Über meine Schwerhörigkeit

Dies habe ich gerade bei Facebook gepostet. Aber es könnte auch hier von Interesse sein.

Dieses Jahr stellte sich heraus, dass ich an einem Grad von Hypakusis leide. Schwerhörigkeit. Über viele Jahre erfolgte der Hörverlust schleichend. Er hat nichts mit inneren Erkrankungen, z. B. des Gehirns, zu tun, ist aber irreparabel.
Beidseitig stehen mir noch links 75 % und rechts 60 % an Hörfähigkeit zur Verfügung. Damit hätte ich ruhig noch weiterleben können. Aber seit April d. J. trage ich Hörgeräte. Und damit fing ein faszinierendes Leben an!
Eine vergessene Welt wurde mir wiedergeschenkt! Ich wusste nicht mehr, wie es sich anhört, wenn sich Süßstoff zischend im Tee auflöst, dass es elektrostatische Entladungen gibt, zieht man einen Pullover über den Kopf. Oder der Wind beim Rad fahren an den Ohren …
Ganz neu und völlig abenteuerlich war das Hören von Musik. Heute noch höre ich vertraute CDs anders, die ich seit der Anpassung meiner Hörgeräte noch nicht gehört habe.
Und ich will diese neuen Hörwelten nicht vermissen – ich trage die Hilfsmittel für gutes Hören permanent. Und gerade beim Musik machen sind sie unbezahlbar!
Inzwischen habe ich mir folgenden DJ-Namen zugelegt: „Bass-Baron“ herrChrizzy. ;-)
Ihr könnt euch auf meiner | Tracks-Internetseite davon überzeugen, wie intensiv ich neue Hörwelten erschaffe:

| Tracks

4 Kommentare

Eingeordnet unter 2021

4 Antworten zu “Über meine Schwerhörigkeit

  1. Super Entscheidung! Unglaublich, wie viel einem sonst entgeht!

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    • Vielen Dank! Auch freute es meinen Hörgeräteakustiker, wie hartnäckig ich die Hörgeräte anbehalte. Er kennt einige Kunden, die die teuren Geräte nach kurzer Zeit ablehnen und in einer Schublade herum liegen lassen …! Welch eine Verschwendung.

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      • Ja, ich habe gehört, man muss erstmal hartnäckig trainieren, um sich wieder an die Geräuschkulisse zu gewöhnen, aber der Einsatz lohnt sich!

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      • Genau! Wer lange schon in der Schwerhörigkeit war, kann es als Belastung empfinden, wieder alles zu hören. Die Straßengeräusche, Klappern von Geschirr, der Hund, der mit seinen Pfoten tappst, das Gehirn muss erst wieder lernen, das alles einzuordnen. Aber das überfordert einige, deshalb gehen sie in ihre Teil-Taubheit zurück. Ich nicht! Ich wollte unbedingt wissen, wie meine Welt nun wieder neu klingt: Wie ist es mit der Wasserspülung des WCs? Und wie leise kann ich den Fernseher stellen und bekomme trotzdem alles mit? ;-)

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