Auf der dunklen Seite des Mondes

Ich war einige Tage vom wilden World Wide Web ausgeschlossen. Der Router ist abgerauscht … Mit Internet beim Handy bin ich nicht vertraut und einen mobilen Zugangspunkt einzurichten erwies sich als Roulettespiel: klappt oder nicht.
Es ist absolut erschreckend, was man im Alltag alles nicht kann, fällt das Internet aus! Von der Wettervorhersage bevor man aus dem Haus geht, über Preisvergleiche vor Einkäufen bis hin zu seinen Bankgeschäften, die komplett online laufen. Und es macht einen Haufen Arbeit, das Chaos zu beseitigen, welches eine unbeantwortete Mail verursacht hat …
Ich weiß, es hat Zeiten ohne www gegeben. Ich habe sie ja noch selbst erlebt. Da man noch nicht wusste, was es war und vor allem nicht in diesem unbeschreiblich großen Ausmaße nutzte, hat man auch nichts vermisst. Heute geht es nicht ohne, ich, wir sind der Homo Internet.

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5 Kommentare

Eingeordnet unter Bei Sem;kolon zu Hause

5 Antworten zu “Auf der dunklen Seite des Mondes

  1. Radio hören macht doch Spaß und ich muss immer wissen, welche Musik gerade aktuell ist. 💃🏻
    Den Ekel und die Scheu vor fremden Menschenmassen, kenne ich auch von einem Mann der schon etwas älter ist. Vll geht’s mir irgendwann auch so. 🙄

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  2. Ist das deine neue Gitarre?

    Die Abhängigkeit vom Internet, die du beschreibst ist doch nur scheinbar. Oder hast du kein Radio, bekommst du keine Prospekte mit Angeboten, befindet sich deine Bank in der Schweiz?

    Die Nutzung des Internets lässt uns glauben, wir wären modern, dabei sind wir vll nur bequem.
    Das Internet diente anfänglich zur Übertragung von Daten an Universitäten und Forschungseinrichtungen. Das macht für mich einen Sinn. Die ab 1989 kommerzielle Nutzung des Internets kann man für sinnvoll halten, man muss es aber nicht.

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    • Nein, ich höre kein Radio. Ich bin zwar nicht der Chef, aber wenn Chrizzy zum Dienst erscheint, bleibt das Radio aus. Ich hasse die auf permanent Fröhlichkeit und gute Laune trainierten Stimmen und die Werbung, wo die Stimmen unermeßlich gekünstelt sind. Die meiste Musik auch. Das Internet bietet mir die Möglichkeit, gezielt die Nachrichten zu filtern, die ich zum Leben brauche. Und auf meinen Briefkasten steht: „Werbung verboten!“ Eine höflichere Formulierung, wie „Bitte keine Werbung“, nützt nämlich nicht! Sich Artikel im Internet bestellen zu können, ist eine echte Alternative zu anonymen Menschenmassen in Einkaufszentren, in Innenstädten und Bussen. Ich schätze den einzelnen Menschen, den Freund, die Schwester, den netten Kollegen, ich schätze Charakter, Gespräche, Verständigung und Herz. Ein Gegenüber ist gut, viele Menschen sind eine wilde Meute kopfloser Büffel. Ich würde nicht von einer Abhängigkeit vom Internet sprechen, sondern von einer Notwendigkeit.

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  3. Außerdem erinnert mich der Titel daran, dass da eine DVD rumliegt „The Dark side of the moon“, die ich noch nicht angesehen habe.

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  4. Wenn ich meinen Kindern manchmal erzähle, was es „damals“ alles NICHT gab, ernte ich häufig ungläubiges Staunen

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