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Versatile: Der 7-Fakten-Award

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Ich bedanke mich bei simonsegur für diesen Award. Er schreibt, dass in unserer „postfaktischen Zeit“ nach Fakten zu fragen mutig sei …!

Neue 7 Kandidaten sollen nominiert werden. Ich füge sie am Ende ein.

7 Fakten über mich, die ich mir selbst ausgesucht habe:

1.) Mein Geschlecht ist männlich, und meine sexuelle Orientierung? Ich mag Frauen.

2.) Ich habe keine Familie gegründet und keine Kinder, weil mich schon früh dagegen entschieden habe.

3.) Das wichtigste, das ich gelernt habe, war Lesen und Schreiben. Meine Großeltern konnten es nicht.

4.) Ich bin immer ein riesengroßer Fan der Beatles gewesen. Doch sie haben sich 1970 getrennt und 1980 wurde John Lennon ermordet, es werden immer nur die alten Lieder bleiben.

5.) Die Tätigkeit, die mich ausfüllt, ist Autor, Schriftsteller, zu sein. Mein neues Buch „Urbanicity“ erscheint bald. Die nächste Lesung ist am 17. März 2017. Zum Austausch über selbstgeschriebene Texte treffe ich mich monatlich mit einer Autorengruppe. Im Dezember 2016 las ich im Radio eins meiner Stücke vor.

6.) Ich habe keine politische Gesinnung. Wenn ich auch an Wahrheit, Gerechtigkeit und Frieden glaube, weiß ich, dass sich Menschen wieder und wieder verführen lassen.

7.) Das liebste, womit ich Butterbrote belege, ist Rauchfleisch. Das ist feinstes, makelloses Rindfleisch. (Ich kann es mir nicht oft leisten.) Und somit ist klar, dass ich kein Vegetarier oder Veganer bin.

Ich nominiere:

andreamaluga

Monika-Maria Gedanken-Reich

Karo-Tina Aldente

Arne

ichbinsg

Madame Hava

lesend

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Eingeordnet unter Buch 4, Liebster Award

Inflation einer Redewendung

Ich kann ja vielleicht ab und zu die Augen schließen, wenn ich unterwegs bin. Meine Ohren jedoch nicht. Mancherlei Modewörter versetzen mir stets einen Stich, wie das Stilett zwischen die Rippen. Da gibt es die Achtsamkeit. Oder das nachhaltige. Ich habe Nachhaltig tatsächlich in der Beschreibung eines gut erhaltenen Kinos aus den 50er Jahren gefunden …
Für mich ist der Fall klar. Es sind Modewörter, Etiketten, die man nun auf alles kleben darf. Ja, kleben muss, um damit Geschäfte zu machen. Die vielen neuen Produkte für Veganer. Als ob es von heute auf morgen keine Vegetarier geben darf.
Und jetzt gerade verbreitet sich mit großer Geschwindigkeit eine Redewendung wie die Vogelgrippe: „Alles gut!“ Auch ohne Ausrufezeichen. Meist wird sie verwendet, wenn sich das Gegenüber für etwas entschuldigt, und man durch diesen Satz, dem das Verb „ist“ fehlt, zu verstehen geben möchte, das man gerne verzeiht und es keine große Sache ist.
Ich glaube, zum ersten Mal habe ich es vor Monaten beim Arztbesuch gehört. Nach dem Motto, eine Rechtfertigung ist nicht nötig. Vielleicht auch, um Zeit zu sparen, denn das Wartezimmer war noch voller Patienten.
Die Seuche nahm ihren Lauf.
Ich bringe es nicht über die Lippen. Wie der beliebte Abschiedsgruß Mitte der 90er Jahre: „Und tschüss!“ (Stets mit Ausrufezeichen.)
Wenn etwas inflationär wird, ist es nicht mehr originell. Auch wenn noch der Reiz des neuen anhängt, etwas mildes und menschliches im Umgang miteinander noch innewohnt, möchte ich mir nicht vorstellen, wenn es die feiste, ruppig fahrende Busfahrerin sagt.
Eigentlich gehört doch dieser Satz in einen Abenteuerfilm, wo der Held das erste Mal die Prinzessin umarmen darf und nach den überstandenen Gefahren meint: „Alles wird gut!“ Ich hörte es heute Morgen von einem großen, beleibten Kunden mit Jägermantel in der Bäckerei, der einer Bäckereifachverkäuferin auf 400 € Basis nachsah, dass eine Sorte Semmeln noch im Backofen waren.
Es kann natürlich auch sein, dass „Alles gut“ ein ebenso unverbindliches Versprechen ist, welches uns die Kanzlerin letztes Jahr gab: „Wir schaffen das!“ So etwas wie eine Art Denk-Kaugummi. Kann man benutzen so lange man will, und wenn man’s nicht mehr braucht, klebt man es irgendwo hin.

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