedeutender Dinge, die ich dann für mich noch mal nachlesen kann oder könnte. In der Regel mache ich das selten.
Ich lese andere Blogs gerne und mit Sympathie. So wirklich richtig etwas von den Autorinnen und Autoren weiß ich jedoch nichts. Nie persönlich begegnet. Oder sehr, sehr selten. Aber ich nehme an, meine Beiträge werden von einigen anderen ebenso verfolgt. Gut, ich sehe das an den Likes und Kommentaren. Und es heißt deshalb soziale Netzwerke, weil man in irgendeiner Form verbunden ist. Per Internet.
Es gibt die, die ich nicht kenne, die mich lesen, und die keine Voyeure sind und keine Schadenfreude empfinden bei Fehlern, die ich mache. Es lässt sich übrigens nicht vermeiden, dass es solche gibt. Doch für diejenigen, die immer stumm mitlesen, bin ich ebenso Mensch und Bekannter. So bekannt man eben einander sein kann, wenn man im World Wide Web unterwegs ist. Und das kann nichts schlechtes sein.

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Ein Cent für meine Gedanken …

… die mehr auch nicht wert sind.
Dies schrieb ich in Anlehnung an einen der ganz großen Filme. In Casablanca kommt das vor. Was soll auch groß dabei raus kommen, wenn man beim Schreiben nebenher die Greatest Hits von Robbie Williams hört? Ugh!
Dennoch muss ich mir etwas von der Seele schreiben. Ich habe hier einige Blogs favorisiert, die den künstlerischen Gedanken, wie ich ihn verstehe, geteilt haben. Als Autor fühle ich mich nur einem verpflichtet, der Freiheit. Ich kann nur schreiben, und bin darin auch gut, wenn ich völlig ohne Einfluss in meinen Gedankenwelten spazieren kann. Und so schien es bei anderen Autorinnen und Autoren auch.
Doch es hat sich etwas geändert. Nicht bei mir. Ich fühle mich als Künstler noch immer grenzenlos. Andere haben sich jedoch vor einen politischen, moralischen und weltlichen Karren spannen lassen. Es scheint eine Angst umzugehen, die eine vehemente Reaktion in Form einer korrekten Positionierung hervorbringt. „Wer nicht für uns ist, der ist gegen uns!“ Dies ist die Forderung derer, mit denen ich mal einen rein künstlerischen Austausch hatte.
Bitte, wenn sie Zeit und Kraft haben, sich zu engagieren, soll es ihre Sache sein. Ich sehe dabei leider nur die Kunst an sich vor die Hunde gehen.
Und wenn ich wüsste, die Welt ginge morgen unter, ich schriebe heute noch ein Liebesgedicht.

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Der Wunschtext

Hallo! Nun ist er mir in die Tastatur geflossen, der „Wunschtext“! Statt bloß ein Wort zu nehmen, habe ich alle vier Vorschläge eingearbeitet, die mir in die Kommentare geschrieben wurden, als ich nach einem Stichwort fragte, als ich nicht wusste, worüber ich schreiben soll. Ich hoffe, jede und jeder, die oder der einen Vorschlag gemacht haben, fühlen sich ausreichend repräsentiert! ;-) Einzig, einen Titel habe ich dafür noch nicht …

Wunschtext aus „Katze“, „Diskriminierung“, „Single“, „ein Vegie-Vampir im Dunkeln“:

Am Montag war die Vollmondnacht. Heute Morgen an der Bushaltestelle auf dem Weg zum Job war am einen Straßenende die Sonne aufgegangen und am anderen stand groß, klar und noch fast rund der Mond am Himmel. Er hoffte, dass sich mit dem abnehmenden Mond einige Probleme von selbst erledigen. Wie Schlaflosigkeit, Gereiztheit, verstärktes Rauchen und Putzwut.
Die Praktikantin bei der Arbeit, die leider diese Woche ihren letzten Tag hat, hatte ihn auf das Thema überhaupt gebracht. Mondphasen und Befindlichkeit. Sie schien sich auszukennen. Es soll ja so weit gehen, sich beim Fenster putzen nach dem Mondkalender zu richten.
Was ihn angeht, hatte er sich vor dem Scheibenwaschen erfolgreich drücken können und wie voll der Mond war, war ihm auch entgangen. Er sah weder Nachrichten im TV noch hörte sie im Radio, hatte keine Zeitung abonniert oder surfte im Internet danach. Er hat ja Kollegen.
Alles, was er wissen muss, hört er nebenbei in ihren Gesprächen. Er ist nicht unbeliebt. Und er ist der Älteste. Sein Wort zählt. Dabei schätzt ihn jeder nicht älter als 40 …
Nur allerengste Freunde wissen, er hatte ein langes, hartes Leben, in dem er sich oft wie 110 gefühlt hat. Doch das reibt er niemandem unter die Nase. Das nützt keinen, am wenigsten ihm selbst.
Heute ist aber Vorabend von etwas Neuem. Er hatte sich für morgen extra Urlaub genommen. Der Tag gehört ihm. Der ganze Tag. Als Single kann er in seiner Freizeit sowieso machen, was er will. Warum er in seinem Alter nicht wenigstens schon geschieden war, war entweder eine lange Kette von Pech oder einfach schlau. Zumindest vereinfachte es manche Dinge, und sein Vorhaben kann exakt geplant und nach seinem Gusto ausgeführt werden. Da redet ihm niemand rein.
Das „Frauenthema“ ist eine hochsensible und ebenso hochexplosive Angelegenheit. Auch er hatte sich oft unsterblich verliebt und an die „große Liebe“ geglaubt. Das war jedoch alles nichts weiter als eine Illusion. Genauso, als könnte ein Vegie-Vampir im Dunkeln stehen und darauf warten, dass er seinen Blutdurst besiegt und übertags einem geregelten Bürojob nachgeht. Das funktioniert nicht. Aus. Und so war es eben bei ihm und der Liebe. Simple Beweisführung: Welche Beziehung hatte bis heute zu ihm gehalten? Keine. Quod erat demonstrandum.
Die Fehler bei sich zu suchen oder beim Partner, oder bei beiden zusammen, das hatte er ausgiebig in einer Therapie gemacht. Schluss damit, was zählte, war das Heute. Und heute eben das Morgen. Denn morgen will er mit etwas beginnen, wozu er endlich die Mittel bekommt. Und dann mal sehen …
Auslöser für diese Geschichte war eine erst schleichende dann immer drängender werdende Diskriminierung durch seine Umwelt. All die gesetzlichen Verbote. Leute an der Bushaltestelle. Klar, man konnte sich darüber hinwegsetzen, wo es noch ging. Vielleicht war manch missbilligender Blick oder gekünsteltes Husten auch nur eine paranoide Wahrnehmung? Wenn die Unterscheidung nicht mehr gelingt zwischen offene Missbilligung in seine Richtung oder ein Problem, dass die anderen mit sich selbst haben. Ähnlich wie bei Aberglauben. Vor einem kreuzt eine schwarze Katze den Weg. Von links nach rechts. Das bringt Unglück. Aber Moment, hatte man es richtig behalten? War es nicht von rechts nach links? Eine Richtung bringt nämlich Glück. Aber welche? Das kann einen so konfus machen, dass man auf dem Absatz kehrt macht und einen anderen Weg nach Hause geht!
Der Abend, an dem ihm klar wurde, wenn er sich nicht änderte, stünde er allein da, auch wenn es immer Leute geben wird, die ihr Verhalten niemals ändern, war vor genau einer Woche. Er traf sich in geselliger Runde in einer Rock- und Blueskneipe wie jeden Monat mit einer festen Gruppe netter Leute aus der Szene. Die Abende gehen stets sehr lang. Tja, und da musste er feststellen, nun war er der letzte Idiot, der draußen Nachschub brauchte. Wenigstens einer hatte ihn immer begleitet. Und der war nun umgestiegen. Saß nun feist die ganze Zeit mit am Tisch, während es draußen rattenkalt und das hohle Gelaber der Kellnerin, die sich auch den schnellen Kick reinpfiff, unerträglich war.
Nein, das wollte er nicht mehr. Er wollte es wenigstens versuchen. Abgesehen davon, wieviel Geld er sparen würde, es soll auch viel gesünder sein.
Morgen würde seine E-Zigarette ankommen. Eine ganze Ausrüstung. Er, der starke Tabakraucher, würde Dampfer werden.

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