Bereits ein zweites Mal nahm ich an einer Lesung in der Volkshochschule Münster teil. Wir, die Kursteilnehmer der VHS-Schreibwerkstatt, stellten neue Texte, Gedichte und „Shortys“ vor.
Von meinem Gefühl her war diese Lesung schöner, auch wenn dies kein messbarer Begriff ist, als die im Februar d. J.
Das Publikum besetzte bis zum letzten Stuhl den Saal. Der Eintritt war zwar frei, doch kurz vor Beginn regnete es stark. Das sind Münsteraner aber gewohnt und die meisten kamen mit dem Fahrrad.
Ich war besonders motiviert, da der Einladung an mir bekannte Gäste Folge geleistet wurde.
Mein erster Part bestand aus Kurzprosa. Unser Kursleiter, Herr Dr. Wilking, wünschte es sich so. Vermutlich, damit ich unter Beweis stellen konnte, auch „normale“ Geschichten abliefern zu können.
Im zweiten Part stellte ich meine „Kürzestgeschichten“ oder „Shortys“ vor. Wenige Worte, verdichtete Aussagen, poetische Wendungen. Wir sind schon lange auf der Suche nach einem Namen für diesen Stil, denn er kommt anscheinend so in der Weltliteratur nicht vor. Und Herr Wilking ist Germanist …
Und nachdem wir neun Autorinnen und Autoren unser Bestes geben hatten, und es reichlich Applaus gab, war es schön, die Frage zu hören: Wann ist die nächste Lesung?
Dafür gibt es noch keinen Termin. Außerdem brauchen wir ja wieder neue Geschichten aus dem vollen Leben!
