Schlagwort-Archive: Schreibtisch

Andere gehen grillen

Mann, der Frühling trifft einen wie eine Ohrfeige, die noch lange auf der Haut brennt. Ich habe im Winter einfach nur ans Überleben gedacht. Jetzt ist die Dunkelheit vorbei. Vermutlich traue ich mich sogar, mal zu lachen.
Mein neues Buch ist bald raus, ich hoffe im April. Urbanicity im sonderpunkt Verlag.
Meine beiden Kollegen, Martin Heinrich und Jürgen Flenker, veröffentlichen auch bald. Ha, irgendeiner schreit dann laut: „Eeerster!“
Meine Lektorin fragte völlig unschuldig, ob ich schon was für ein fünftes Buch hätte. Trotz offensichtlicher Geschäftstüchtigkeit war ich geehrt, mir so etwas zuzutrauen. Ohne Scheiß, ich gehe bereits mit etwas schwanger, habe aber noch keine Zeile geschrieben.
Mein Lieblingsplatz ist sowieso der Schreibtisch. Auch im Frühling.

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Sonntagsbild 375

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Sonnenaufgang: 7:20 Uhr (Winterzeit)
Tageszeit: Morgen
Wetter: bewölkt & 7 °C
Stimmung: so la la
Chrizzys Spuren jahrzehntelanger Kreativität auf seinem Schreibtisch…

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Gitarren schreien

Mein letzter Beitrag hier ist schon eine Woche her. Als Schreiber fliege ich derzeit gehörig unter dem Radar. Ich habe es sogar meiner Lektorin gebeichtet: von mir ist erst mal nicht weiteres zu erwarten. Ich esse und schlafe kaum. Die neue Hose, die ich mir kaufte, um über die Feiertage etwas Ordentliches anziehen zu können, war tatsächlich zwei Nummern enger.
Aus Erfahrung weiß ich, dass sich das wieder legen wird. Dass ich meinen Schreibtisch wieder finden werde.
Doch bis dahin – Musik, Musik, Musik …
Ich ziehe neue Saiten auf, was eine Kunst für sich ist. Alle Wirbel dreht man dabei vom Spieler weg. So kommt man beim höher Stimmen nicht durcheinander. Die Stahlsaiten der Westerngitarre müssen krisp klingen. Ich stelle Verstärker auf und verkable sie miteinander. Ist alles richtig eingestellt, ist die E-Gitarre in einem Amp clean zu hören und in dem anderem mit dem moduliertem Effekt. Ich spiele Kombinationen von Moll-Akkorden und Septimen, Soli mit dem Plek. Bei Robert Lemkes „Was bin ich?“ wäre meine typische Handbewegung das Einschalten des Stimmgeräts.
Ich bin kein Berufsmusiker. Aber ich habe zurzeit keine Worte in mir. Also ist die Gitarre meine Krücke. Vielleicht auch ein Seelenpflaster.
Dazu meinte meine Lektorin: „Machen Sie nur!“

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Die Verwandlung: Küche in Studio

Da braut sich etwas zusammen! Angefangen hat es damit, dass ich meine Westerngitarre griffbereit und stets gestimmt in die Küche gestellt habe. Ich wollte in Schreibpausen mal wieder ein paar Akkordwechsel üben. Mein großer Schreibtisch steht eben in der Wohnküche. Und Schwupps, kamen die E-Gitarre, ein paar Effektgeräte und nicht ein sondern zwei Verstärker hinzu.
Gestern, nein, gestern kurz vor Mitternacht, habe ich aus dem Keller ein analoges Sound-Mixer-Pult hochgeholt. Dieses gnadenlos geniale Teil hat mir damals meine Ex vom Flohmarkt mitgebracht. Freilich als sie noch nicht meine Ex war. Stolz war sie, zu Recht, denn sie hatte das Ding gehörig runter gehandelt. Ich wusste nur nicht, wie es funktioniert. Bis gestern. Die Jam Session heute Nacht war einmalig! Man kann nicht nur z. B. einen CD-Player anschließen, sondern eben auch die E-Gitarre einstöpseln und so mal eben in Jean-Michel Jarres Erstlingswerk „Oxygene“ ganz neue Akzente setzen mit einem Mörder Echoeffekt. ;-) Und meine beiden Verstärker spielen dabei die Stereo Ausgangsboxen.
Der Franzose hat sein elektronisches Meisterwerk übrigens in seiner Küche produziert … Little Boots auch.
Mir macht es einfach unheimlich Spaß, völlig planlos zu musizieren, das Gitarrengriffbrett rauf und runter zu wandern und schamlos Sounds zu erzeugen. Ein Ziel habe ich damit nicht. Bevor ich weiter an einem Buchprojekt arbeite, brauche ich mal etwas anderes. Eine Konzertgitarre ist bestellt … :-)

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Laubpuster!

Herbst. Laub. Laubpuster!
Um 7:30 Uhr bin ich von einem steten Geräusch im oberen Frequenzbereich geweckt worden. Ich mache das Fenster, welches auf Kipp stand, zu. Das nützt nur nichts.
Draußen ein Mann der Gärtnereinsatztruppe unserer Anlagen mit tragbarem Laubbläser und infantiler Lust, Krach zu machen. Trägt Gehörschutz, der aussieht wie Kopfhörer. Früher in der Schlosserlehre nannten wir sie „Micky Mäuse“, wenn wir sie aufsetzten, um mit der Flex zu arbeiten.
Moment mal … 7:30 Uhr? Und ich habe noch geschlafen? Hm. Was ein paar Tage zu Hause bleiben und sich Ruhe gönnen doch ausmacht. Normalerweise kann ich ab 4 Uhr nicht mehr weiter schlafen und setze mich an den Schreibtisch.
Ich lasse die CD laufen, die gerade im Player liegt. Oft schlafe ich bei Musik ein. Digital Underground mit „ No Nose Job“. Ich drehe meine Anlage auf. Zweimal 120 Watt gegen einen Laubpuster. Hinter dem geschlossenen Fenster. Der Gärtner gewinnt. Gegen „Explizit Lyrics“. Fettes Brot „Schwule Mädchen“ (Live-Version). Nichts. Metallica und „Enter Sandman“? Nein, ich kann die Lärmverseuchung draußen nicht neutralisieren. Deep Purple: „Speed King“. Nah dran, nah dran. Ich breche mein Experiment ab. Was hat man eigentlich vor der Erfindung dieser Ordnungsgeräte gemacht? Richtig! Fegen, und zwar mit Besen und Körpereinsatz.
Inzwischen sitze ich am Schreibtisch und suche nach einem Foto mit Laub in meinem Archiv. Mit geschlossenen Kopfhörern und der neuesten Musik von Prince. Ich finde, „Hit n Run – Phase One“ ist nach langem mal wieder ein richtig starkes Album von ihm. Dabei würde ich noch nicht mal das Klingeln meines Telefons hören. Selbst wenn direkt vor mir läge …

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Sonntagsbild 314

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Sonnenaufgang: 6:13 Uhr
Tageszeit: Morgen
Wetter: Himmel dicht & 17 °C
Stimmung: ja, hab ich ;-)
Chrizzys Denk- und Traumfabrik…

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