Blindes Huhn ein Korn

Als herrChrizzy produziere ich eigene Musik. Meine neuste Veröffentlichung unterscheidet sich wieder mal von allen vorhergehenden. Und sie spielt sich in die Herzen der Hörer. Vielleicht trägt auch der Titel und das Cover dazu bei …
Hat der blöde Hahn ein goldenes Ei gefunden?
Mal ernsthaft. Die Welt tritt Menschen- und Frauenrechte mit Füßen. Zeit, mit einem harmonischen Instrumentalstück dem etwas entgegenzusetzen.

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„Every Mother Is A Beauty“ bei diesen Audio-Streaming-Diensten:

Spotify

Deezer

You Tube Music

SoundCloud

AppleMusic

Und im iTunes Store.

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Neues von Kasse 2

Ich trage die Maske, wenn ich einkaufen gehe. Ich desinfiziere meine Hände vor und nach dem Eintritt in den Supermarkt an dem bereitgestellten Spender. Immer noch. Seit dieser Woche vermisse ich die Sprayflasche zur Reinigung der Griffe an Einkaufwagen. Ist das nicht mehr Vorschrift?
Die Pandemie hat den Geschäften diese Zusatzkosten als Gegenmaßnahmen auferlegt. Letzte Woche sagte mir jemand: „Das haben wir hinter uns.“ Ich glaube nicht daran.
Heute allerdings brauchte ich nur eine Sache, ein Päckchen Tabak, das man an der Kasse bekommt. Es regnete.
Ich schummelte mich nach meinem Hygieneritual um die Plexiglastrennwände, was keinen mehr stört, um mich an Kasse 2 direkt hinter jemanden zu stellen, der nur wenig einkaufen wollte. Sonst war noch niemand da.
Ein Mann mit Hut wäre mir fast zuvorgekommen. Er rollte auf die Kasse zu wie ein Schneemann auf Beinen. Eine große Kugel war der Bauch und direkt aufgesetzt die Kugel für den Kopf. Hinter einer modernen Brille, wie sie z. B. Herbert Grönemeyer jetzt trägt, funkelten kohlschwarze Mäuseaugen, die nicht fassen konnten, dass ich ihm den Weg abschnitt. Er änderte aber auch nicht 1 km/h seiner Schrittgeschwindigkeit. Eine Maske hatte er nicht mehr.
Jedes Detail an ihm sagte: „Ich bin sehr sehr sehr wichtig! Sehr!“ Seine Schuhe, regentauglich, seine Regenjacke und sein eigener großer Korb, der einen praktischen Regenschutz hatte und bis oben vollgefüllt war mit Lebensmitteln, die ich in einem ganzen Monat mit meiner mickrigen Rente nicht würde bezahlen können, sahen aus wie gerade aus dem Geschäft und stanken extrem nach Geld. Es ist ein fauliger, bitter stechender Geruch …
Vermutlich wäscht und bügelt seine Frau nächtelang, damit ihr Schatzi immer tadellos aussieht und sich von solchen asozialen Subjekten wie mich unterscheidet. (Er könnte sie aus Fernost gekauft haben.)
An Kasse 2 klaffte die Schere von Arm und Reich mal wieder extrem auseinander …
Allein die Nähe des Dickerchens, verursachte mir Magenschmerzen. Um seine Irritation und seine vermeintliche Macht zu demonstrieren, stellte er sich erst ganz dicht hinter mir. Bewusst die 1,5 Meter unterschritten. Er packte noch nicht mal seine Sachen aufs Band – da war noch was zu klären zwischen ihm und mir.
Das ignorierte ich. Ich halte mich nicht für minderwertig oder dumm. Der Typ war mit Hut einen Kopf kleiner als ich. Was kann der mir? Der wird nach mir schon seine Ware hinlegen und wieder säuberlich in seinen Korb packen, den Regenschutz schließen, um es auf dem Parkplatz in den Kofferraum seines großen SUVs verstauen. Silbergrau natürlich. Möglicherweise aber auch in Weiß.

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Ich möchte einfach nur bauen

Dieses Jahr hab ich 3 h 41 min 20 sec eigene Musik komponiert und produziert. 51 Titel. Man kann sie unter meinem Künstlernamen herrChrizzy bei Spotify und Deezer hören.
Was dem Architekten das Reißbrett, ist mir mein Musikprogramm. Software von PreSonus, die meine Ideen auf dem Computerbildschirm grafisch darstellt.
Das ist ähnlich wie bei den Schichten einer Torte.

Schichtkuchen

Was hier an horizontalen, verschiedenfarbigen und nach den Zutaten des Vanillekuchens benannten „Schichten“ dargestellt ist, sind die Tonspuren verschiedener virtueller oder live aufgenommener Instrumente. Darin die Punkte oder Striche sind Noten.
Das können Klänge sein, die ich für Drums oder Synthesizer editiere. Oder Samples, Klangdateien, die ich passend aus meiner Sample-Datenbank generiere und moduliere.
Der Schaffensprozess ist nach wie vor ein Rausch. Als ich noch intensiv Literatur schrieb, gab es zu Anfang nicht mehr als eine Idee, eine interessante Stimmung, die ich ausarbeiten wollte. Dann schnell ein Blatt Papier zur Hand oder direkt eine neue Datei im Computer anlegen.
So ist es beim Musik machen auch. Ich habe eine Idee, vielleicht schon eine Tonfolge oder möchte einfach mit einem Instrument experimentieren. Was am Ende dabei raus kommt, weiß ich zu dem Zeitpunkt gar nicht. Nur, dass ich es bisher immer vollenden konnte.
Wer dies nicht auch macht, kann nicht abschätzen, wieviel Arbeit z. B. in einem 4-Minuten-Stück steckt. Tagelange Konzentration am Schreibtisch.
Und dann die Musik offiziell bei Spotify und Deezer veröffentlicht zu sehen, ist das Größte!
Dies geht aber nur über ein Label bzw. Distributor. Ich bin bei DistroKid. Verlässlich, mit vielen Extras und auch eine Gesellschaft, die meine Urheberrechte schützt. Sie haben dort ebenfalls eine Internet-Plattform. Für die Musiker unter ihrem Vertrag. Also Soundtüftler wie mich. In aller Welt. Dort können wir unsere Musik vorstellen, Likes und Kommentare bekommen und vergeben.
Ich mache hier immer ein Freudentänzchen, wenn eins meiner Instrumentalstücke als „unique“, einzigartig, bewertet wird. Oder sich Südafrikaner, Kanadier, Franzosen, Amerikaner oder Musiker aus Singapur positiv äußern.
Ich verstehe, wenn mancher bedauert, dass ich nicht mehr schreibe. Mehr als drei, wenn nicht vier Jahrzehnte habe ich es intensiv, ausdauernd und auch erfolgreich betrieben.
Doch als mein Papa letztes Jahr starb, musste ich mich anders künstlerisch ausdrücken. Mir ist bewusst, dass die, die mein Schreiben gut fanden, kaum Fans meiner Musik geworden sind. Dann ist es eben so!
Mein Vater war übrigens ein musikalisches Naturtalent. Er spielte uns oft mit dem Akkordeon vor. Er hat sich alles selbst beigebracht. Er hatte nicht den Hauch einer Chance zur Förderung seines Talents. Seine Generation kannte nur eins. Die Maloche.
Ich erinnere mich, wie groß die Freude unter uns war, wenn er endlich aus der Fabrik nach Hause kam. Von Mama wollte er ein Küsschen. Wir Kinder klammerten uns unten an seinen Beinen fest und er scherzte und marschierte mit uns los, bis es ihm zu bunt wurde … Tag für Tag. Jedenfalls kommt es mir heute so vor.

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Für die Besserwisser

Meine Talente. In Freiheit.
Darum werde ich beneidet.
Ich mag die Welt draußen nicht.
Und das Monster kommt unterm Bett hervor.
Macht Angst, wenn man allein ist.
Niemand versteht.

Es gab die Vogelfreien.
Einstmals.
Sie unterlagen keiner Gerichtsbarkeit.
Zogen, wohin sie wollten.
Niemand musste ihnen helfen.
Knüppelte man sie nieder, krähte kein Hahn danach.

Bin ein Tacken klüger als andere.
Hab eine solide eigene Meinung.
Das sind Verbrechen,
von denen dich niemand freispricht.
Höre ich das Monster unterm Bett,
sagt jeder: „Selbst schuld.“

©hristoph Aschenbrenner

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Parallelwelten

Kugelschreiber. Schlicht, weiß. Kunststoff, Werbegeschenk. In meiner Hand.
Viele Menschen haben Angst. Ungewissheit hängt tief wie vor einem Wolkenbruch.
Einer schiebt die Schuld zum anderen. Und zurück.
Diese Zeit ist aus Wut gemacht.
Ich aber muss ein Floß bauen, welches mich wegträgt.
Salz und Sonne.
Mein Verstecken beenden. Welle um Welle. Irgendwo beginnt der neue Morgen.
Dann wird es zum Frühstück frische Brötchen geben.

©hristoph Aschenbrenner

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Ein gräulich alternder Rockstar

Merkwürdig. Ich höre gerade Paul McCartney. Heute 80 Jahre alt. Dabei mag ich diesen Ex-Beatle nicht … mehr!
Dieser Schuft, der 1970 das Ende meiner Lieblingsband verkündet hat. Dieser arrogante Arsch, der bei Proben zum armen George Harrison gesagt hat: „Du hast zu spielen, wenn du dran bist!“ Und den Bandkollegen dann verhöhnte.
Und heute ist er ein alter Sack, der meint, über jede Kritik zu stehen.
Nun, als ich die Beatles für mich entdeckte, Ende der 70er, war Macca doch tatsächlich mein Lieblingsbeatle. Ich hätte auf meine Mutter hören sollen. Für sie war es der John.
Paul „Rehauge“ hält seine Bassgitarre anders herum als die anderen. Weil er Linkshänder ist. Und den spielt er auch gut.
Ringo Starr am Schlagzeug ist übrigens auch Linkshänder, aber er musste auf Drums für Rechtshänder lernen.
In der Beatles-Zeit schufen John und Paul einen zeitlosen, großartigen Katalog von kreativen Liedern, die nie vergessen werden, es sei denn auf der Welt ist überall gleichzeitig ein Stromausfall … Was für ein bescheuerter Film!
Gut, dass unter jedem Titel „Lennon/McCartney“ steht und nicht umgekehrt. Paul behauptet heute, bei dieser Vereinbarung wäre er nicht dabei gewesen. Er muss sie dann einfach hingenommen haben.
Überhaupt sträflich, was der Beatles-Bassist alles unternimmt, um Geschichtsfälschung betreiben!
Spätestens seit 1994 wird die Beatlesmusik immer wieder neu erfunden: die klassischen Alben wurden neu remastered. Es kamen Radioauftritte, Konzertmitschnitte und etliche Aufnahmen aus den Archiven hinzu. Und seit 2017 kann man einige 50-Jahre-Jubiläus-Editionen erwerben. Komplett mit 5.1 Surround-Sound für die Heimkinoanlage.
Das letzte Wort hat dabei McCartney, fürchte ich. John wurde ermordet, Harrison starb an Krebs. Ringo ist halt der Drummer. Die sagen nicht viel. Ich glaube zudem, dass ihn dieser Hype an Wieder-Wieder-Wieder-Wiederveröffentlichungen nicht allzu viel interessiert. Der dauer-fröhliche Linkshänder muss sich nur noch mit den Witwen Yoko Ono – das Granit – und Olivia Harrison einigen.
Ich meine, wie kann man auf den Fotos einer Buchbeilage zum 50. Jubiläum des „Weißen Albums“ alle Zigaretten in den Händen wegretuschieren?? Das war 1968!! Es war doch bestimmt Pauls Idee. Der Obervegetarier und Gesundheitsapostel. Wahrscheinlich fällt es noch nicht mal auf …!
Aber das ist so, als würde die NASA von allen Fotos von der ersten Mondlandung aus was-weiß-ich für Gründen die amerikanische Flagge löschen, die auf dem Trabanten zurückgelassen wurde.
Happy-Paul legt sich die Welt zurecht – wi de witt – wie sie ihm gefällt. Er versuchte sich auch als Maler und Komponist klassischer Musik und die vernichtende Kritik hat er halt mit Tofu, gerösteten Maiskolben, Met und Haschischtee kompensiert. Ich vermute ja, dass er eine Krankenkasse gefunden hat, die ihm das Gras bezahlt …
Alle neuen Produktionen, die er rausbringt, mag ich nicht. Sie sind so stümperhaft wie zu Beginn seiner Solo-Karriere. Das war was, als er für den ersten 007 James Bond Film mit Roger Moore den Titeltrack „Live And Let Die“ ablieferte …! Aber nun lebt er in seiner eigenen, abgeschirmten rosaroten Welt ohne jede Bodenhaftung. Überall, wo er eine Kamera laufen sieht, macht er affige, spastische Zuckungen, als ob wir das von ihm erwarten. Oder in irgendeiner Weise lustig fänden. Erbärmlich!
Wer jetzt mein Lieblingsbeatle ist? John Lennon.

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Neuer Kurs

Es ist doch nur
Zu spüren
Als wäre ich das Kind und
Du die Mutter

Es bleibt ohne
Zu berühren
Nur
Angst und Traurigkeit

Es gilt nur
Zu lieben
Für das goldene Zeitalter
Aller

©hristoph Aschenbrenner

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W.W.W. – Werbe-Wahn-Welt

Werbung ist oft mein Thema. Ich bin strikt dagegen, etwas angeboten zu bekommen, wonach ich nicht gefragt habe.

Es ist klar, an meinem Briefkasten klebt der Hinweis: „Keine Werbung! Keine kostenlosen Zeitungen!“
Ich käme nicht damit nach, den Mist unmittelbar in die Papiertonne zu fetzen …!

Das wird dennoch oft umgangen. Einerseits aus Unkenntnis der deutschen Sprache. Wenn eine Pizzeria ihre Angebote verteilt, achtet der Verteiler dieser Produktinformationen nicht auf solche Feinheiten, weil er vielleicht erst seit kurzem in unserem Land ist. Das ist ok.
Aber höchst dreist war eine Information des Kabelfernsehbetreibers, der einen Brief an den „Werbeverweiger“ adressierte!

Ich erinnere mich an sehr, sehr kuriose Fernsehwerbung. Dinge und Bezeichnungen, die heute nicht mehr gebräuchlich sind, aber zu ihrer Zeit mit Inbrunst verkauft werden wollten. Kennen sie noch die „Frühstücks-Cerealien“? Oder die Zahnbürste, die man umdrehte und mithilfe eines angebrachten Profils die Zunge reinigte?

Für die Nassrasur wurden und werden in regelmäßigen Intervallen neue Klingen entworfen. Übrigens muss man dazu auch immer einen neuen Griff kaufen. „Für das Beste im Mann.“ Das wird niemand vergessen haben. Man rasiert die Gesichtshaut, aber es war das Beste innerlich …???
Aktuell gibt es eine spezielle Beschichtung an der Klinge, die die Haut vom – sagen wir es direkt – Dreck reinigt …

Von neuen Generationen Handys, die sich gegenseitig in immer kürzerer Zeit übertrumpfen, möchte ich gar nicht erst anfangen

Seit kurzem gibt eine viel sagende Werbung für ein Pesto. Die Frauen-WG! Im Schrank alle Kleidung ordentlich sortiert hat eine Blonde, die als „Organisierte“ bezeichnet wird. Und dann eine Brünette, die ihre Klamotten achtlos auf das Bett wirft. Das ist dann die „Kreative“!!! Hallo? Seit wann ist denn Schlampigkeit kreativ? Heißt das im Umkehrschluss, ich muss schlampig sein, um kreativ tätig zu werden? Ausgemachter Oberschwachsinn!

Neu Einzug gehalten hat die Reklame für Sex-Toys. Auch zu Kinderfernsehzeiten. Für mich trägt Kondom-Werbung zur Aufklärung bei, nun ist der Gratis-Vibrator bei einer Bestellung inzwischen auch schon gesellschaftlicher Standard. Und ich gehöre einer Generation an, die bei der Erwähnung von „Beate Uhse“ rot wurde.
Aber nicht jedermann kennt sich mit Sexspielzeug aus. Ein braver Familienvater aus meinem Freundeskreis war nicht bekannt, was ihm die Werbung da vorsetzte. Bis ich ihn aufklärte …

Bei den Waschmitteln, dem klassischen deutschen Primärprodukt, sind wir bei den Pods gelandet und dem Warnhinweis: „Nicht in der Nähe von Kindern aufbewahren.“

Tabak- und Zigarettenwerbung ist zurecht verboten. Wein und Bier leider nicht, wie ich finde. Wer jeden Abend sein Bier braucht, ist schon ein Alkoholiker. Das sagen einige Ärzte. Und ich persönlich finde, dass Kaffee auch süchtig macht.

Die Reklame arbeitet nach der klassischen AIDA-Formel. Das erste A steht für „Attention“. Aufmerksamkeit von der ersten Werbespot-Sekunde an. I für „Interesst“. Es muss Interesse für das Produkt geweckt werden, z. B. weil es neu ist oder wie sich von anderen abhebt. D für „Desire“. Die aufgehende Tiefkühlpizza im Backofen soll das Verlangen wecken, einem den Mund wässrig machen. Und A wie „Action“, das ist dann der Kauf. Jedoch wissen die Werbestrategen auch, dass kein Element von AIDA den gewünschten Erfolg erzielen muss.

Außer. Außer bei Verkaufssendern oder –programmen. Da kommen noch die Mittel der Gehirnwäsche hinzu. Die meist blödsinnigen Produkte mit noch blöderen Namen werden dort so oft mit affektierten und übertrieben betonten Stimmen wiederholt, dass jede Gegenwehr gebrochen wird. Und jeder wählt die Telefonnummer zur Bestellung wegen des „sen-sat-io-nel-len“ Preises, „nicht 100 €“, „nicht 70 €“ „nicht 60 €“, „nu-huuur 49,99!!!“. Und das auch nur für ganz kurze Zeit …
Leider ist die ältere Generation anfällig für diese Art Kundeninformation. Es ist wohl einfacher, Werbung über einen längeren Zeitraum aufzunehmen, als die nur wenige Sekunden dauernden Spots im Normalprogramm. Und so haben sie etliche Pfannensets, Fußmassagegeräte vor den Sesseln und Gartenschlauchsysteme. Ich finde das traurig.

Werbeklassiker, an die ich mich gerne erinnere. Da war der Typ, der die Jeans an einem heißen Tag aus dem Kühlschrank nahm. Oder die heiße Frau im Badeanzug, die in einem Laden von dem Jungen, der dort wohl einen Ferienjob hatte, gefragt wurde: „Wie wollen Sie bezahlen?“ Und sein Grinsen, als sie unter den Badeanzug am Po griff und die Kreditkarte hervorzog. Und C&A machte die Musik von The Mamas and the Papas wieder bekannt.

Ich denke, das war der gleiche Geist, in dem man ikonische Musikvideos drehte. Heute schminkt man 16-jährige Song-Conest-Gewinnerinnen auf 20 und filmt sie mit lasziven Tanzschritten in aufdringlichen Kameraeinstellungen.

Die Werbung heute vermittelt die Botschaften, sportlich aktiv bis zum Erbrechen ist ein Muss, Veganie und das neue Umweltbewusstsein wird über Elektroautos abgewickelt. Jedoch nicht ohne die alten Statussymbole abzuschaffen. Ein E-Auto von Mercedes, BMW oder Audi ist mehrwertiger. Es bleibt krank!

Vermutlich wird es auch die Werbung schwer haben. Wenn zu den explodierten Lebensmittelpreisen eine Energiekrise ansteht wie lange nicht mehr.

Ich kann schon jetzt nur noch davon träumen, mit einer Frau mit wunderschönen grünen Augen Schokolade zu naschen. Für mich ist Schokolade Luxus geworden.

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