Schlagwort-Archive: Schriftsteller

Écriture automatique 2.1

Fenster. Ungeputzt.
Winterkälte.
Straßenlicht.

Ohne Schlaf.
Fette Musik.
Aus jeder Ecke.

Erinnerungen.
Neu verzerrt.
Machen Angst.

Stabil.
Alle anderen:
Leckt mich!

Im Dunkel.
Musik in jeder Ecke.
Elektrobeats.

©hristoph Aschenbrenner

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Eingeordnet unter 2020, Lyrik, Musik

Gezeiten leben

Liege zerflossen dar

Mein Wille geschieht nicht immer

Nicht unendlich

Fröhlichkeit und Kraft

Das Wehe säubert

Stellt Uhren auf Anfang

©hristoph Aschenbrenner

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Eingeordnet unter 2020, Lyrik

Écriture automatique

Komische Vögel
Schräge Typen
Bunte Hunde

Freaks
Helden
Einzelgänger

Workaholics
Penner
Todgeweihte

Männlich
Zart
Hart

Götter
Titanen
Giganten

Dichter
Gequält
Quäler

©hristoph Aschenbrenner

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Feuer mit Feuer

Weder ein Hier noch Dort

Inmitten des Taumelns und Strauchelns

Berührungsfrei und stumm

Stimme ich die sechs Saiten

Spiele in Moll

Aber mein bis Anschlag

Verzerrter Verstärker

Wie eine Kreissäge

Wird Ohren zerfetzen

Bis ich Leben finde

Außerhalb meiner selbst

©hristoph Aschenbrenner

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Signale

Sender funken
Mitten ins Leben
Digital

Signale in den Weltraum
Lichtgeschwindigkeit
Ohne Antwort

Empfange Störungen
Egoistische Verwöhnte
Überdrussgesellschaft

Abgeschaltet
Möchte die Wahl
Nicht sein wie sie

©hristoph Aschenbrenner

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Beats & break

Ich höre einige CDs ab.
Abhören oder durchhören sind eine andere Art von Musik hören, als es die meisten Leute machen.
Für mich geht es hier um zwei chronologisch hintereinander folgende Studioalben eines bestimmten Musikers.
Ich möchte heraus hören, an welchen Stellen eine Weiterentwicklung oder Variation von Bewährtem stattgefunden hat. Ich erkenne auch Anleihen und Zitate anderer Musikstile oder gar von konkret anderen Musikern. Und warum.
Noch dieses Jahr wird eine neue CD des Musikers veröffentlicht.
Übrigens werde ich nicht verraten, um wen es hier geht …
Wenn man Fan einer Musikart oder einer bestimmten Band oder Musikkünstlers ist, freut man sich wie Hulle auf etwas Neues!
Ob aus den Medien und Internet oder durch Freunde, diese Nachricht läuft einem irgendwann über den Weg. Um muss zuerst mal sacken.
Die einen wollen dann so viele Informationen vorab wissen und sammeln, wie sie nur kriegen können. Anderen würde genau das die Vorfreude verderben. Der Zauber des Moments, sein Exemplar in den Händen zu halten und frei jeder anderen Meinung das Unbekannte zu erkunden.
Zu den Letzeren gehöre ich.
Es gibt viele Dinge, groß oder klein, an denen persönliche Gedanken, Handlungen und Emotionen verknüpft sind. Oder als Anker im Strom der Zeit herab gelassen sind.
Drei Beispiele.
Die Generation meiner Eltern konnten viel auf die Frage antworten: „Wo warst du, als Kennedy starb?“
Das Äquivalent in meiner Generation war: „Was hast du gemacht, als John Lennon ermordet wurde?“
Und die folgende Generation wird nie den 9/11 vergessen.
Bei mir funktioniert das im Kleinen auch mit Musikalben. Die zwei Longplayer meines anonymen Musikus sind von 2013 und 2018. Also folgt jetzt eins in 2020.
Natürlich reflektieren Musik und ihre Musiker auch ihre Zeit. Anders als ich. Musikschaffende wissen nichts von meinen Höhen und Tiefen, nichts von den Erinnerungen, die mir aus den beiden Jahren hier kommen, wenn ich keine intensive Musikbetrachtung betreibe, sondern sie so höre, wie es normalerweise jeder macht – als Unterhaltung.
Ich werde hier nicht alles ausbreiten, was mir hochkommt. Es geht um Meilensteine im linearen Zeitverlauf. Leuchtfeuer aus Musik, die mir helfen, in mein früheres Leben abtauchen zu können.
Das sei Zeitverschwendung, argumentieren einige. Das ist mir egal. Der Schlüssel für meine Zukunft liegt offen in meiner Vergangenheit.
2013. Der große Streit in einer langjährigen Männerfreundschaft. Und seitdem nichts mehr von ihm gehört. Nach kurzer Zeit ging es aufwärts. Nicht nur, dass ich mich besser fühlte, auch Ende diesen Jahres wurde in meinem Verlag mein erstes Buch vorbereitet.
Wer da einen kausalen Zusammenhang erkennt, möge ihn mir bitte erklären …!
2018. Meine Schwester und mein Schwager feierten den 1. Geburtstag ihres Kindes. Das ist nun nichts großes oder weltveränderndes. Außer für das Kind …
Ich habe keine Kinder, doch sie ist das schönste, klügste und wunderbarste Wesen auf diesem verrückten Planeten. Garantiert!
Wenn bald das neue Album meines Idols erscheint, werde ich mich später, nehme ich an, und das werde sehr viele, wenn sie an 2020 denken, an die Corona-Pandemie erinnern.
An alle Ängste und Sorgen. Nöte. Wie sich schlagartig das Leben änderte. Nun der Atemschutz, die Hygiene und der Abstand das Leben prägten. (Ohne die Vorstellung davon gehabt zu haben, Einzelne könnten gegen diese simplen Maßnahmen zum Wohle der Allgemeinheit Widerstand entwickeln.)
Keine Ahnung, ob es auf dem zu erwartenden Album meines modernen Barden einen Corona-Song gibt – ich kann eine Zeitmarke setzen, eine Verknüpfung erstellen und einen Wiederherstellungspunkt bestimmen. Musik scheint mir dafür am besten geeignet.

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Liebe in Zeiten von Corona

Ich hab dich nie
lachen gesehen
Ist das der Ernst der Lage?
Lachst du doch, lachst du über mich?

Ich hab dich nie
schreien gehört
Deine Tränen ausgetrocknet?
Ich bin laut. Klage das Unrecht der Welt

Ich hab die dich nie
nach deinen Eltern gefragt
Sind sie hoch gebildet? Kühl wie du?
Oder wie meine? Schon tot?

Ich schlafe nie,
wenn du bei mir liegst
Hättest du den Mut, mich zu lieben?
Solange die Menschheit besteht?

©hristoph Aschenbrenner

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In Spalten versickert

Die eine Nacht noch
Hoffen auf Anerkennung. Bewunderung
Will weiter machen

Berührungen punktuell. Bleiben auf Distanz
Das ganze Leben fühlt sich so an

Liebst du mich?
Liebst du mich?

Niemand antwortet

Leere ist Angst

©hristoph Aschenbrenner

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