Archiv der Kategorie: Musik

Ohne Titel

Diese makabre Welt dreht sich einfach weiter

Sie wird es immer …

Doch heut hab ich meinen Kopf in den Wolken

Gehe von C über a-moll nach D

Und von vorn

Denk an Dianas Verse

Und werd ein Wunder tun

©hristoph Aschenbrenner

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Eingeordnet unter 2021, Lyrik, Musik

Écriture automatique 2.2

Fenster. Ungeputzt.
Winterkälte.
Straßenlicht.

Ohne Schlaf.
Fette Musik.
Aus jeder Ecke.

Erinnerungen.
Neu verzerrt.
Machen Angst.

Nie Soldat.
Nicht verteidigt.
Vater- und Mutterland.

Stabil.
Alle anderen:
Leckt mich!

Im Dunkel.
Musik in jeder Ecke.
Elektrobeats.

©hristoph Aschenbrenner

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Eingeordnet unter 2020, Lyrik, Musik

Écriture automatique 2.1

Fenster. Ungeputzt.
Winterkälte.
Straßenlicht.

Ohne Schlaf.
Fette Musik.
Aus jeder Ecke.

Erinnerungen.
Neu verzerrt.
Machen Angst.

Stabil.
Alle anderen:
Leckt mich!

Im Dunkel.
Musik in jeder Ecke.
Elektrobeats.

©hristoph Aschenbrenner

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Eingeordnet unter 2020, Lyrik, Musik

Bach, Mozart, Beethoven & Co.

Ich höre gerade gerne klassische Musik im Radio.
Warum?
Weil es sich gut anhört und – weil ich absolut keine Ahnung von Interpretationen schon hunderte Jahre verstorbenen Komponisten haben. Null. Zero! Und mir auf diesem Gebiet auch keine Kenntnisse aneignen möchte.
Dort, wo ich musikalisch zu Hause bin, bei der gottlosen Rockmusik, dem elektrisch verstärkten Gitarrensound, kenne ich mich bestens aus. Ich kann’s bewerten, weil ich weiß, wo vorne und hinten bei einer Gitarre ist.
Mein Fachwissen beeinflusst mein Urteil.
Bei der Klassik weiß ich z. B. nicht, wie man die Geige stimmt, sie hält oder ein Crescendo spielt. Oder wie der Dirigent all die Musiker mit ihren vielen unterschiedlichen Instrumenten zusammen auf den Punkt bringt.
Ich denke mir: „Wow!“
Als Autor verhält es sich beim Lesen von Büchern anderer anders : Aufgrund meiner in vielen Jahren erworbenen Kompetenz bin ich nicht mehr unschuldig, kann nicht in die Welten anderer Schreiber eintauchen, ohne kritische Fragen zu stellen.
Liegt hier ein vernünftiger Einstieg vor?
Warum sind mir Figuren furchtbar unsympathisch und lieblos gezeichnet?
Hätte ich das mit den Rückblenden und der Handlung auch so montiert?
Und … und … und …
Die meisten Bücher lege ich schnell ärgerlich wieder beiseite.
Als Schriftsteller erwarte ich von mir Höchstleistungen – von anderen auch!
Aber ein Klavierkonzert kann ich im Radio hören.
Wenn es ums fiedeln geht, ums Tuten und Blasen und in die Tasten hau’n, bin ich ein glücklicher Dummy.

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Eingeordnet unter 2020, Musik

Judgement Day

In dieser Welt gibt es keine Anständigkeit und Ehre mehr. Und keine gute Musik. Wer erinnert sich noch an Whitesnake, Def Leppard & Co.?
Es ging nicht wirklich um die langen Mähnen, die Lederjacken und -hosen. Äußerlichkeiten.
Uns war bewusst, dass der Planet dem taktischen atomaren Overkill entgegen steuerte. Der folgende nukleare Winter würde die Spezies Mensch vollends aus der Geschichte löschen.
Niemand unserer Generation ignorierte das. Die jeweiligen Jugendgruppierungen gingen nur anders damit um.
Popper wollten noch so viel Kohle machen, wie es ging. Die Müslis gingen demonstrieren. Und wir mochten laute, schnelle Gitarrenmusik, die das Pentagon und der Kreml nicht überhören konnten.
Letztlich war es ein Mann, der dem Irrsinn des Kalten Krieges ein Ende setzte. Und er war Russe. Gorbatschow. Mann, was der geraucht hat, hätten wir auch gerne …
Heute sind meine Haare nur deswegen lang, weil ich mich wegen der Corona-Pandemie nicht zum Friseur traue.
Habe so viele Kumpels umfallen sehen. Vom Glauben, von den Institutionen Hard Rock und Heavy Metal abkehren sehen. Auch ich sitze meine Zeit bis zur Rente in einem Büro ab. Meine Seele brennt nur noch, wenn ich nach einem Scheißtag ein Iron Maiden Album auflege. Wenn sich der Plattenteller wieder dreht.
Und die schicken Mädchen mit wild toupierten, gesträhnten Haaren? Sie fuhren auf Nummer sicher. Lieber einen Mann aus der Versicherungsbranche, der ein guter Vater ihrer Kinder ist. Mann, der stand auf Modern Talking …!

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Eingeordnet unter 2020, Musik

Beats & break

Ich höre einige CDs ab.
Abhören oder durchhören sind eine andere Art von Musik hören, als es die meisten Leute machen.
Für mich geht es hier um zwei chronologisch hintereinander folgende Studioalben eines bestimmten Musikers.
Ich möchte heraus hören, an welchen Stellen eine Weiterentwicklung oder Variation von Bewährtem stattgefunden hat. Ich erkenne auch Anleihen und Zitate anderer Musikstile oder gar von konkret anderen Musikern. Und warum.
Noch dieses Jahr wird eine neue CD des Musikers veröffentlicht.
Übrigens werde ich nicht verraten, um wen es hier geht …
Wenn man Fan einer Musikart oder einer bestimmten Band oder Musikkünstlers ist, freut man sich wie Hulle auf etwas Neues!
Ob aus den Medien und Internet oder durch Freunde, diese Nachricht läuft einem irgendwann über den Weg. Um muss zuerst mal sacken.
Die einen wollen dann so viele Informationen vorab wissen und sammeln, wie sie nur kriegen können. Anderen würde genau das die Vorfreude verderben. Der Zauber des Moments, sein Exemplar in den Händen zu halten und frei jeder anderen Meinung das Unbekannte zu erkunden.
Zu den Letzeren gehöre ich.
Es gibt viele Dinge, groß oder klein, an denen persönliche Gedanken, Handlungen und Emotionen verknüpft sind. Oder als Anker im Strom der Zeit herab gelassen sind.
Drei Beispiele.
Die Generation meiner Eltern konnten viel auf die Frage antworten: „Wo warst du, als Kennedy starb?“
Das Äquivalent in meiner Generation war: „Was hast du gemacht, als John Lennon ermordet wurde?“
Und die folgende Generation wird nie den 9/11 vergessen.
Bei mir funktioniert das im Kleinen auch mit Musikalben. Die zwei Longplayer meines anonymen Musikus sind von 2013 und 2018. Also folgt jetzt eins in 2020.
Natürlich reflektieren Musik und ihre Musiker auch ihre Zeit. Anders als ich. Musikschaffende wissen nichts von meinen Höhen und Tiefen, nichts von den Erinnerungen, die mir aus den beiden Jahren hier kommen, wenn ich keine intensive Musikbetrachtung betreibe, sondern sie so höre, wie es normalerweise jeder macht – als Unterhaltung.
Ich werde hier nicht alles ausbreiten, was mir hochkommt. Es geht um Meilensteine im linearen Zeitverlauf. Leuchtfeuer aus Musik, die mir helfen, in mein früheres Leben abtauchen zu können.
Das sei Zeitverschwendung, argumentieren einige. Das ist mir egal. Der Schlüssel für meine Zukunft liegt offen in meiner Vergangenheit.
2013. Der große Streit in einer langjährigen Männerfreundschaft. Und seitdem nichts mehr von ihm gehört. Nach kurzer Zeit ging es aufwärts. Nicht nur, dass ich mich besser fühlte, auch Ende diesen Jahres wurde in meinem Verlag mein erstes Buch vorbereitet.
Wer da einen kausalen Zusammenhang erkennt, möge ihn mir bitte erklären …!
2018. Meine Schwester und mein Schwager feierten den 1. Geburtstag ihres Kindes. Das ist nun nichts großes oder weltveränderndes. Außer für das Kind …
Ich habe keine Kinder, doch sie ist das schönste, klügste und wunderbarste Wesen auf diesem verrückten Planeten. Garantiert!
Wenn bald das neue Album meines Idols erscheint, werde ich mich später, nehme ich an, und das werde sehr viele, wenn sie an 2020 denken, an die Corona-Pandemie erinnern.
An alle Ängste und Sorgen. Nöte. Wie sich schlagartig das Leben änderte. Nun der Atemschutz, die Hygiene und der Abstand das Leben prägten. (Ohne die Vorstellung davon gehabt zu haben, Einzelne könnten gegen diese simplen Maßnahmen zum Wohle der Allgemeinheit Widerstand entwickeln.)
Keine Ahnung, ob es auf dem zu erwartenden Album meines modernen Barden einen Corona-Song gibt – ich kann eine Zeitmarke setzen, eine Verknüpfung erstellen und einen Wiederherstellungspunkt bestimmen. Musik scheint mir dafür am besten geeignet.

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Mit John wäre Paul besser dran

Heute …

… wäre John Lennon 80 geworden. Hätte er sich längst aus dem Musikbusiness zurück gezogen und überraschte uns nur noch mit Spontanauftritten auf Charity Konzerten? Er würde sich bestimmt nicht so blamieren wie ein McCartney heute!

Lennon hat immer einen Kampf mit sich ausgefochten – zwischen Beachtung und wahrer Anerkennung. Und wo da ein Vakuum war, war er ein Rebell. Auf die Kohle hat er gepfiffen, denke ich.

Und, Herrgott nochmal, wenn Yoko seine große Liebe war, wer hätte das Recht, etwas Schlechtes über sie zu sagen? Gehen wir in unserem Familien- und Freundeskreis auch herum und beleidigen die Ehefrauen anderer, weil uns irgendetwas nicht passt? Wieso ist das bei einem Rockstar anders?

Was das weltbekannte Songwriter-Duo Lennon/McCartney angeht, hatte John mal ein Machtwort gesprochen.

Bevor die Beatles so wahnsinnig berühmt wurden, spielten sie in Liverpooler Tanzbars und Keller. Und auch in Hamburg. Da war Paul der Leadgitarrist. Aber auf der Bühne versaute der die Gitarrensoli. Ab da hat George Harrison die Soloparts gespielt.

Ohne das Pendant und ohne das Korrektiv Lennon bildet sich McCartney heute ein, er bräuchte keine fremde Hilfe bei der Musik auf seinen Soloalben. Er macht generell alles selbst – auch die improvisierten Gitarrenlinien. Aber sie klingen – furchtbar! Ein Musiker seines Ranges und mit seinem Geld bräuchte nur einmal telefonieren, da würden die besten Gitarristen des Globus in sein Studio kommen, und zwar gestern noch!

Wie das klingen könnte, hat Paul eindrucksvoll in seinem Song „No More Lonely Nights“ (1984) demonstriert. Der mega Gitarrist von Pink Floyd, David Gilmour, der bei einer Fender Stratocaster weiß, wo vorne und hinten ist, wie man spielt, alle Techniken kennt und auch sein Equipment aus dem Effeff beherrscht, verhilft mit seinem 1A Rocksolo Pauls Gesang und Harmonien zu wahrer Größe.

Ist es beginnende Demenz oder Altersstarrsinn – oder beides? Weil Paul meint, er könne es allein? Im Showbiz gibt es keine Garantie für Erfolg. Auch nicht, wenn man mal ein Beatle war. Oder länger lebt.

Das Phänomen „Beatles“ objektiv und neutral zu betrachten, war schon in den 1960er Jahren nicht möglich. Meine Mutter, ihre Schwestern. Brüder, tanzten zu „Radaumusik von langhaarigen Schreihälsen“. Das war ein Tabubruch, ein Affront gegen die ältere Generation. Aber nicht das Ende des Abendlandes …

John Lennon konnte Musik. Wo andere Installateure sind oder Versicherungen verkaufen. Es ist halt ein Glücksfall, das zu machen, davon zu leben, was man wirklich kann.

John hatte Seele. Hören wir ihm zu. In seinen unvergessenen Liedern.

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50 Jahre „White Album“ und eine Geschichtsfälschung

Die Beatles überraschten in den 60ern mit ihrer Musik von Album zu Album. Und sie tun es heute noch. Auch wenn sie sich 1970 getrennt haben und nur noch zwei Bandmitglieder leben.
Das 50-jährige Jubiläum des Weißen Albums dieses Jahr wird kommerziell strategisch perfekt gefeiert.
Einfach 1968 mit dem dem Bandnamen, „The Beatles“, als Doppel-LP veröffentlicht und mit einem nackten, weißen Cover versehen, beinhaltete es 30 Songs, die vielfältiger, kreativer und sowohl poetischer als auch politischer nicht sein konnten.
Kern der Neuveröffentlichung 2018 in unterschiedlichen Editionen ist der neue Stereo-remix des Weißen Albums. Verantwortlich dafür ist Giles Martin, der Sohn des damaligen Beatles Produzenten George Martin – es bleibt in der Familie.
Der neue Mix bringt z. B. Johns Stimme in den Vordergrund, Gitarren klingen nicht mehr zuckersüß sondern rockig und Pauls geniale Bassläufe konnte man bisher nirgendwo auf diese Weise heraus hören.
Gut gemacht, bringt Bewegung in alte Hörgewohnheiten und entzaubert dennoch nicht den Nimbus von Aufnahmen, die ein halbes Jahrhundert alt sind.
In der Luxus-Editon mit einem 170 Seiten Hardcover Buch werden viele noch unbekannte Fotos von den Aufnahmen und drum herum gezeigt.
Aber kein Mensch darauf raucht! Hallo!? Es waren die 60er! Die vier Beatles haben geraucht ohne Ende … nicht nur Tabak!
Was will man mit der Auswahl nicht rauchender Beatles oder sogar retuschierter Bilder bezwecken? Gesundheit und richtige Ernährung sind die neuen religiösen Überzeugungen. Wer sich ans Lauftraining und Tofu hält, kann seinen Körper formen und die Lebenserwartung verlängern. Meint man. Da sind Raucher Abschaum.
Die Beatles brauchen eine weiße Weste. Ein sauberes Image. Gerade beim „White Album“.
Auch wenn es Geschichtsfälschung ist.
Was kommt als nächstes? Geht man in die Museen und übermalt in Peter Paul Rubens Gemälden jene Stellen, wo die Frauen zu füllig und üppig sind?

Die 2018 Jubiläums-Editionen von „The Beatles“ (White Album) sind:
Edition A: 3 CDs (mit neuem Stereo-remix und beinhaltet zusätzlich die CD „Esher Demos“)
Edition B: Doppel-LP (mit neuem Stereo-remix)
Edition C: 4er-LP-Set (wie ‚B‘ inklusive „Esher Demos“)
Edition D: Super Deluxe Limited (mit 6 CDs und 1 Audio Blu-ray und Hardcover Buch)

 

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